

Je früher Rheuma erkannt und gezielt behandelt wird, desto weniger werden die Gelenke geschädigt. In der täglichen Praxis wird dieses Wissen aber zu selten beherzigt. Mehr als ein einhalb Jahre dauert es in der Regel, bis ein Patient mit rheumatoider Arthritis zum rheumatologischen Facharzt gelangt. Die Deutsche Rheuma-Liga hat daher im Jahr 2005 das Projekt "Gute Versorgung von Anfang an" gestartet. Ziel ist es, dass durch entsprechend geschulte und sensibilisierte Hausärzte Neuerkrankte schneller diagnostiziert und früher als bisher bei Verdacht auf entzündliches Rheuma an den Facharzt überwiesen werden. Das über vier Jahre angelegte Projekt wird vom Bundesministerium für Gesundheit und soziale Sicherung gefördert.
Das besondere an dem Projekt ist: Patienten und Fachärzte sind in die Fortbildung der Hausärzte von Anfang an einbezogen und haben so einen ganz wesentlichen Anteil am Erfolg der Schulung. In Kooperation mit den Landesverbänden bildet die Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband Freiwillige aus den Reihen der Rheuma-Liga aus. Sie lernen und trainieren, wie sie Ärzte über ihre Krankheit anschaulich informieren können. Dieses Wissen bringen sie dann in speziellen Fortbildungen der Hausärzte ein.
Mit dem Hausärzteverband wurde eine Kooperation geschlossen. Die Akademie der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und der Berufsverband der Rheumatologen sind an den Fortbildungsinhalten beteiligt.
Leitbild der Deutschen Rheuma-Liga
Das Dokument gibt Auskunft über Werte, Handlungsfelder und Ziele des Verbandes