
Osteoporose-Vorsorge bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen.
Bonn, 27. September 2006.
Die Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband hat sich gegenüber dem Gemeinsamen Bundesausschuss dafür eingesetzt, die Knochendichtemessung für Menschen mit entzündlichen rheumatischen Erkrankungen als GKV-Leistung zu genehmigen. Bisher ist die Knochendichtemessung in der ambulanten Behandlung erst dann als Kassenleistung vorgesehen, wenn ein Knochen bereits gebrochen ist. Soweit darf es aber gar nicht erst kommen, erklärt die Deutsche Rheuma-Liga.
Bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, z.B. der rheumatoiden Arthritis, besteht eine erhebliche Gefahr, dass Knochen porös und brüchig werden (Osteoporose). Zum einen wegen der oft erheblichen Entzündungsaktivität im Körper, der Behandlung mit Steroiden (Kortison) und wegen des krankheitsbedingten Bewegungsmangels.
„Wir begrüßen daher sehr, dass der Gemeinsame Bundesausschuss sich nochmals mit der Frage beschäftigen wird, unter welchen Bedingungen für rheumakranke Menschen die Kosten für eine Knochendichtemessung zukünftig übernommen werden.“ sagt Ursula Faubel, Geschäftsführerin der Deutschen Rheuma-Liga Bundesverband.
Weitere Informationen zum Thema Osteoporose-Gefahr bei rheumatischen Erkrankungen gibt es im zweiseitigen Merkblatt „Sekundäre Osteoporose“. Es ist kostenlos bei den Verbänden der Deutschen Rheuma-Liga und im Internet erhältlich: http://www.rheuma-liga.de/uploads/3/MB116sekundosteoporose.pdf
Leitbild der Deutschen Rheuma-Liga
Das Dokument gibt Auskunft über Werte, Handlungsfelder und Ziele des Verbandes