

„Wir wollen hin zu einer zeitgemäßen Patientenorganisation. Diese Verbandstagung hat gezeigt: Wir wachsen zusammen und sind auf einem guten Weg.“
Rundum positiv fiel das Resümee von Vizepräsidentin Helga Germakowski am Ende der zweitägigen Veranstaltung aus. Die zwei Tage waren arbeitsintensiv, voller Impulse und am Ende war allen klarer, welche Aufgaben für die Zukunft gemeinsam auf allen Ebenen des Verbandes anzupacken sind. Ideen und Anregungen dazu gaben Fachreferenten aus den Bereichen Lobbying, Öffentlichkeitsarbeit, Marketing, Freiwilligenarbeit und Wirtschaftskooperationen.
Für einen europaweiten Blick über den Tellerrand sorgten Vorstandsmitglied Erika Christ und Geschäftsführerin Ursula Faubel mit ihrem Bericht über europäische Rheuma-Ligen. Unter dem Titel „Wie machen`s die anderen“ gaben sie Einblicke in Patientenorganisationen aus Großbritannien, Niederlande, Schweden und der Schweiz. Es zeigte sich, dass die Ligen in vielen Punkten ähnlich sind. Alle sehen die Information von rheumakranken Menschen als eine ihrer wichtigen Aufgaben an und halten hierfür eine Zeitschrift, Internet und Infomaterialien vor.

Alles in allem waren die Berichte aus anderen Ländern durchaus anregend, aber die Deutsche Rheuma-Liga schneidet im Vergleich doch sehr gut ab, befanden die Tagungsteilnehmer. Die große Zahl der Mitglieder und das flächendeckende Angebot im Funktionstraining erreicht keine Liga sonst in Europa.
Als eine besondere Aufgabe der nahen Zukunft zeigt sich die Stärkung des ehrenamtlichen Engagements. „Die Rheuma-Liga ist wie ein großer Motor und unsere Ehrenamtler sind die vielen kleinen Rädchen, die das Ganze am Laufen halten“, beschrieb es Vorstandmitglied Werner Dau aus Brandenburg und Ursula Fraterman ergänzte: „Gerade das Miteinander zwischen den ehrenamtlichen Fachleuten mit ihrer erlebten Kompetenz und den hauptamtliche Fachleuten mit ihrer erlernten Kompetenz ist die große Chance unserer gemeinsamen Arbeit.“
In der politischen Arbeit sei die Rheuma-Liga auf Bundesebene bereits auf einem guten Weg, so die Einschätzung in den diversen Arbeitsgruppen. Mit dem Aktionsplan Rheuma zeige sie sich als Sprachrohr und Interessenvertretung rheumakranker Menschen gegenüber Politik, Ärzteschaft, Krankenkassen und anderen Entscheidungsträgern. Aber auch die Arbeitsgemeinschaften vor Ort könnten politisch mehr Einfluss nehmen. Über mögliche „Wege des lokalen Lobbying“ informierte daher Wilfried Nodes vom Forum Comunity Organizing in einer der Arbeitsgruppen. Als Themen für konkrete Aktionen vor Ort wurden Bäderschließungen und Proteste gegen erhöhte Kosten öffentlicher Räume genannt.
Ein durchgängiges Thema der Verbandstagung war die Ansprache von jüngeren Menschen mit Rheuma. Mit der Initiative 35I50 hat sich die Rheuma-Liga zum Ziel gesetzt neue Angebote für diese Altersgruppe zu entwickeln. Das Projekt erhält 2008 und 2009 voraussichtlich besonderen Auftrieb, weil Fördermittel beantragt sind. Modellversuche und regionale Initiativen sind geplant.
Sie haben uns noch gefehlt
Sich ehrenamtlich zu engagieren kann das Leben bereichern. Wir freuen uns auf Sie!
Leitbild der Deutschen Rheuma-Liga
Das Dokument gibt Auskunft über Werte, Handlungsfelder und Ziele des Verbandes