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Kritik an Fibromyalgie-Hinweis im Tatort


Lippenstift-Mörder Holly nicht auf aktuellem Wissensstand


Bonn,  28. August 2006. Die Deutsche Rheuma-Liga stellt richtig: Fibromyalgie ist kein psycho-somatisches Leiden, sondern eine rheumatische Erkrankung mit ausgedehntem Faser-Muskel-Schmerz.

Diese chronisch verlaufende Erkrankung bewirkt auch Erschöpfung, Schlaflosigkeit und Depressionen, so dass Patienten häufig unter dem Vorurteil zu leiden haben, sie seien psychisch krank. Fibromyalgiebetroffene versuchen seit Jahren gegen diese Fehlinformationen mit Aufklärungsarbeit zu Felde zu ziehen.
Wir bedauern daher sehr, dass im gestrigen Tatort dieses Vorurteil durch die Ausführungen des Lippenstiftmörders und Hobby-Psychologen Holly weiter geschürt wurde“, kritisiert die Deutsche Rheuma-Liga. Zahlreiche Fibro-Gruppen hatten sich enttäuscht und verärgert an den Verband gewandt. 

In Deutschland leiden mehr als eine Million Menschen, überwiegend Frauen, an der äußerst schmerzhaften und die Lebensqualität beeinträchtigenden Erkrankung Fibromyalgie. Informationen zu Krankheitsbild und Therapie gibt es im Internet www.rheuma-liga.de und in einer  56-seitigen Broschüre „Jeden Tag neu beginnen – Ratgeber für Fibromyalgiebetroffene“, die man mit einem frankierten Rückumschlag bestellen kann bei:

Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.
Maximilianstr. 14
53111 Bonn
Tel: 0228-76606-0
E-Mail: bv@rheuma-liga.de




Stand: 10.10.2006


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