07.04.2013
Zusammenarbeit über die Grenzen hinaus
Die Deutsche Rheuma-Liga arbeitet nicht nur in den Gremien der Dachverbände in Deutschland mit, sondern engagiert sich darüber hinaus auch für die Vertretung der Interessen Rheumakranker auf internationalem Parkett.
Wichtigster Partner dabei ist die
EULAR, in der die wissenschaftlichen Fachgesellschaften in der Rheumatologie, die Gesellschaften der medizinischen Assistenzberufe und die sozialen Ligen auf europäischer Ebene zusammengeschlossen sind. Ziele sind die Verbesserung von Forschung und Versorgung, aber auch die Verbesserung der Lebensbedingungen für Menschen, die von rheumatischen Erkrankungen betroffen sind.
Die EULAR führt einmal im Jahr einen Kongress durch, in dem die wissenschaftlichen Fachgesellschaften die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse vorstellen und auch die sozialen Ligen sich treffen, um sich über die eigene Arbeit auszutauschen. Dabei geht es zum einen darum, gerade auch die Rheuma-Ligen in ihrer Arbeit zu unterstützen, die gerade erst dabei sind, ihre Strukturen aufzubauen, z.B. die Rheuma-Ligen in Polen oder Portugal. Interessante Projekte aus den einzelnen Ländern werden vorgestellt und Probleme erörtert, so dass alle mit neuen Ideen und Anregungen nach Hause fahren.
Die sozialen Ligen in der EULAR haben in den letzten Jahren darüber hinaus begonnen, sich stärker auch um die Öffentlichkeitsarbeit und politische Arbeit auf europäischer Ebene zu kümmern. Unter anderem wurde das
Europäische Manifest rheumakranker Menschen erarbeitet und verabschiedet, unter intensiver Beteiligung aus Deutschland.
Die Deutsche Rheuma-Liga ist außerdem Mitglied in der
internationalen Rheuma-Liga (ARI), die über die Grenzen Europas hinweg versucht, die Versorgung für rheumakranke Menschen zu verbessern. Hier gibt es sehr viel zu tun. Denn in einigen Ländern der Welt gibt es nicht einmal eine medizinische Grundversorgung - und auch keine medizinische Versorgung Rheumakranker.


