
Bonn, 14. April 2009. Chronisch rheumakranke Menschen haben schlechte Karten, wenn es um ihre Alterssicherung oder den Schutz vor Berufsunfähigkeit geht. Sie sind in der gesetzlichen wie in der privaten Rentenversicherung benachteiligt. Von der privaten Vorsorge sind sie in der Regel ausgeschlossen. Um Anspruch auf Erwerbsminderungsrente zu erhalten, müssen die Versicherten mindestens fünf Jahre der gesetzlichen Rentenversicherung angehört haben und mindestens drei Jahre Pflichtbeiträge gezahlt haben. Viele Betroffene sind nur unzureichend informiert und stehen in jüngeren Jahren bereits vor der existentiellen Fragen: Reicht die geleistete Arbeitszeit für den Rentenantrag? Welche Möglichkeiten habe ich, um mich abzusichern?
Die Deutsche Rheuma-Liga bietet Ratsuchenden vom 16. bis 22. April 2009 im Internet ein Forum zum Austausch und um Fragen an Experten zu stellen. Der Jurist im Sozialdienst Ralf Lobert und die Versicherungsexpertin Kerstin Becker-Eiselen von der Verbraucherzentrale Hamburg beantworten die E-Mail-Anfragen.
Kontakt zum Forum
20.000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren leiden an rheumatischen Erkrankungen. Die meisten entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, wie Rheumatoide Arthritis, Spondyl- oder Psoriasis-Arthritis betreffen Menschen im jüngeren und mittleren Alter und führen nicht selten zur Erwerbsunfähigkeit. Bei schweren Autoimmunerkrankungen, wie Kollagenosen und Vaskulitiden, erhält ein Drittel der Erkrankten Erwerbsunfähigkeitsrente. Die Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V. ist Selbsthilfevereinigung und Interessenvertretung rheumakranker Menschen mit 250.000 Mitgliedern.
Leitbild der Deutschen Rheuma-Liga
Das Dokument gibt Auskunft über Werte, Handlungsfelder und Ziele des Verbandes