23.05.2019

Deutsche Rheuma-Liga begrüßt die neuen Zulassungen bei den Rheumatologen

Bonn, den 23. Mai 2019. Die in der vergangenen Woche im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) verabschiedete umfassende Änderung der Bedarfsplanung – sie legt fest, wie viele Ärzte in einer Region arbeiten können – hat auch positive Auswirkungen für Menschen mit Rheuma.

„Bundesweit werden fast 100 neue Zulassungen von Rheumatologen in den bisher besonders schlecht versorgten Planungsbezirken möglich“, erklärte Ursula Faubel, Geschäftsführerin der Deutschen Rheuma-Liga und Sprecherin der Patientenvertretung im Unterausschuss Bedarfsplanung des G-BA. Weitere Zulassungen strebt der Gemeinsame Bundesausschuss in fünf Jahren an, wenn eine bis dahin geplante Evaluation einen entsprechenden Bedarf zeigt. 


Deutsche Rheuma-Liga kämpft gegen Rheumatologen-Mangel

Seit vielen Jahren kämpft die Deutsche Rheuma-Liga gegen den eklatanten Rheumatologen-Mangel in Deutschland. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie fehlen in Deutschland allein in der ambulanten Versorgung fast 600 zusätzliche in-ternistische Rheumatologen. „Wir bewerten die Veränderung der Bedarfsplanungsrichtlinie als ersten Schritt zur Verbesserung der Versorgung für Rheuma-Betroffene. Jetzt gilt es durch Veränderungen in der universitären Ausbildung von Medizinstudenten und der Weiterbildung von Ärzten im Bereich Rheumatologie dafür zu sorgen, dass die offenen Stellen auch besetzt werden können“, stellte Faubel fest.


Barrierefreiheit muss jetzt nachgewiesen werden

Als weiteren Erfolg wertet die Rheuma-Liga, dass in den Bedarfsplänen der Kassenärztlichen Vereinigungen künftig auch der barrierefreie Zugang zu Arztpraxen eine größere Rolle spielen wird. „Künftig muss in den Bedarfsplänen transparent anhand bestimmter Kriterien abgebildet werden, wie sich die Barrierefreiheit von Arztpraxen in den Einzugsgebieten der jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigung darstellt. Dies ist aus unserer Sicht Voraussetzung dafür, dass gezielte Maßnahmen für die Verbesserung der Barrierefreiheit geplant werden können“, erläuterte Faubel.


Deutsche Rheuma-Liga

Die größte deutsche Selbsthilfeorganisation im Gesundheitswesen informiert und berät Betroffene unabhängig und frei von kommerziellen Interessen, bietet praktische Hilfen und unterstützt Forschungsprojekte zu rheumatischen Erkrankungen. Der Verband mit rund 300.000 Mitgliedern tritt für die Interessen rheumakranker Menschen in der Gesundheits- und Sozialpolitik ein.


Hintergrundinformationen

Weitere Informationen dazu unter www.rheuma-liga.de/interessenvertretung oder https://patientenvertretung.g-ba.de/neuigkeiten/bedarfsplanung-der-kassenarzte-verbessert/


Pressekontakt

Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.
Annette Schiffer | Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Maximilianstr. 14
53111 Bonn
Tel.:0228 - 766 06-11
E-Mail: schiffer(at)rheuma-liga.de
Twitter www.twitter.com/DtRheumaLiga