21.03.2013
Publikationen zu Medikamenten
Seit 2010 gibt die Deutsche Rheuma-Liga auch Merkblätter über Rheuma-Medikamente heraus.
Behandelt werden im Moment: nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR), Analgetika, Kortisonpräparate und Biologika (Biologicals). Sie erfahren dort Wissenswertes über die einzelnen Medikamente, ihre Wirkungen und ihre Nebenwirkungen. Geplant sind außerdem weitere Merkblätter zu den einzelnen Biologika.
Weitere Informationen zu Rheumamedikamenten finden Sie auch bei www.rheuma-liga.de/medikamentenfuehrer
Alle Merkblätter können Sie direkt downloaden. Natürlich können Sie die Merkblätter auch gegen Einsendung von Portokosten bei der Rheuma-Liga anfordern. Mitglieder erhalten Infomaterial kostenlos.
Merkblätter
4.1 Nicht-steroidale Antirheumatika
Fast jeder Mensch hat schon einmal ein Medikament eingenommen, das zur Gruppe der nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) gehört. Diese Präparate werden gegen verschiedene Schmerzen und entzündungsbedingte Beschwerden eingesetzt: gegen Muskel- und Gelenkschmerzen, die durch eine Verletzung verursacht sind, durch Überbelastung oder durch eine chronischrheumatische Erkrankung, aber auch gegen Fieber, Zahn- oder Kopfschmerzen und andere akute Schmerzen
4.2 Analgetika
Analgetika sind reine Schmerzmedikamente. Anders als die nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR), die Schmerzen und Entzündungen lindern, bekämpfen Analgetika ausschließlich das Symptom »Schmerz«. Sie werden daher in der Rheumatologie bei allen schmerzhaften, aber nicht-entzündlichen rheumatischen Erkrankungen eingesetzt.
4.3 Kortison
Unter dem Begriff Kortison-Präparate (auch Glukokortikoide oder Kortikosteroide) werden alle Medikamente zusammengefasst, die die Wirkungen des körpereigenen Hormons Kortisol und seiner Vorstufe Kortison nachahmen. In der Medizin werden Kortison-Präparate vor allem gegen überschießende Entzündungsreaktionen eingesetzt. Sie sind in dieser Funktion unersetzlich und häufig lebensrettend.
4.4 Biologika
Biologika sind gentechnisch hergestellte Eiweißstoffe, die aus lebenden Zellkulturen gewonnen werden. Sie greifen in Mechanismen der Krankheitsentstehung ein, indem sie gezielt bestimmte entzündungsfördernde Substanzen des Immunsystems abfangen und ausschalten oder ihre Bindungsstellen besetzen und damit blockieren.
4.5 Basismedikamente
Basismedikamente bilden die Grundlage jeder Behandlung von immunologisch bedingten Entzündungserkrankungen, also von Rheumatoider Arthritis, Arthritis bei Schuppenflechte, Lupus erythematodes, Vaskulitiden und anderen. Sie greifen langfristig in den Krankheitsverlauf ein und können so dauerhafte Krankheitsfolgen, wie Gelenkzerstörungen oder Organschäden verlangsamen, verringern und gelegentlich sogar verhindern. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Basismedikamente frühzeitig genommen werden.
