
KÖRPEREIGENES KORTISON
Unter dem Begriff Kortison-Präparate werden alle Medikamente zusammengefasst, die die Wirkungen der körpereigenen Hormone Kortisol und seiner Vorstufe Kortison nachahmen. Kortisol und Kortison werden in der Nebenniere gebildet, einer Drüse jeweils oberhalb der Nieren, die auch andere wichtige Hormone wie Adrenalin oder Sexualhormone produziert. Die Namen Kortisol und Kortison wurden nach deren Entdeckung in den 30er Jahren gewählt, weil diese Hormone der äußeren Schicht (Rinde, lateinisch Cortex) der Nebenniere entstammen. Auch die wissenschaftliche Bezeichnung für die Kortison-Präparate, Glukokortikoide oder Kortikosteroide, leitet sich so ab.
Kortisol und Kortison werden stoßweise rund um die Uhr freigesetzt, am meisten jedoch in den frühen Morgenstunden. Sie haben viele Aufgaben: Regulierung des Immunsystems als Gegenspieler entzündungsfördernder Botenstoffe, Hemmung von Gewebswachstum und Reparaturvorgängen, Bereitstellung von Brennstoffen wie Traubenzucker, Fettsäuren und Eiweißbausteinen und vermehrte Speicherung von Wasser und Kochsalz. Bei körperlichen und psychischen Stresssituationen wird Kortisol als Stresshormon vermehrt gebildet und hilft dem Körper die Belastung zu bewältigen.
Übersicht der Kortison-Präparate als PDF-Datei
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