
Deutsche Rheuma-Liga präsentiert aktuelle Zahlen und lädt Parlamentarier und Experten zum Fachgespräch am 5. Juni 2008:

Unter dem Titel „Risiko Rheuma“ informiert die Deutsche Rheuma-Liga Abgeordnete des Bundestages, Vertreter der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, der Deutschen Rentenversicherung Bund und medizinischer Fachgesellschaften in Berlin über die finanziellen Belastungen rheumakranker Menschen und die aktuelle Versorgungssituation.
Unser Dank gilt hierbei vor allem Herrn Rolf Schwanitz parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministeriums für das Grußwort und Herrn Dr. Wolfgang Wodarg, MdB, der es der Rheuma-Liga ermöglicht hat, die Räumlichkeiten der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft zu nutzen. Der AOK danken wir für die finanzielle Unterstützung.
Einführung: Frau Prof. Christine Jakob, Präsidentin Deutsche Rheuma-Liga

Jeder dritte Rheumabetroffene zahlt mehr als 100 pro Quartal aus eigener Tasche für seine gesundheitliche Versorgung. Besonders hart trifft es Empfänger von Grundsicherung und Arbeitslosengeld II. „Rückmeldungen aus der Beratung zeigen immer häufiger Notlagen und Armut rheumakranker Menschen“, berichtete Rotraut Schmale-Grede, Vizepräsidentin der Deutschen Rheuma-Liga.
Kostenrisiko Rheuma - Rotraut Schmale-Grede, Vorstand Deutsche Rheuma-Liga (ppt)
Auch die Gesellschaft als Ganzes trägt schwer an den Kosten:

bei der rheumatoiden Arthritis betragen die Behandlungskosten 4.733 im Jahr für einen Patienten. Die Folgekosten für Arbeitsausfälle oder frühe Berentung summieren sich auf 15.637 . Die Zahlen basieren auf der Kerndokumentation der Regionalen Rheumazentren. Funktionseinschränkungen der Extremitäten, der Wirbelsäule und des Rumpfes sind die häufigste Ursache für Schwerbehinderungen. Ein geradezu „stiefmütterliches Dasein“ führten die fünf Millionen Arthroseerkrankten in Deutschland. Es fehle an Aufklärung über das Risiko Übergewicht, die Therapieleitlinie werde nicht konsequent umgesetzt, kritisiert Vorstandsmitglied Helga Jäniche.

Versorgungslage Rheumakranker - Zahlen aus dem DGRH-Memorandum - Prof. Dr. med. Dr. phil. Heiner Raspe (ppt)
weiter: zum Memorandum der DGRH

Zugangsbarrieren bei der Rehabilitation - Prof. Dr. med. Wilfried Mau
Die Experten raten, Krankengymnastik, Funktionstraining, Patientenschulung und Rehabilitationsmaßnahmen stärker bei der Langzeitbetreuung chronisch Kranker zu nutzen. Aus Sicht der Rheuma-Liga muss die Marschroute für die Zukunft sein, eine frühe und gute ambulante Versorgung zu gewährleisten. Dies zahle sich letztlich für alle aus, die Betroffenen wie auch für die Gesellschaft.
Leitbild der Deutschen Rheuma-Liga
Das Dokument gibt Auskunft über Werte, Handlungsfelder und Ziele des Verbandes