Kollagenosen

Nur wenige Menschen haben jemals etwas von Kollagenosen gehört. Das ist kein Wunder, handelt es sich dabei doch um seltene entzündlich-rheumatische Erkrankungen. Heute weiß man, dass es sich bei
diesen Erkrankungen um Autoimmunerkrankungen handelt. Autoimmun bedeutet, dass das Immunsystem nicht mehr nur gegen Bakterien, Viren oder Pilze kämpft, sondern auch den eigenen (auto = selbst) Körper angreift. Die Kollagenosen haben gemeinsam, dass sich der Autoimmun-Angriff
auch gegen Bestandteile der Zellkerne richtet.
Frauen erkranken an Autoimmunerkrankungen wesentlich häufiger als Männer. Das Immunsystem gibt nicht auf. Die Krankheiten verlaufen daher chronisch und können das Leben deutlich beeinträchtigen.
Typisch ist, dass verschiedene innere Organe, Haut und Gelenke gleichzeitig oder nacheinander erkrankt sein können, so dass die Beschwerden der Betroffenen vielfältig sind. Wie schwer sich aber im einzelnen Fall eine Krankheit auswirkt, lässt sich nicht voraus sagen. Kollagenosen führen gewissermaßen ein Eigenleben. Manchmal kommt es ständig zu entzündlichen Schüben, dann wieder herrscht über einen längeren Zeitraum verhältnismäßige Ruhe.