
Vom 14. bis 16. Mai 2009 fand der 4. Kongress des Berufsverbandes Deutscher Rheumatologen in Berlin statt. "Gesundheitsreform und ihre Folgen" war das gesundheitspolitische Thema des Kongresses. In der Pressekonferenz sprach die Geschäftsführerin der Deutschen Rheuma-Liga Frau Ursula Faubel über die aktuelle Versorgungssituation bei den Patienten: „Im Prinzip haben wir eine positive Entwicklung in der Rheumatologie: es gibt insgesamt mehr Rheumatologen und die Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie werden immer besser.
Aber bei vielen Betroffenen kommen diese Verbesserungen nicht an. Es gibt lange Wartezeiten beim Rheumatologen und lange Anfahrten, weil in vielen Regionen Rheumapraxen geschlossen haben. Die Rheumapatienten haben zwar einen Anspruch auf die erforderliche Therapie und es gibt die Möglichkeit zur Verordnung von innovativen Medikamenten, Krankengymnastik und Rehabilitation. Aber durch Richtgrößen, Verordnungsangst der Ärzte und Zugangsbarrieren bei der Verordnung von Rehamaßnahmen, bleibt vieles ungenutzt. Wir fordern die Krankenkassen und die Kassenärztlichen Vereinigungen dringend auf, diese Schwachstellen in der Versorgung anzugehen. Auch die Politik muss ihre Aufsichtspflicht wahrnehmen."

Foto: Arne Sattler (Ishot)
Im Bild von rechts nach links: Frau Faubel, Dr. med. Ulrich von Hinüber, Dr. med. Edmund Edelmann, Cornelia Stolze (Moderatorin), Professor Dr. med. Jörn Kekow.
Leitbild der Deutschen Rheuma-Liga
Das Dokument gibt Auskunft über Werte, Handlungsfelder und Ziele des Verbandes