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Inhalt:

Immunsuppressiva / Zytostatika


In dieser Gruppe enthalten sind zum einen Basistherapeutika, die wie Azathioprin oder Ciclosporin aus der Transplantationsmedizin stammen. Sie werden dort eingesetzt, um zu vermeiden, dass die neuen Organe abgestoßen werden. Zum anderen sind es Medikamente, die wie Methotrexat oder Cyclophosphamid in der Therapie bösartiger Tumoren verwendet werden, allerdings in weit höherer Dosierung. Ebenfalls zu den Immunsuppressiva zählt Leflunomid, das speziell für die Basistherapie entwickelt wurde. Bei den Immunsuppressiva wird die antirheumatische Wirkung vorwiegend durch Dämpfung des Immunsystems hervorgerufen.

 

 

Stoffklasse/
Wirksubstanz
Handels-nameDosierungHinweiseNeben-
wirkungen
Gegen-
anzeigen
AzathioprinImurek®
Zytrim®
und andere
nach Anweisung des Arztes 50 - 150 mg pro Tagkeine gleichzeitige
Gicht-Therapie mit Allopurinol (z. b.Zyloric),
keine Impfung mit Lebendimpfstoffen,
Männer sollten während
der Therapie und bis 3 Monate danach kein Kind zeugen
Haarausfall, Magen-/Darmprobleme, Blut-bildungsstörungen, Blutdruckabfall, Fieber, erhöhtes Infektions-
risiko

Überempfindlichkeit
gegen Azathioprin,
schwere Nieren-, Leber-
oder Knochenmark-erkrankungen, Infektionserkrankungen

CiclosporinSandimmun®
Optoral®
Cicloral®
und andere
zu Therapiebeginn 2,5 mg - 5 mg pro kg Körpergewicht / Tag verteilt auf 2 Einzeldosen
in Form von Kapseln, als Lösung oder Infusionslösung-konzentrat
Langsame Dosis-
steigerung bis zur wirksamen Dosis unter Labor-, und Blutdruckkontrollen
keine Impfung mit Lebendimpfstoffen
während der Therapie,
während der Schwangerschaft nach Nutzen-Risiko-Abwägung Therapie möglich
Müdigkeit, Übelkeit, Haarwachstum, Zittern, Nierenfunktionsstörung, Blutdruckanstieg, Blutbildungsstörungen, Erhöhung der Blutfette, Veränderungen der Blut-salze, Zahnfleischwucherungen, erhöhtes Infektionsrisiko

Überempfindlichkeit
gegen Ciclosporin,
unkontrollierter  Blut-
hochdruck,
stärkere Leber- oder Nierenfunktions-
störungen, Infektions-erkrankungen

Cyclo-
phosphamid
(Zytostatikum)
Endoxan®
Cyclostin®
und andere
als Dauertherapie (Dragees) je nach Anweisung des Arztes 1-2 mg pro kg Körpergewicht oder als Intervalltherapie mit InfusioneReservemittel bei
schweren Verläufen,
gleichzeitige Einnahme
des Blasenschutz-medikamentes Mesna nach Verordnung des Arztes,
keine Impfung mit Lebendimpfstoffen während der Therapie,
Empfängnisschutz durch Medikamente während der Therapie und 3 Monate danach eingeschränkt
Haarausfall, Übelkeit, Blutbildungsstörungen, Blasenentzündungen, Leberwerterhöhung,
erhöhtes Infektionsrisiko, Entstehung bösartiger Tumore (besonders der Harnblase) nach längerer Therapie,
bleibender Verlust der Empfängnis- bzw. Zeugungsfähigkeit
Überempfindlichkeit gegen Cyclophosphamid,
Knochenmark-erkrankungen,
Infektionserkrankungen,
Schwangerschaft und Stillzeit
LeflunomidArava®
zu Beginn täglich 100 mg für 3 Tage, dann Erhaltungsdosis 10-20 mg pro Tag nach Verordnung des ArztesLeflunomid bleibt sehr lange im Körper, gegebenenfalls kann die Ausscheidung beschleunigt werden,
keine Impfung mit Lebendimpfstoffen während der Therapie,
Empfängnisschutz durch Medikamente während der Therapie und mindestens 2 Jahre danach eingeschränkt
Kopfschmerzen,
Schwindel, Juckreiz, Haarausfall, Mundschleimhaut-entzündung, Magenbeschwerden, Hautausschlag, Blutdruckerhöhung, Leberwerterhöhungen, Blutbildungsstörungen
Überempfindlichkeit
gegen Leflunomid,
Leber- und Nieren-
schäden,
aktive Virushepatitis,
Schwangerschaft und Stillzeit
Methotrexat
(Immunsup-pressivum und Zytostatikum
Lantarel®
Metex®
und andere
nach Verordnung des Arztes 5-25 mg pro Woche als Tablette oder zur Injektion (intravenös, subkutan oder intramuskulär)keine Impfung mit Lebendimpfstoffen während der Therapie,
Empfängnisschutz durch Medikamente während der Therapie und bis 3 Monate danach eingeschränkt
Übelkeit, Haarausfall, Mundschleimhaut-entzündung, Leberwerterhöhung, Blutbildungsstörungen, erhöhtes InfektionsrisikoÜberempfindlichkeit
gegen Methotrexat,
schwere Leber- / Nierenerkrankungen
Knochenmark-erkrankungen,
Schwangerschaft und Stillzeit

 

 

 




Stand: 19.04.2011