Rheuma und Pflege

Pflege im Alter, Foto clipdealer

Wer im Alter oder aufgrund einer Erkrankung Hilfe im Alltag benötigt, kann eine Pflegestufe beantragen – oder künftig einen Pflegegrad. Zur Zeit sind in Deutschland laut Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend rund 2,63 Millionen Menschen pflegebedürftig; etwa 1,86 Millionen werden ambulant versorgt und zwei Drittel dieser Menschen werden ausschließlich durch Angehörige gepflegt.

Auf dieser Seite haben wir Informationen zu Rheuma und Pflege zusammengestellt: Welche Aufgaben hat der medizinische Dienst, Was ist ein Pflegetagebuch, welche Pflegestufen gibt es, wieviel Geld steht einem Pflegebefürftigen zu und vieles mehr.

 

Auskunft und Beratung

Gut zu wissen

Die Pflegekassen müssen allen Antragstellern eine Pflegeberatung anbieten, zum Beispiel bei einem Pflegestützpunkt, bei der Pflegekasse oder in einer Beratungsstelle. Pflegestützpunkte gibt es nur in einigen Bundesländern, eine Liste gibt es beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales online unter
www.einfach-teilhaben.de

Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hat eine Datenbank, die gleichfalls Beratungsangebote bündelt:
http://bdb.zqp.de

Allgemeine Auskunft gibt auch das Bürgertelefon des Bundesgesundheits-ministeriums, dort gibt es auch kostenlose Broschüren:
Telefon 030 3406066–02.

Hilfen für pflegende Angehörige

Austausch und Entlastung

Pflege kostet – nicht nur Geld, sondern auch Kraft. Hilfreich sind kostenlose Pflegekurse: Sie vermitteln neben praktischen Anleitungen und Beratung auch den Kontakt zu anderen pflegenden Angehörigen. Anbieter sind z. B. Verbände der freien Wohlfahrtspflege oder die Volkshochschulen.

Darüber hinaus gibt es unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, unbezahlte Pflegezeit oder Familienpflegezeit für die Pflege eines nahen Angehörigen zu beantragen. Für beide besteht ein Kündigungsschutz. Unter Umständen kann ein zinsloses Darlehen helfen, den Lohnausfall zu kompensieren. Das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben ist zuständig: 0221 3673–0, www.bafza.de.

Pflegebedürftige können in der sogenannten Tages- oder Nachtpflege teilstationär versorgt werden. Fällt die Pflegeperson kurzzeitig aus, etwa durch Krankheit oder Urlaub, kann der Pflegebedürftige maximal vier Wochen vollstationäre Kurzzeitpflege in Anspruch nehmen. Alternativ gibt es die sogenannte Verhinderungspflege. Beides kann man bei der Pflegekasse beantragen.