<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>


    <rss version="2.0"
         xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
         xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom">
        <channel>
            <title>Rheuma-Liga News</title>
            <link>https://www.rheuma-liga.de/</link>
            <description></description>
            <language>de-de</language>
            
                <copyright>Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e. V.</copyright>
            
            <pubDate>Fri, 22 May 2026 00:02:32 +0200</pubDate>
            <lastBuildDate>Fri, 22 May 2026 00:02:32 +0200</lastBuildDate>
            
            <atom:link href="https://www.rheuma-liga.de/news-feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
            <generator>TYPO3 news:rss</generator>
            
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-4631</guid>
                        <pubDate>Wed, 20 May 2026 08:52:00 +0200</pubDate>
                        <title>Rheuma: Welche Rolle spielt das Darmmikrobiom?</title>
                        <link>https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/detailansicht/rheuma-welche-rolle-spielt-das-darmmikrobiom</link>
                        <description>Welche Auswirkung hat die Ernährung auf Rheuma? Der Schlüssel könnte möglicherweise im Darm liegen. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="fontsize-115">Manche Rheumabetroffene profitieren von vegetarischer Kost oder Fastenkuren, andere berichten, dass die Ernährung gar keinen Effekt auf ihre Erkrankung hat. Möglicherweise liegt der Schlüssel für die unterschiedlichen Wirkungen in unserem Darm, erklärt Prof. Martin Kriegel von der Universität Münster.</p>
<h2>Prof. Kriegel, was versteht man unter dem Darmmikrobiom?</h2>
<p>Mit dem Begriff Darmmikrobiom bezeichnet man die Gesamtheit aller Mikroorganismen im menschlichen Darm. Es umfasst etwa 38 Billionen Bakterienzellen. Man hat in den vergangenen Jahren weltweit unheimlich viel dazu herausgefunden. Allerdings sind viele Untersuchungen an Modellorganismen erfolgt, etwa an genmanipulierten Mäusen oder an Zellkulturen.</p>
<p>Deshalb können wir viele neue Erkenntnisse noch nicht im klinischen Alltag anwenden. Aber in einigen Jahren werden wir sicherlich in der Lage sein, bei bestimmten rheumatischen Erkrankungen klare Ernährungsempfehlungen zu geben.</p>
<h2>Welche Rolle spielt das Mikrobiom für die Gesundheit beziehungsweise für die Entstehung von Krankheiten?</h2>
<p>Eine sehr große! Die Darmflora – also die Gesamtheit der Bakterien und anderen Mikroorganismen im Darm – sorgt dafür, dass unser Immunsystem richtig funktioniert und uns schützt. Im Darm finden sich etwa 70 Prozent der Immunzellen unseres Körpers.</p>
<p>Wir wissen mittlerweile, dass bestimmte Bakterien in unserem Darm mitbestimmen, wie stark unser Immunsystem reagiert, wenn es durch einen Infekt oder entartete Zellen herausgefordert wird. Dadurch verstehen wir allmählich, welche Botenstoffe auf molekularer Ebene diese Prozesse befeuern oder hemmen. Kurzum gesagt, es gibt gute Bakterien im Darm, die Entzündungsprozesse lindern können, und schlechte, die Entzündungen verstärken können.</p>
<h2>Wie gelangen diese Bakterien in den Darm?</h2>
<p>Schon bei der Geburt erhalten wir die ersten Bakterien beim Durchgang durch den Geburtskanal oder über die Haut der Mutter, auch durch den Kontakt zu anderen Menschen oder Tieren. Über die Muttermilch kommen weitere wichtige Mikroben dazu.</p>
<p>Das Darmmikrobiom verändert sich aber das ganze Leben lang und wird zum Beispiel maßgeblich dadurch beeinflusst, was wir essen und trinken. Unsere Nahrung dient auch den Bakterien als Nahrung. Je nachdem, was wir zu uns nehmen, vermehren sich bestimmte Arten stärker oder gehen zugrunde. Auch Rauchen verändert das Mikrobiom im Darm.</p>
<h2>Welche Rolle spielt das Darmmikrobiom für rheumatische Erkrankungen?</h2>
<p>Offenbar eine wichtige! Es ist schon lange bekannt, dass bakterielle Entzündungen zum Beispiel einen großen Anteil an chronischen Darmentzündungen wie Morbus Crohn haben. Bei mehr als der Hälfte aller Patientinnen und Patienten mit <a href="/rheuma/krankheitsbilder/morbus-bechterew">Spondyloarthritiden</a> (Morbus Bechterew, Anmerkung der Redaktion) finden wir mikroskopische Darmentzündungen.</p>
<p>Bei <a href="/rheuma/krankheitsbilder/systemischer-lupus-erythematodes">Lupus erythematodes</a>, <a href="/rheuma/krankheitsbilder/rheumatoide-arthritis">rheumatoider Arthritis</a> und <a href="/rheuma/krankheitsbilder/psoriasis-arthritis">Psoriasis-Arthritis</a> gibt es ebenfalls immer mehr Hinweise darauf, dass bestimmte Mikroben im Darm (und teils auch anderen Oberflächen) zu entzündlichen Prozessen führen und hoch komplexe Vorgänge mit beeinflussen. So findet man im Schub andere Bakterienzusammensetzungen, als wenn die Erkrankung weniger aktiv ist. Dabei können ganze lebende Bakterien sogar die eigentlich für sie unpassierbare Darmbarriere überwinden: Die Darmschleimhaut wird durchlässiger. Wissenschaftler sprechen von translozierten Bakterien, die in den Körper eingewandert sind. Sie triggern bestimmte Immunprozesse und können rheumatische Erkrankungen verstärken oder sogar mit auslösen.</p>
<h2>Weiß man, was zuerst da war: Hat die rheumatische Entzündung die Darmbarriere so geschädigt, dass sie durchlässiger wird, oder ist die Rheumaerkrankung Folge der durchlässigen Darmschleimhaut?</h2>
<p>Neueste Arbeiten deuten darauf hin, dass verschiedene Faktoren die Darmbarriere schädigen können, darunter bestimmte Mikroben, aber&nbsp;auch Umweltfaktoren, Antibiotika, eine erbliche Veranlagung und auch die Ernährung. Auf der anderen Seite lösen Mikroben, die auf der „falschen“ Seite des Darms sind, Entzündungsprozesse aus, die wiederum die Darmbarriere durchlässiger machen.</p>
<p>Was zuerst da war, ist noch nicht abschließend geklärt. Allerdings wissen wir beispielsweise von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, dass sich die Darmbarriere oft verbessert, wenn man TNF-Alpha-Blocker gibt. Allerdings müssen wir jede Erkrankung für sich betrachten. Ausgerechnet die Bakterien, von denen wir glauben, dass sie Lupuserkrankungen mit auslösen, haben vielleicht auch einen bestimmten Vorteil für den Körper.</p>
<h2>Welcher Vorteil könnte das sein?</h2>
<p>Überraschenderweise kann die Translokation mancher Bakterien dazu beitragen, die Antwort des Immunsystems auf Krebszellen zu stärken. Es wird gewissermaßen nachgeschärft und kann entartete Körperzellen besser entlarven und töten.</p>
<p>Allerdings kann diese speziell verbesserte Fähigkeit des Immunsystems auch zu Lupus&nbsp;führen, wenn man zusätzlich noch andere Faktoren wie falsche Gene besitzt. Ob die gleichen Stämme dieser Bakterien an beiden Prozessen beteiligt sind, ist noch unklar, aber eine gewisse Veranlagung der Patientinnen und Patienten trägt wahrscheinlich dazu bei.</p>
<h2>Wie kann man sein Mikrobiom günstig beeinflussen?</h2>
<p>Kurz gesagt, alles, was wir essen, ändert unser Mikrobiom. Für Lupus und rheumatoide Arthritis gibt es erste wissenschaftliche Nachweise, dass unsere Ernährung die Darmfunktion und die Darmbarriere verändert und dadurch auch Einfluss auf die Gelenke und inneren Organe hat. Resistente Stärke zum Beispiel hat einen positiven Einfluss auf die Darmflora.</p>
<h2>Was versteht man unter resistenter Stärke?</h2>
<p>Normale Stärke wird im Dünndarm in Zuckermoleküle aufgespalten, die von der Darmschleimhaut aufgenommen werden. Resistente Stärke&nbsp;dagegen wird nicht im Dünndarm verdaut, sondern landet in ihrer ursprünglichen Form bei bestimmten Bakterien im Dickdarm, denen sie als Nahrung dient.</p>
<p>Die Stoffwechselprozesse dieser Bakterien, die resistente Stärke nutzen, wirken sich positiv auf Entzündungsprozesse aus. Bestimmte Entzündungsbotenstoffe, die bei Lupus eine wichtige Rolle spielen, werden dadurch vermindert.</p>
<h2>In welchen Lebensmitteln steckt resistente Stärke?</h2>
<p>Es gibt fünf verschiedene Arten resistenter Stärke. Für den sogenannten Typ zwei haben wir einen positiven Effekt auf Lupus im Mausmodell finden können. Diese spezielle Stärke steckt in grünen Bananen und rohen Kartoffeln, gehört also nicht zu unseren normalen Lebensmitteln.</p>
<p>Wir arbeiten zusammen mit Kolleginnen und Kollegen daran, Lebensmittel mit dieser Stärke herzustellen. Wenn jemand an Lupus erkrankt ist und grüne Bananen verträgt, kann man durchaus mal dazu greifen. Aber wir brauchen auf jeden Fall noch weitere Studien dazu.</p>
<h2>Kann man denn schon Ernährungsempfehlungen aus Ihren Forschungsergebnissen ableiten?</h2>
<p>So etwas ist grundsätzlich sehr schwierig, aber es gibt schon eine gute Studie für rheumatoide Arthritis und interessanterweise auch für Arthrose, bei der die Wirkung einer pflanzenbasierten Ernährung in Verbindung mit mehr Bewegung und weniger Stress und einem speziellen Schlafmanagement untersucht wurde.</p>
<p>Für rheumatoide Arthritis verbesserte dieser Ansatz den Wert&nbsp;auf dem DAS-28-Index um einen ganzen Punkt, also einen gängigen Wert, um die Aktivität einer Rheumaerkrankung zu beschreiben. Ein niedrigerer Wert bedeutet weniger Schmerzen und weniger Entzündung. Aber auch bei Arthrose besserten sich Steifheit, Schmerz und körperliche Funktion. In weiteren Studien wurde nachgewiesen, dass eine pflanzenbasierte Kost auch die Darmbarriere verbessert, und so möglicherweise weniger Bakterien oder deren Bestandteile aus dem Darm ins Körperinnere dringen können.</p>
<h2>Sie haben auch gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern den Effekt von Fastenkuren auf entzündliches Rheuma mit untersucht. Was kam dabei heraus?</h2>
<p>Eine einwöchige Fastenkur mit einer Kalorienaufnahme von täglich maximal 300 Kilokalorien kann tatsächlich einen positiven Effekt auf Betroffene mit rheumatoider Arthritis haben. Studien haben gezeigt, dass unter anderem ein Darmbakterium, das einen entzündungsverstärkenden Effekt hat, durch Fasten weniger wird. Insgesamt kann man mittlerweile sagen, dass eine allgemein kalorienreduzierte Ernährung dazu beitragen kann, die schlechten Bakterien am Wachstum zu hindern.</p>
<p>Allerdings ist das sehr individuell – bei Lupus beispielsweise wurde das Fasten noch gar nicht systematisch untersucht, aber anhand unseres Wissensstands könnte es eher schädlich sein im Vergleich zur&nbsp;rheumatoiden Arthritis. Wer ausprobieren möchte, ob Fasten einen positiven Effekt hat, kann entweder die Kalorien insgesamt reduzieren oder eine Fastenwoche einlegen – oder auch&nbsp;zum Beispiel ein Intervallfasten machen, das bedeutet, dass die Kalorienaufnahme nur innerhalb von acht Stunden des Tages erfolgt und die anderen 16 Stunden ohne Nahrungsaufnahme verlaufen. Es hilft tatsächlich, wenn man den Bakterien im Darm einfach mal für einige Zeit keine Nahrung zukommen lässt.</p>
<p>Die sogenannten Ketonkörper, die unser Körper beim Fasten bildet, dienen den Darmepithelzellen als Nahrung und hemmen gleichzeitig das Wachstum von schlechten Bakterien im Darm. Ketonkörper sind also gleich doppelt hilfreich. Manche Betroffene mit Spondyloarthritiden berichten, dass prozessierte stärkehaltige Nahrungsmittel wie Kuchen ihre Beschwerden verschlechtern – manchen geht es besser, wenn sie darauf verzichten, bei anderen hat es keinen Effekt.</p>
<h2>Manche Betroffene berichten schon lange, dass ihnen der Verzicht auf rotes Fleisch oder bestimmte andere Nahrungsmittel gut hilft, andere sind total enttäuscht, weil sogar eine strikt vegane Ernährung keinerlei Effekte auf ihre Erkrankung hat. Woher kommt das?</h2>
<p>Der Teufel steckt oft im Detail! Viele Ernährungsstudien haben gewisse Mängel, weil man nur unter sehr strengen Bedingungen genau wissen kann, was die Versuchsteilnehmenden essen. Außerdem waren die Mechanismen unbekannt, wie man über die Ernährung eine Erkrankung beeinflussen kann.</p>
<p>Wir haben jetzt ein besseres Verständnis darüber, welche Mikroorganismen, Stoffwechselprodukte und Botenstoffe die beobachteten Effekte durch Ernährung vermitteln können. Allerdings wird es keine generalisierten Ratschläge geben, sondern eher entsprechend der personalisierten Medizin Empfehlungen für Untergruppen einer Erkrankung, also keine allgemeine Rheumadiät. Wir müssen uns das analog zur Entwicklung von immunmodulierenden Medikamenten vorstellen. Da wirkt auch nicht jedes Medikament bei jedem Betroffenen.</p>
<p>Wir sehen zudem bei der Ernährung bestimmte Konstellationen, bei denen eine&nbsp; Ernährungsumstellung besonders helfen kann, und andere Konstellationen, bei denen der Verzicht&nbsp;auf tierische Produkte wahrscheinlich nur wenige Effekte haben wird. Ich denke, in zehn bis 15 Jahren wird man mithilfe von Stuhl- und Bluttests besser vorhersagen können, ob bei jemandem eine bestimmte Ernährungsumstellung sinnvoll ist oder nicht.</p>
<h2>Kann man das Mikrobiom auch mit sogenannten Probiotika beeinflussen?</h2>
<p>Betroffenen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, die immunmodulierende Medikamente einnehmen, rate ich von der Einnahme solcher frei verkäuflichen Präparate ab. Die darin enthaltenen Bakterien können bei Immunsupprimierten in die Blutbahn übertreten. Einige Bakterienstämme können möglicherweise Entzündungen fördern.</p>
<p>Lassen Sie die Finger davon, bis Studien speziell für Ihre Erkrankungen vorliegen! Normalen Joghurt können Betroffene natürlich verzehren.</p>
<h2>Welche weiteren Therapieansätze gibt es?</h2>
<p>Einen Ansatz, den wir zuvor im Tiermodell für Lupus erfolgreich getestet haben, ist eine Impfung gegen schlechte Bakterien. Zudem versuchen&nbsp;wir, die Details der schlechten Bakterien besser zu verstehen, sodass man zukünftig vielleicht&nbsp;einmal gezielt solche Stämme entfernen könnte.</p>
<p>Biotechfirmen verfolgen aktuell für manche Autoimmunerkrankungen eine Phagentherapie, um Bakterien gezielt zu beeinflussen. Darunter versteht man spezielle Viren, die selektiv bestimmte&nbsp;Bakterienstämme töten können, und zwar genauer, als es Antibiotika können. Es wäre denkbar, mit speziellen Phagen genau die Darmbakterien abzutöten, die für unerwünschte entzündliche&nbsp;Reaktionen verantwortlich sind.&nbsp;</p>
<p><em>Dieser Text erschien zuerst in der&nbsp;<a href="https://www.rheuma-liga.de/infothek/mitgliederzeitschrift" target="_blank">Mitgliederzeitschrift "mobil"</a>, Ausgabe 1-2026. Sechs Mal im Jahr erhalten Mitglieder der Deutschen Rheuma-Liga die Zeitschrift direkt nach Hause (<a href="https://www.rheuma-liga.de/mitgliedschaft" target="_blank">jetzt Mitglied werden</a>).</em></p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Hilfe</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/_processed_/6/9/csm_Korb_mit_Gem%C3%BCse_8a609c54c0.jpg" length="0" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-4621</guid>
                        <pubDate>Tue, 12 May 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
                        <title>Rheuma-Liga: „Keine zusätzlichen Belastungen für chronisch Kranke&quot;</title>
                        <link>https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/detailansicht/rheuma-liga-keine-zusaetzlichen-belastungen-fuer-chronisch-kranke</link>
                        <description>Die Deutsche Rheuma-Liga nimmt Stellung zum Gesetzesentwurf des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="fontsize-115">Corinna Elling-Audersch, Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga, fordert die im Gesetz vorgesehenen Belastungen für chronisch Kranke nicht zu realisieren.</p>
<p>„Die Deutsche Rheuma-Liga unterstützt das Ziel der Bundesregierung, die Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung langfristig zu sichern und Einnahmen und Ausgaben in Einklang zu bringen. Hierfür sind vor allem strukturelle Reformen erforderlich, die unter Einbeziehung der Fachexpertinnen und -experten und der Betroffenen in einer sachlichen Diskussion entwickelt werden sollten.</p>
<p>Die Sichtung des Gesetzentwurfs zeigt, dass die darin vorgesehenen Maßnahmen – anders als behauptet – keinesfalls ausgewogen sind. Bei kurzfristig und notfallmäßig durchgeführten Sicherungsmaßnahmen sollte der erste Schritt primär in der Befreiung der GKV von versicherungsfremden Leistungen bestehen. So empfiehlt die FinanzKommission Gesundheit, die Bürgergeldbeziehenden als Pflichtmitglieder in der GKV zu belassen und die vom Bund gezahlten Beiträge künftig kostendeckend auszugestalten. Dieser Empfehlung kommt die Bundesregierung nicht nach. Stattdessen werden eine ganze Reihe von Maßnahmen getroffen, die die Versorgung und insbesondere die soziale Sicherung von Menschen mit chronischen Erkrankungen verschlechtern. Hiergegen wehrt sich die Deutsche Rheuma-Liga entschieden.</p>
<p>Zu den geplanten Maßnahmen gehört die Verschärfung der Regelung zur Beschränkung von Vergütungserhöhungen maximal auf das Grundlohnsummenniveau unter anderem durch eine pauschale Absenkung der Obergrenze für Erstattungen um 1 Prozent in den Jahren 2027 bis 2029, unabhängig von der Ausgangssituation und der konkreten Entwicklung der Kosten in den einzelnen Bereichen. Diese pauschale, über alle Ausgabenbereiche hinweg getroffene Regelung wird besonders die bereits bisher eher unterfinanzierten Versorgungsbereiche und nicht konkrete Überversorgung oder bestehende problematische Vergütungsanreize treffen. Es ist absehbar, dass die auf dieser Basis erfolgenden Einschränkungen von Leistungen und Abwanderungen von Fachpersonal letztlich zur Verschlechterung der Versorgung beitragen werden. Auch absehbare Belastungen durch die Ausweitung des Festbetragssystems im Bereich der Hilfsmittel werden vor allem Menschen mit chronischen Erkrankungen treffen.</p>
<p>Wir als Deutsche Rheuma-Liga fordern die Bundesregierung auf, zur kurzfristigen Stabilisierung der GKV-Finanzen als ersten Schritt die versicherungsfremden Leistungen aus Steuermitteln zu finanzieren und die erforderlichen strukturellen Reformen in einem fachlichen Diskussionsprozess zu definieren, in dem Fachexpertinnen und -experten und Betroffene gehört werden“, erklärt Elling-Audersch.</p>
<p class="fontsize-115">Lesen Sie hier die komplette Stellungnahme zum&nbsp;Entwurf eines&nbsp;Gesetzes zur Stabilisierung der Beitragssätze in der&nbsp;gesetzlichen Krankenversicherung.</p>
<p><a href="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/public/main_domain/Dokumente/Unser_Einsatz/BStabG_Stellungnahme_Deutsche_Rheuma-Liga_e.V..pdf" class="btn btn-primary" target="_blank">Zur Stellungnahme</a></p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>News</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/_processed_/3/6/csm_Corinna_Elling-Audersch_ae086ba972.jpg" length="106802" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-4629</guid>
                        <pubDate>Tue, 05 May 2026 13:22:00 +0200</pubDate>
                        <title>Wie hängen Über- und Untergewicht und Rheuma zusammen?</title>
                        <link>https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/detailansicht/wie-haengen-ueber-und-untergewicht-und-rheuma-zusammen</link>
                        <description>Viele Zusammenhänge zwischen Über- und Untergewicht und einer rheumatischen Erkrankung lassen sich inzwischen gut erklären.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Fast alle Patientinnen und Patienten bewegt die Frage, ob Ernährung eine Rolle bei <a href="/rheuma/ist-es-rheuma">rheumatischen Erkrankungen</a> spielen könnte. Darüber hinaus haben viele Betroffene Über- oder Untergewicht und fragen, ob dieser in beide Richtungen unangenehme Zustand in ihrer rheumatischen Erkrankung begründet ist. Inzwischen lassen sich viele dieser Zusammenhänge gut erklären.</p>
<h2>Energieräuber Entzündung</h2>
<p>Auf der einen Seite kann Übergewicht (Adipositas) einen negativen Einfluss auf das Fortschreiten und die Aktivität&nbsp;der rheumatischen Grunderkrankung haben. Auf der anderen Seite verbraucht eine aktive entzündlich-rheumatische Erkrankung sehr viel Energie. Viele Betroffene nehmen während entzündlicher Phasen deutlich ab und sind zudem spürbar leistungsgemindert.</p>
<p>Auf den ersten Blick scheint es, als wäre eine Kombination von Adipositas und der übermäßigen Gewichts- und Muskelabnahme, der Cachexia rheumatica, nicht möglich. Doch es gibt Zusammenhänge. Forscher weltweit widmen sich diesen Problemen. Betrachtet man das Dreigestirn Ernährung, Adipositas und Kachexie aus basiswissenschaftlicher&nbsp;Sicht, gibt es mehrere Ideen, wie diese zusammenhängen könnten. Grundlage ist ein Spannungsfeld zwischen der sogenannten Metaflammation – von Metabolismus (Stoffwechsel) und Inflammation (Entzündung), was bedeutet, dass der körpereigene Stoffwechsel Entzündungen steuert – und der Adipoflammation (Fettgewebe und Entzündung). Letzteres bedeutet, dass das Fettgewebe ebenfalls zu entzündlichen Prozessen beiträgt.</p>
<p>Aus diesem Spannungsfeld ergeben sich sichtbare Einflüsse auf die Entwicklung von rheumatischen Erkrankungen und deren Aktivität, aber auch das Ansprechen auf&nbsp;eine Therapie, etwa durch entzündungshemmende Biologika.</p>
<h2>Fett spielt wichtige Rolle&nbsp;</h2>
<p>Ein zentraler Faktor: Fette und Fettstoffwechsel&nbsp;greifen aktiv in entzündliche Vorgänge ein. Entzündetes Gewebe, bei rheumatoider Arthritis etwa&nbsp;die Gelenkinnenhaut (Synovia), benötigt sehr viel Energie, um die dort vorhandenen Gelenk- und Entzündungszellen wachsen zu lassen und (bei Unbehandelten) den danebenliegenden Knochen zu zerstören. Dauert der Entzündungsvorgang länger, führt es bei dem Gewebeabbau (Kachexie) dazu, dass unter anderem Immunzellen und Bindegewebszellen sehr viel Energie verbrauchen. Dieser gesteigerte Energieverbrauch trägt zur Leistungsminderung und zur oft sichtbaren Körpergewichtsabnahme bei. Dies wurde in mehreren Tiermodellen untersucht. Allerdings können nicht alle daran beteiligten Stoffwechselwege eins zu eins auf den Menschen übertragen werden.</p>
<p>Umgekehrt gibt es bei übergewichtigen Patientinnen und Patienten deutliche Verbindungen zum klinischen Bild und der Aktivität der <a href="/rheuma/krankheitsbilder/rheumatoide-arthritis">rheumatoiden Arthritis</a> (RA). Dabei spielt vor allem die Anregung knochenabbauender Zellen eine Rolle. Chronische Entzündungen bei RA und eine gleichzeitige Störung des Fettstoffwechsels können zu einem verstärkten und verfrühten Knochenabbau führen.</p>
<p>Nun ist Körperfett nicht gleich&nbsp;Körperfett – einiges davon braucht&nbsp;man zum Erhalt der normalen Körperfunktionen.&nbsp;Wie bei anderen Erkrankungen zählt bei der Adipoflammation vor allem das Bauchfett, insbesondere bei jungen Frauen. Deshalb sollten auch jugendliche Patientinnen unbedingt&nbsp;sportlich aktiv bleiben, um den Teufelskreis Körpergewichtszunahme, wenig Bewegung und dadurch noch mehr Körpergewichtszunahme zu vermeiden.</p>
<h2>Fett befeuert Entzündungen</h2>
<p>Wie bei allen anderen Patientinnen und Patienten führt ein Übergewicht, das deutlich die Körperfunktion beeinträchtigt, später zu einer höheren Krankheitslast. Die Grenze liegt ungefähr bei einem Body-Mass-Index (BMI) von 35. Beispiel: Bei einer Größe von 175 Zentimetern und einem Gewicht von 85 Kilo liegt der BMI bei 28, bei 110 Kilo beträgt der BMI 36. So hoch sollte&nbsp;das Körpergewicht also nicht steigen.</p>
<p>Umgekehrt hat eine Kachexie ebenfalls verschiedene Auswirkungen auf die Verläufe rheumatischer Erkrankungen, zum Beispiel der rheumatoiden Arthritis. Vor allem ist der&nbsp; Energiestoffwechsel hoch belastet, was die Leistungsfähigkeit reduziert. Viele Betroffene können daher anstrengende Tätigkeiten nicht mehr durchführen. Messen kann man das experimentell durch die erhöhte Zytokinproduktion&nbsp;von Interleukin-1, Interleukin-6 und Tumor-Nekrose-Faktor-Alpha (TNF alpha). All diese Entzündungsmoleküle dienen daher als Ziel für Medikamente, die <a href="/rheuma/therapie/medikamententherapie/basismedikamente/biologika">Biologika</a>. Gerade deshalb ist ein frühzeitiger Einsatz von Biologika gerechtfertigt. Betrachtet man das Gesamtbild der Cachexia rheumatica, kann man zusammenfassen, dass es zunächst durch die chronische Entzündung zu einem Zytokin-gesteuerten höheren Energieverbrauch kommt. Das reduziert die Leistungsfähigkeit und lässt Gelenkschäden noch deutlicher zutage<br> treten.</p>
<p>Da dann auch die Muskelmasse abnimmt und es zur <a href="/rheuma/krankheitsbilder/sarkopenie">Sarkopenie</a> kommt, also einen übermäßigen Muskelschwund, steigt letztendlich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich an. Interessanterweise lässt sich diese entzündungsbedingte Abnahme der Muskelmasse&nbsp;auch feststellen, bevor sich das Komplettbild einer rheumatoiden Arthritis entwickelt. Deshalb sollte man jede rheumatische Erkrankung so früh wie möglich behandeln.</p>
<h2>Risiko für Lebensqualität</h2>
<p>Unterernährte Betroffene oder solche, bei denen sich niedrige Eiweißwerte im Blut zeigten, hatten eine deutlich schlechtere Lebensqualität und wiesen einen schnelleren Funktionsverlust der Gelenke und des Gesamtorganismus auf. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, da der Wiederaufbau von Muskulatur mit steigendem Lebensalter deutlich schwieriger wird. Insofern ist eine Mangel- oder Fehlernährung bei älteren Patientinnen und Patienten unbedingt zu vermeiden.&nbsp;Dies betrifft aber nicht nur die&nbsp;rheumatoide Arthritis als klassische rheumatologische Gelenkerkrankung, sondern lässt sich auch bei systemischem Lupus erythematodes nachweisen,&nbsp;bei dem teilweise jeder zweite&nbsp;Betroffene ein hohes Risiko für eine&nbsp;Kachexie hat. Von diesen bleiben 18&nbsp;Prozent untergewichtig, selbst wenn Risikofaktoren wie <a href="/rheuma/therapie/medikamententherapie/kortisonpraeparate">Kortisoneinnahme</a>, Gefäßentzündungen oder Nierenbeteiligung durch eine ausreichende Medikation ausgeglichen werden.</p>
<p>Hoffnung besteht, wenn Betroffene adäquat antientzündliche Basismedikamente bekommen. Dabei zeigt sich, dass Patienten mit niedrigem BMI besser auf TNF-Hemmer ansprechen als auf die Dreifachtherapie mit Methotrexat, Sulfasalazin und Hydroxychloroquin. Bei Übergewichtigen ist dies nicht der Fall – eine Auswirkung des Fettgewebes.</p>
<p>Umgekehrt sieht die Situation bei der Psoriasis beziehungsweise <a href="/rheuma/krankheitsbilder/psoriasis-arthritis">Psoriasis-Arthritis</a> aus. Ein hoher BMI reduziert bei diesen Erkrankungen die Wirksamkeit von Interleukin-17- oder Interleukin-23-Hemmern, nicht aber die von TNF-Hemmern. Sehr ungünstig ist die Kombination von Muskelverminderung (Sarkopenie) und hohem Körpergewicht, da dann im wahrsten Sinne des Wortes die volle Last des Fettgewebes und des Körpergewichts auf viel zu wenig Muskeln lastet.</p>
<p>In dieser Situation muss unbedingt die treibende Entzündung reduziert werden, um die Situation&nbsp;langfristig zu verbessern. Viele Patientinnen und Patienten&nbsp;fragen ihre&nbsp; Rheumatologen/Rheumatologinnen, ob eine Diät, welcher Art auch immer, die Grunderkrankung verbessern&nbsp;kann. Eine Gewichtsabnahme&nbsp;bei adipösen Patienten führt auf jeden Fall zu einer Besserung der entzündlichen Aktivität und der Langzeitperspektive. Die wissenschaftliche Qualität&nbsp;weiterer Studien lässt zu wünschen übrig, weshalb man kaum Aussagen&nbsp;für einzelne Patienten treffen kann.</p>
<p>Positiv kann sich auf den Krankheitsverlauf die berühmte mediterrane Küche sowie bestimmte Nahrungsmittel mit entzündungshemmenden Bestandteilen auswirken. Allerdings sind die Effekte so gering, dass man auf die modernen, wirksamen und entzündungshemmenden Therapiekonzepte nicht verzichten kann.</p>
<h2>Auf nach Italien?</h2>
<p>Für Personen, die Gelegenheit haben, ihren Lebensmittelpunkt problemlos nach Italien verlegen zu können, gibt&nbsp;es eine kontrollierte Studie mit Pizza als Therapie. Die klassische italienische Pizza enthält – vergleichbar dem Reinheitsgebot des deutschen Bieres – neben Hefeteig nur wenige Zutaten wie Olivenöl, Zwiebeln, Salz oder Schweineschmalz. Bei Studien in Italien zu diesen Zutaten fand man eine geringe, aber signifikante Reduktion der Krankheitsaktivität bei rheumatoider Arthritis. Betrachtet man die Zutaten&nbsp;isoliert, war die Hauptwirkung auf Mozzarella, Käse und Olivenöl zurückzuführen.</p>
<p>Allerdings wird dieser Effekt außerhalb eines italienischen, ruhigen Ambientes und ohne regionale, naturbelassene Produkte mit hoher Wahrscheinlichkeit&nbsp;nicht funktionieren.</p>
<p>Zusammengefasst: Dass Stoffwechsel und Immunsystem zusammengehören und es Wechselwirkungen zwischen beiden gibt, war schon lange bekannt. Die beteiligten Stoffwechselwege und die beteiligten Zellen sowie deren Botenstoffe sind nur teilweise bekannt, können aber durch&nbsp;die modernen Medikamente neutralisiert werden. Neben der Reduktion der entzündlichen Aktivität kann man entweder eine Gewichtsabnahme bei adipösen Patienten oder eine Gewichtszunahme bei stark untergewichtigen Patienten erreichen. Dies verbessert die Langzeitperspektive deutlich. Diese Strategie sollte von den Behandlern auch allen Patientinnen und Patienten konsequent dargelegt und für eine bessere Langzeitperspektive genutzt werden.</p>
<p>Autor:&nbsp;Prof. Ulf Müller-Ladner ist Direktor der Abteilung für Rheumatologie und Klinische Immunologie der Justus-Liebig-Universität Gießen, Campus Kerckhoff, Bad Nauheim.</p>
<p><em>Dieser Text erschien zuerst in der&nbsp;<a href="https://www.rheuma-liga.de/infothek/mitgliederzeitschrift" target="_blank">Mitgliederzeitschrift "mobil"</a>, Ausgabe 1-2026. Sechs Mal im Jahr erhalten Mitglieder der Deutschen Rheuma-Liga die Zeitschrift direkt nach Hause (<a href="https://www.rheuma-liga.de/mitgliedschaft" target="_blank">jetzt Mitglied werden</a>).</em></p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Hilfe</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/_processed_/3/a/csm_Gem%C3%BCse_und_Obst_746b3595eb.jpg" length="0" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-4622</guid>
                        <pubDate>Wed, 22 Apr 2026 10:25:00 +0200</pubDate>
                        <title>Hilfe per App: Axia unterstützt bei Morbus Bechterew</title>
                        <link>https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/detailansicht/hilfe-per-app-axia-unterstuetzt-bei-morbus-bechterew</link>
                        <description>Die Axia-App soll Menschen mit Morbus Bechterew unterstützen. Der Zugang erfolgt über ein Rezept oder über die Krankenkasse. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Morgens aufwachen,&nbsp;die&nbsp;Gelenke steif, und der Gedanke an die Übungen im vollen Alltag – ein Szenario, das viele&nbsp;Menschen&nbsp;mit <a href="/rheuma/krankheitsbilder/morbus-bechterew">axialer Spondyloarthritis</a> kennen.&nbsp;An dieser Stelle setzt&nbsp;die Axia-App&nbsp;an.&nbsp;&nbsp;</p>
<p>Die digitale Gesundheitsanwendung Axia soll Menschen mit axialer Spondyloarthritis, darunter Morbus Bechterew, im Alltag unterstützen.&nbsp;Die App ist seit Februar erhältlich.&nbsp;Axia richtet sich an Betroffene in unterschiedlichen Krankheitsstadien.&nbsp;&nbsp;</p>
<p>Die App wurde gemeinsam mit der <a href="https://www.bechterew.de/" target="_blank" rel="noreferrer">Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew</a>&nbsp;und der Deutschen Rheuma-Liga&nbsp;entwickelt.&nbsp;&nbsp;</p>
<p>Die Axia-App&nbsp;ist darauf ausgelegt, Bewegungstherapie, Wissen und Selbstmanagement möglichst alltagstauglich zu verbinden. Gerade bei einer Erkrankung, bei der regelmäßige Bewegung eine wichtige Rolle spielt, kann das einen praktischen Unterschied machen.&nbsp;</p>
<h2>Bewegungsprogramme und Symptom-Tracking&nbsp;</h2>
<p>Im Mittelpunkt der Anwendung stehen individuell nutzbare Übungen, die sich an den Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer orientieren. Dazu gehören Bewegungsprogramme, Atemübungen, Wissensmodule sowie Funktionen zum Symptomtracking. Mehr als 250 Übungsvideos sollen dabei helfen, die Bewegungstherapie regelmäßig und strukturiert umzusetzen. Ergänzend kommen motivierende Elemente hinzu, die die Anwendung im Alltag erleichtern sollen.&nbsp;</p>
<p>„Digitale Gesundheitsanwendungen wie die Axia-App sind eine Chance, weil sie zeit- und ortsunabhängig genutzt werden können“, sagt&nbsp;Gerlinde Bendzuck,&nbsp;Vizepräsidentin&nbsp;der Deutschen Rheuma-Liga.&nbsp;Das ist besonders für Menschen wichtig, die ihre Therapie nicht immer direkt vor Ort begleiten lassen können. DiGAs können dabei helfen, Versorgungslücken zu überbrücken und Betroffene stärker in die eigene Behandlung einzubinden.&nbsp;</p>
<p>Bewegung ist für Menschen mit rheumatischen Erkrankungen ein wichtiger Bestandteil der Therapie. „Digitale Gesundheitsanwendungen können Betroffenen Anreize bieten, sich täglich zu bewegen“,&nbsp;sagt Marleen Kerstin, Bewegungsreferentin der Deutschen Rheuma-Liga.&nbsp;</p>
<h2>App ersetzt keine ärztliche Betreuung&nbsp;</h2>
<p>Gleichzeitig ersetzt eine App keine ärztliche Betreuung. Sie kann eine Therapie unterstützen, aber nicht an die Stelle von Diagnostik, Verlaufskontrollen oder persönlicher Beratung treten. Ihr Nutzen hängt außerdem davon ab, ob sie zur Erkrankung und zur Lebenssituation der Betroffenen passt.&nbsp;</p>
<h2>Studie am Uniklinikum Würzburg&nbsp;</h2>
<p>Die Wirksamkeit von Axia wurde am Universitätsklinikum Würzburg mit 200 Teilnehmenden&nbsp;untersucht. Dabei wurden die Teilnehmenden&nbsp;entweder der App-Nutzungsgruppe oder einer Kontrollgruppe zugelost.&nbsp;Nach zwölf Wochen regelmäßiger App-Nutzung zeigte sich bei der App-Gruppe eine reduzierte Krankheitsaktivität und weniger Schmerzen, die Funktionsfähigkeit sowie die Lebensqualität stiegen.&nbsp;</p>
<h2>App auf Rezept erhältlich&nbsp;</h2>
<p>Der Zugang zu Axia erfolgt über ein Rezept oder über die Krankenkasse. Nach der Verordnung wird die App freigeschaltet und kann dann auf dem Smartphone genutzt werden.&nbsp;&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>News</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/_processed_/1/1/csm_axia_app_a2a0758180.jpg" length="33896" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-4617</guid>
                        <pubDate>Wed, 15 Apr 2026 16:12:00 +0200</pubDate>
                        <title>&quot;Geplante BGG-Reform ist ein Rückschritt für Inklusion und Teilhabe&quot;</title>
                        <link>https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/detailansicht/geplante-bgg-reform-ist-ein-rueckschritt-fuer-inklusion-und-teilhabe</link>
                        <description>Die Deutsche Rheuma-Liga tritt für verlässliche Rechte, echte Teilhabe und eine inklusive Gesellschaft ein. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Die Deutsche Rheuma-Liga warnt eindringlich vor der geplanten Änderung des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG). Anstatt echte Fortschritte für Barrierefreiheit und Inklusion zu bringen, droht die Reform nach Angaben des Selbsthilfeverbands zentrale Rechte von Menschen mit Behinderungen spürbar zu schwächen.&nbsp;&nbsp;</p>
<h2>Vizepräsidentin&nbsp;Bendzuck: „Das BGG ist ein Rückschritt!“&nbsp;</h2>
<p>„Die geplante Reform verspielt eine wirkliche Chance für mehr echte Inklusion. Notwendige Änderungen an Gebäuden sowie an Gütern&nbsp;und&nbsp;Dienstleistungen privater Anbieter sollen pauschal als unverhältnismäßige Belastung bewertet werden. Diese Formulierung läuft dem Konzept der ‚angemessenen Vorkehrungen‘, die die UN-Behindertenrechtskonvention vorsieht,&nbsp;zuwider und diskriminiert Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen. Dieser systematische Rückschritt darf keinesfalls Gesetz werden”, erklärt Gerlinde Bendzuck, Vizepräsidentin der Deutschen Rheuma-Liga Bundesverband.&nbsp;</p>
<p>Besonders kritisch&nbsp;sei&nbsp;unter anderem die fehlende Beweislasterleichterung bei vermuteten Verstößen gegen Vorgaben zur Barrierefreiheit und die Beschränkung des Verbandsklagerechtes auf Feststellung gegenüber privaten Unternehmen. Ohne Ansprüche auf Beseitigung, Unterlassung und Schadenersatz bestünde&nbsp;für private&nbsp;Unternehmen ein viel zu geringer Anreiz, Barrieren gemäß den gesetzlichen Verpflichtungen zu beseitigen und in Barrierefreiheit zu investieren.&nbsp;</p>
<h2>BGG-Reform: Rheuma-Liga fordert Kurskorrektur&nbsp;</h2>
<p>Auch&nbsp;der private Sektor müsse&nbsp;ebenso wie der Öffentliche vollständig in das BGG einbezogen werden, damit bauliche sowie kommunikative Barrieren überall abgebaut werden fordert die Rheuma-Liga.</p>
<p>Nur so könne das Recht auf gleichberechtigte Teilhabe verwirklicht werden, zu dem sich Regierung und Parlament im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention klar bekannt haben. „Menschen mit Behinderungen brauchen nicht nur kurzfristige Hilfen, sondern dauerhafte, verlässliche Barrierefreiheit im Alltag“, erläutert Gerlinde&nbsp;Bendzuck. Die Deutsche Rheuma-Liga steht als starke Stimme für rund 17 Millionen Betroffene in Deutschland und kämpft entschieden gegen jede Verwässerung von Gleichstellungsrechten.</p>
<p>Mit Blick auf die Verhandlungen im Bundestag appelliert Bendzuck:&nbsp;„Barrieren müssen konsequent beseitigt werden. Wir stehen ein für verlässliche Rechte, echte Teilhabe und eine inklusive Gesellschaft“.&nbsp;&nbsp;</p>
<p>Alle&nbsp;Stellungnahmen&nbsp;der Rheuma-Liga gibt es auf der <a href="/unser-einsatz/interessenvertretung/stellungnahmen">Internetseite der Deutschen Rheuma-Liga</a>.</p>
<h2>Petition:&nbsp;Keine Kürzungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung</h2>
<p>In den vergangenen Monaten wurde öffentlich darüber diskutiert, die Kosten für die Eingliederungshilfe zu begrenzen. Diese Diskussionen verunsichern viele Menschen mit Behinderung, ihre Familien und Freunde zutiefst. Sie fragen sich: Wird die Unterstützung, auf die wir angewiesen sind, künftig noch ausreichen? Wird selbstbestimmtes Leben noch möglich sein?&nbsp;Der Deutsche Bundestag wird aufgefordert, keine gesetzlichen Änderungen vorzunehmen, die zu Kürzungen und Einschränkungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung - zum Beispiel durch Pauschalierungen - führen. Denn Teilhabe ist Menschenrecht.</p>
<p><a href="https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2026/_02/_27/Petition_195716.nc.html" target="_blank" class="btn btn-primary" rel="noreferrer">Zur Petition</a></p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>News</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/_processed_/9/3/csm_Parkplatz_Barrierefreiheit_3202a72918.jpg" length="1197941" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-4603</guid>
                        <pubDate>Wed, 01 Apr 2026 08:41:00 +0200</pubDate>
                        <title>Rheuma: Warum Sport gegen Entzündungen hilft </title>
                        <link>https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/detailansicht/rheuma-warum-sport-gegen-entzuendungen-hilft</link>
                        <description>Sport hilft gegen Entzündungen. Warum das so ist und wie Betroffene am besten in Bewegung kommen, verrät Prof. Philipp Sewerin.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<h2>Prof. Sewerin, die meisten Menschen mit einer <a href="/rheuma/ist-es-rheuma">entzündlich-rheumatischen Erkrankung</a> bewegen sich zu wenig – gemessen an den Empfehlungen der WHO. Warum?</h2>
<p>Das hat verschiedene Gründe. Wir haben häufig den Eindruck, dass viele&nbsp;Ärztinnen und Ärzte nur sehr zurückhaltend über die Möglichkeiten von Sport aufklären. Aber auch auf Patientenseite gibt es viele Hemmnisse. Schmerzen, besonders in akuten Phasen, führen verständlicherweise dazu, dass man sich weniger bewegt.</p>
<p>Hinzu kommen Ängste, etwas falsch zu machen oder die Gelenke zu schädigen. Das kann zu einem Teufelskreis führen:&nbsp;Bewegungsmangel führt zu Muskelabbau und Gewichtszunahme, Sport fällt dann noch schwerer – was wiederum den Bewegungsmangel verschärft. Dazu kommt, dass Bewegung früher oft mit Schmerzen&nbsp;verbunden war. Wer das einmal erfahren hat, scheut sich oft vor Bewegung.</p>
<h2>Sie sprechen in diesem Zusammenhang von Kinesiophobie. Was versteht man darunter?</h2>
<p>Kinesiophobie bezeichnet die Angst vor Bewegung. Wir sehen das bei einem Teil der Betroffenen. Sie wissen, dass Bewegung guttut, trauen sich aber nicht. Das ist ein bekanntes psychologisches Muster: Wer bei Bewegung Schmerzen erlebt hat, speichert diese Erfahrung ab und vermeidet daraufhin Bewegung, um Schmerz zu verhindern. In Studien konnten wir zeigen, dass diese Angst bei Rheumapatienten deutlich häufiger vorkommt als in der Allgemeinbevölkerung. Aber gerade bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen ist Bewegung wichtig.</p>
<h2>Was weiß man mittlerweile über die molekularen Prozesse, die Sport in Gang setzt?</h2>
<p>Als wir noch keine wirksamen Therapien gegen Rheuma hatten, war Bewegung das einzige Mittel, das wir hatten, um die Funktion von Gelenken so gut wie möglich zu erhalten. Heute wissen wir: Bewegung wirkt direkt antientzündlich. Muskelarbeit setzt sogenannte Myokine frei. Das sind Botenstoffe, die Entzündungsreaktionen hemmen. Das heißt, Bewegung ist nicht nur Training für Muskeln und Gelenke, sondern auch eine Form von antientzündlicher Therapie.&nbsp;</p>
<h2>Welche Art von Training empfehlen Sie?</h2>
<p>Am besten ist eine Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining. Myokine entstehen durch Muskelarbeit, also Krafttraining. Hinzu kommen sollte ein Ausdauertraining, das die Muskeln regelmäßig belastet. Dabei reichen schon 20 Minuten zügiges Gehen, Walken, Schwimmen oder Radfahren. Der Effekt ist da, sobald man ins Schwitzen kommt.&nbsp;</p>
<h2>Hilft Bewegung auch gegen Fatigue und Depressionen, die viele Rheumapatienten belasten?</h2>
<p>Unter <a href="/rheuma/alltag-mit-rheuma/schlaf">Fatigue</a> verstehen wir eine extreme Erschöpfbarkeit, die sich durch ausreichend Schlaf und Ruhe kaum bessert. Es ist schwierig, sie zu behandeln, weil wir noch wenig über die Ursachen wissen und fast keine Therapiemöglichkeiten haben. Sport und Bewegung bessern diese Erschöpfung oft stärker als viele Medikamente.</p>
<h2>Kann man als Rheumapatient durch Sport auch Schaden nehmen?</h2>
<p>Schaut man Leistungssportler an, kann man schon davon ausgehen, dass Sport den Gelenken schaden kann. So bekommen etwa Profifußballer&nbsp;häufiger und früher künstliche Gelenke. Sportarten wie Squash oder Tennis mit starken Start-Stopp-Bewegungen sind eher schädlich für die Gelenke. Ansonsten wirkt Bewegung&nbsp;nach dem Prinzip der richtigen Dosis.</p>
<p>Bei Rheumapatienten kommt es darauf an, das individuelle Maß zu finden: genug, um die positiven Effekte zu erreichen, aber nicht so viel, dass Überlastung oder Schmerzen entstehen. Wer gut eingestellt ist, kann praktisch jede Sportart ausüben. Ansonsten kann man gemeinsam mit Ärztinnen, Physiotherapeutinnen oder Sporttherapeuten ein angepasstes Programm entwickeln. Die wichtigste Botschaft ist: Sport ist sicher, seien Sie aktiv! Sie dürfen alles tun, was Sie gern möchten. Finden Sie für sich eine Form von Bewegung und Belastung, die Ihnen Spaß macht.</p>
<h2>Gerade zu Jahresbeginn nehmen sich viele Menschen vor, mehr Sport zu treiben. Allerdings lässt die Motivation oft schnell nach. Haben Sie Tipps, wie man dranbleibt?</h2>
<p>Der wichtigste Schritt ist, aus der Phase des „Ich sollte“ in die Phase des „Ich will“ zu kommen. Wer noch nicht&nbsp;verstanden hat, dass Bewegung wichtig ist, wird sich nur schwerlich motivieren&nbsp;lassen. Wer dagegen weiß, dass Bewegung hilft, braucht konkrete Pläne. Dazu gehören zum Beispiel feste Zeiten: Dienstags und donnerstags von 18.30 bis 19 Uhr bin ich aktiv.</p>
<p>Idealerweise überlegt man sich direkt Alternativen, etwa ein Programm für zu Hause, falls es regnet und die Walkingrunde ausfällt oder das Schwimmbad geschlossen hat. Es ist auch hilfreich, eine Sportpartnerin oder Gruppe zu suchen, wie auch die Rheuma-Liga sie anbietet. Es fällt viel schwerer, der besten Freundin abzusagen, als sich selbst abzusagen! Wissenschaftliche Studien haben übrigens nachgewiesen, dass Bewegung in der Gruppe deutlich häufiger beibehalten wird.</p>
<h2>Gerade ältere Menschen bewegen sich oft zu wenig. Gilt für sie etwas anderes?</h2>
<p>Die WHO-Empfehlung von 150 Minuten pro Woche gilt für alle – nur die Form der Bewegung muss angepasst werden. Auch mit 80 Jahren kann man aktiv sein. Jeder muss für sich&nbsp;eine individuelle Form finden. Für Rollstuhlfahrende etwa gibt es Übungen&nbsp;für die Arme. Wichtig ist, etwas zu finden, das Freude macht – das ist die beste Garantie, dranzubleiben.</p>
<h2>Spielen entzündliche Prozesse auch bei Arthrose eine Rolle – und hilft deshalb Bewegung?</h2>
<p>Arthrose galt lange als reiner Verschleiß, aber wir wissen heute, dass auch Entzündungen daran beteiligt sind. Studien zeigen bislang, dass entzündungshemmende Medikamente, die bei Rheuma zum Einsatz kommen, bei Arthrose kaum wirksam sind. Aber&nbsp;Bewegung könnte über ähnliche Mechanismen helfen – durch Stoffwechselprozesse und Myokine.</p>
<h2>Treiben Sie selbst Sport? Und wenn ja, welchen?</h2>
<p>Im Moment mache ich hauptsächlich Krafttraining und gehe joggen. Früher habe ich viel Badminton gespielt. Auch für mich gilt, das eine Kombination aus Ausdauer und Krafttraining wichtig ist. Und auch für mich gilt: Es muss Spaß machen – sonst hält man nicht durch!</p>
<p><em>Dieser Text erschien zuerst in der&nbsp;<a href="https://www.rheuma-liga.de/infothek/mitgliederzeitschrift" target="_blank">Mitgliederzeitschrift "mobil"</a>, Ausgabe 1-2026. Sechs Mal im Jahr erhalten Mitglieder der Deutschen Rheuma-Liga die Zeitschrift direkt nach Hause (<a href="https://www.rheuma-liga.de/mitgliedschaft" target="_blank">jetzt Mitglied werden</a>).</em></p>
<p><em>Prof. Philipp Sewerin ist Internistischer Rheumatologe und&nbsp;Oberarzt am Rheumazentrum Ruhrgebiet in Herne und Professor für Innere Medizin und Rheumatologie an der Ruhr-Universität Bochum. Mit ihm sprach Julia Bidder, Chefredakteurin der Mitgliederzeitschrift "mobil".</em></p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Hilfe</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/_processed_/a/7/csm_DSC_3418-3-5_f83f84e99f.jpg" length="304897" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-4596</guid>
                        <pubDate>Mon, 23 Mar 2026 14:35:00 +0100</pubDate>
                        <title>Hilfsmittel: Verordnung, Kosten, Widerspruch</title>
                        <link>https://www.rheuma-liga.de/rheuma/therapie/hilfsmittel</link>
                        <description>Ob Rollator, Kompressionsstrümpfe oder Greifzange: Viele Patientinnen und Patienten wissen nicht, welche Ansprüche sie beim Thema Hilfsmittel haben.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Hilfe</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/_processed_/d/3/csm_Hilfsmittel_bei_Rheuma_7faa59d449.jpg" length="55123" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-4450</guid>
                        <pubDate>Tue, 03 Mar 2026 12:56:00 +0100</pubDate>
                        <title>Interview: Darum ist Gesundheitskompetenz so wichtig</title>
                        <link>https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/detailansicht/interview-darum-ist-gesundheitskompetenz-so-wichtig</link>
                        <description>Was ist Gesundheitskompetenz und wie kann man sie verbessern? Das erklärt Prof. Doris Schaeffer, Seniorprofessorin für Gesundheitskompetenzforschung.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<h2>Frau Prof. Schaeffer, wie definieren Sie Gesundheitskompetenz?</h2>
<p>Der Begriff Gesundheitskompetenz hat seinen Ursprung in der internationalen Debatte über Literacy, also über Lese-, Schreib- und Rechenfähigkeiten.</p>
<p>Die Kernidee dahinter: Man benötigt nicht nur ein Mindestmaß an Lese-, Schreib- und Rechenfähigkeiten, sondern muss auch für die Bewältigung alltäglicher Lebensanforderungen gut „literarisiert“ sein. Das gilt besonders für alles, was mit Gesundheit und Gesunderhaltung zu tun hat.</p>
<p>Damit man körperlich und psychisch fit bleibt, muss man sich richtig ernähren, viel bewegen, seinen Tagesrhythmus auf die körperliche und psychische Verfassung abstellen und außerdem lernen,&nbsp; Gesundheitsgefährdungen und Krankheitsrisiken zu vermeiden. Das alles verlangt eine hohe Gesundheitskompetenz, so die deutsche Übersetzung des Begriffs Health Literacy. Darunter versteht man – grob gesagt – die Fähigkeit, mit relevanten Gesundheitsinformationen umgehen zu können.</p>
<p>Ist man in der Lage, notwendige Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen, einzuschätzen und daraus die Schlüsse zu ziehen, die nötig sind, um die eigene Gesundheit zu erhalten oder zu verbessern?</p>
<h2>Wie ist es um die Gesundheitskompetenz in Deutschland bestellt?</h2>
<p>In Deutschland ist die Gesundheitskompetenz nicht sehr gut ausgeprägt. Die Mehrheit der Bevölkerung erreicht kein befriedigendes Niveau – das haben mehrere Studien gezeigt, die wir an unserer&nbsp; Universität durchgeführt haben. Unsere zweite Erhebung aus den Jahren 2020/2021 hat das bestätigt.</p>
<p>Die neue Studie zeigt kleine Verbesserungen, was natürlich erfreulich ist. Doch insgesamt zeigen die Studien, dass über die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland erhebliche Schwierigkeiten beim Umgang mit&nbsp; gesundheitsbezogenen Informationen hat und über eine geringe Gesundheitskompetenz verfügt. Dieses Thema gehört ganz klar auf die politische Agenda.</p>
<h2>Wovon hängt Gesundheitskompetenz ab?</h2>
<p>Entscheidend sind neben den persönlichen Fähigkeiten die Umgebungsbedingungen: Fehlt es an geeigneten Gesundheitsinformationen oder&nbsp;sind diese unverständlich, qualitativ fragwürdig,&nbsp;falsch oder nicht beurteilbar, kann das die Gesundheitskompetenz beeinträchtigen. Darüber hinaus zeigen alle Studien soziale Unterschiede.&nbsp;</p>
<p>So sind Menschen aus niedrigen Sozio- und Bildungsschichten, ältere Menschen und Menschen mit mehreren chronischen Erkrankungen oft besonders herausgefordert, wenn es um Gesundheitskompetenz geht.</p>
<h2>Sollte man nicht meinen, dass ausgerechnet chronisch Kranke über eine hohe Gesundheitskompetenz verfügen?</h2>
<p>Gerade chronische Krankheiten stellen mit ihren wechselhaften Verläufen hohe Anforderungen an ein gutes Selbstmanagement, um den Krankheitsverlauf möglichst stabil zu halten, Zuspitzungen und vorzeitige Verschlechterungen zu&nbsp;verhindern, Krisen zu bewältigen und – trotz Krankheit – ein größtmögliches Maß an Lebensqualität zu sichern.</p>
<p>All das erfordert zudem einen kompetenten Umgang mit Gesundheitsinformationen, also Gesundheitskompetenz. Ist sie schlecht ausgeprägt, wirkt sich das ungünstig auf den Krankheitsverlauf und auch das Selbstmanagement der Krankheit aus. Das gilt besonders bei chronischen Mehrfacherkrankungen.</p>
<p>Es gibt mittlerweile gute Studien dazu, die diesen Zusammenhang nachweisen. Eine geringe Gesundheitskompetenz beeinträchtigt das Gesundheits- und Krankheitsmanagement. Grundsätzlich schätzen Menschen mit geringer Gesundheitskompetenz ihre Gesundheit schlechter ein und verhalten sich ungesünder – sind weniger körperlich aktiv, ernähren sich ungesünder und haben oft Übergewicht, konsumieren zudem vermehrt Tabak, Alkohol und Medikamente und nutzen dadurch das Gesundheitssystem häufiger.</p>
<p>Geringe Gesundheitskompetenz heißt außerdem meist, dass sich Betroffene nicht souverän als informierter Patient oder informierte Patientin verhalten. Das beeinträchtigt den Krankheitsverlauf.</p>
<h2>Ist es heutzutage durch das Internet nicht leichter als früher, Gesundheitsinformationen zu bekommen?</h2>
<p>Informationen sind heute zwar leichter verfügbar. Zugleich existieren aber sehr viel mehr Informationskanäle als früher. Auch die Menge an Informationen ist enorm gestiegen und wächst immer rascher.</p>
<p>Es ist daher oft schwer, die Spreu&nbsp;vom Weizen zu trennen, weil viele Infos stark von Fehl- und Falschinformationen durchsetzt sind, oder sie beinhalten versteckte kommerzielle Interessen und subtile Manipulationsabsichten. An dieser Stelle besteht nach wie vor Verbesserungsbedarf!</p>
<h2>Wie kann man die Gesundheitskompetenz fördern?</h2>
<p>Als wir vor mehr als zehn Jahren die Daten der ersten Studie zur Gesundheitskompetenz in Deutschland gesehen haben, wurde uns rasch klar, dass wir etwas unternehmen müssen. Wir gründeten umgehend eine Initiative von Expertinnen und Experten und haben mit dieser Gruppe und mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung einen Nationalen Aktionsplan Gesundheitskompetenz erarbeitet. 2018 haben wir ihn dem damaligen Gesundheitsminister Hermann Gröhe übergeben. Der Plan enthält 15 Empfehlungen&nbsp;zur Förderung der Gesundheitskompetenz.</p>
<p>Dazu gehört beispielsweise eine verbesserte Prävention, die Förderung von Gesundheitskompetenz schon in Kindergarten und Schule, aber auch am Arbeitsplatz und im Wohnumfeld. Weitere Vorschläge zielen auf die Verbesserung von Gesundheitsinformationen etwa in den Medien ab. Andere sollen dazu beitragen, das Gesundheitssystem zu verbessern, um insbesondere&nbsp;chronisch Kranken ein gesundheitskompetentes Leben zu ermöglichen.</p>
<h2>Gibt es spezifische Ansätze, die sich besonders bewährt haben, um die Gesundheitskompetenz von Menschen mit chronischen Krankheiten zu verbessern?</h2>
<p>Da sind zum Beispiel Patientenuniversitäten, also öffentlich zugängliche Veranstaltungen etwa von Universitäten, Hochschulen, Kliniken, Volkshochschulen und Bildungseinrichtungen sowie Informationsveranstaltungen der Selbsthilfe. Spezielle Selbstmanagementprogramme, wie auch die Rheuma-Liga sie anbietet, können dazu beitragen, die Gesundheitskompetenz chronisch Erkrankter&nbsp;zu verbessern. Inzwischen existieren sehr viele auf chronisch Erkrankte zugeschnittene Informationen im Internet, ebenso Podcasts, Videos et cetera.</p>
<p>Gerade hier ist viel entstanden, auch in interessanten digitalen Formaten. Ich sehe aber zwei Herausforderungen. Nach wie vor existieren aus meiner Sicht noch zu wenige Programme, die darauf&nbsp;abzielen, die Gesundheitskompetenz bei chronischer Krankheit zu fördern und die dabei auch die Herausforderungen im Blick haben, die das Leben mit mehreren dauerhaften Krankheiten mit sich bringt.</p>
<p>Zudem fehlt ein systematisches Vorgehen, in das alle Bereiche der Gesellschaft und möglichst viele Akteure eingeschlossen sind. Dazu gehört auch, das Thema Gesundheitskompetenz politisch zu verankern, getreu dem Motto: Health (Literacy) in all Policies (zu deutsch: Gesundheitskompetenz in allen politischen Bereichen).</p>
<h2>Brauchen nicht auch Angehörige oder Pflegende eine hohe Gesundheitskompetenz?</h2>
<p>Ja, unbedingt, Angehörige stellen über weite Strecken die Betreuung und Versorgung bei chronischer Krankheit sicher. Dazu benötigen sie entsprechende Informationen und Unterstützungen bei anfallenden Fragen.</p>
<p>Darüber hinaus brauchen die Angehörigen der Gesundheitsberufe eine bessere Qualifizierung, um die Gesundheitskompetenz ihrer Patientinnen und Patienten zu fördern. Dazu gehört nicht nur fachliches Know-how, sondern auch solide kommunikative Kompetenzen sowie Wissen und Fähigkeiten dazu, wie man Informationen gut vermittelt. Wir nennen dies professionelle Gesundheitskompetenz. Das ist eine weitere, bedeutende Aufgabe.</p>
<h2>Wie geht es jetzt mit dem Nationalen Aktionsplan Gesundheitskompetenz weiter?</h2>
<p>Der Nationale Aktionsplan Gesundheitskompetenz und auch später entstandene Strategiepapiere haben nach wie vor hohe Relevanz. Bleibt zu hoffen, dass die zahlreichen, darin formulierten Denkanstöße und Empfehlungen für die Umsetzung weiter auf Resonanz und vor allem auf Handlungsbereitschaft stoßen – auch in der Politik.&nbsp;</p>
<p class="fontsize-115">Prof. Doris Schaeffer, Seniorprofessorin für Gesundheitskompetenzforschung an der Universität Bielefeld. Mit ihr sprach Julia Bidder, Chefredakteurin der Mitgliederzeitschrift "mobil".</p>
<p><em>Dieser Text erschien zuerst in der&nbsp;<a href="https://www.rheuma-liga.de/infothek/mitgliederzeitschrift" target="_blank">Mitgliederzeitschrift "mobil"</a>, Ausgabe 5-2025. Sechs Mal im Jahr erhalten Mitglieder der Deutschen Rheuma-Liga die Zeitschrift direkt nach Hause (<a href="https://www.rheuma-liga.de/mitgliedschaft" target="_blank">jetzt Mitglied werden</a>).</em></p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Hilfe</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/_processed_/c/c/csm_Collage_2500x600px_RZ_web3_ab2bbe6627.jpg" length="82454" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-701</guid>
                        <pubDate>Tue, 24 Feb 2026 08:53:00 +0100</pubDate>
                        <title>Forschungspreise der Rheumastiftung: Jetzt bewerben</title>
                        <link>https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/detailansicht/forschungspreise-jetzt-bewerben</link>
                        <description>Forscherinnen und Forscher können sich für zwei Forschungspreise bewerben. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Forscherinnen und Forscher können sich für zwei Forschungspreise der Deutschen Rheumastiftung bewerben.</p>
<p>Die Deutsche Rheumastiftung schreibt zwei Forschungspreise aus. Beim Ideenwettbewerb sind Forscherinnen und Forscher aufgerufen, sich mit innovativen Forschungs<strong>ideen</strong> aus der Rheumatologie zu bewerben.</p>
<p>Der Projektpreis richtet sich an <strong>konkrete</strong> Projekte mit Ansätzen zur Heilung entzündlich-rheumatischer Erkrankungen.</p>
<h2>Projektpreis der Deutschen Rheumastiftung</h2>
<p>Die Deutsche Rheumastiftung hat den Projektpreis der Deutschen Rheumastiftung ausgeschrieben.</p>
<p>Gesucht wird ein konkretes Projekt in der Rheumatologie. Mit dem Projekt sollen das Verständnis, die Bedürfnisse oder die Wahrnehmung rheumatischer Erkrankungen und deren Folgen besser erkannt, erfasst oder erklärbar werden.</p>
<p>Die Projekte sollen mit jeweils 10.000 € gefördert werden. Es können Anträge aus den Bereichen</p><ul class="list-style"> 	<li>„Geschlechtsspezifische Unterschiede bei rheumatischen Erkrankungen“</li> 	<li>„Circadiane Rhythmen bei rheumatischen Erkrankungen“</li> 	<li>„Digitale Zwillinge in der Rheumatologie“</li> </ul><p>eingereicht werden. Einer dieser Preise ist für ein partizipatives Forschungsprojekt vorbehalten.</p>
<p>Die Ausschreibung läuft bis zum 31. Mai 2026. Bewerbungen sind zu richten an <a href="#" data-mailto-token="ocknvq,kphqBtjgwocuvkhvwpi0qti" data-mailto-vector="2">info(at)rheumastiftung.org</a>. Weite Informationen sind auf der <a href="https://deutsche-rheumastiftung.de/" target="_blank" rel="noreferrer">Internetseite der Deutschen Rheumastiftung</a> zu finden.</p>
<h2>Ideenwettbewerb für neue Wege zur Heilung von heute noch unheilbaren rheumatischen Erkrankungen</h2>
<p>Die Deutsche Rheumastiftung möchte kreativen wissenschaftlichen Ideen in der Rheumatologie Raum geben. Daher wird der Ideenwettbewerb bereits zum vierzehnten Mal ausgeschrieben. Forscherinnen und Forscher sind aufgerufen, sich mit ihren Forschungsideen aus der Rheumatologie zu bewerben.</p>
<p>Das wissenschaftliche Konzept sollte allgemeinverständlich auf maximal 5 Seiten zusammengefasst werden. Kontakt- und Versandadresse: <a href="#" data-mailto-token="ocknvq,kphqBtjgwocuvkhvwpi0qti" data-mailto-vector="2">info(at)rheumastiftung.org</a> Weitere Informationen finden Sie <a href="https://deutsche-rheumastiftung.de/foerderprojekte/ideenwettbewerb/ideenwettbewerb-2026" target="_blank" rel="noreferrer">hier</a>.</p>
<p>Einsendeschluss ist der 31. Mai 2026.</p>
<p>Die drei besten Ideen werden mit jeweils 3000 Euro ausgezeichnet. Die Rheumastiftung wird sich für die Förderung realistischer Projekte einsetzen.</p>
<h3>Zur Stiftung:</h3>
<p>Rheuma heilbar machen – das ist das zentrale Ziel der Deutschen Rheumastiftung, die von der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) und der Deutschen Rheuma-Liga gegründet wurde. Die gemeinnützige Stiftung ist die erste in Deutschland, in der sich eine wissenschaftliche Fachgesellschaft und eine Patientenselbsthilfeorganisation zusammengeschlossen haben. Die Hauptintentionen der Stiftung sind die Förderung von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Rheumatologie und die Verbesserung der Lebenssituation rheumakranker Menschen.</p>
<p class="fontsize-115">Preisverleihung 2025: Den Bericht über die Preisträgerinnen und Preisträger 2025 lesen Sie <a href="https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/detailansicht/rheuma-liga-rheumastiftung-forschungspreise-verliehen" target="_blank">hier</a>.</p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>News</category>
                            
                                <category>Auf geton anzeigen</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/_processed_/d/3/csm_Idee_b667d1bc8b.jpg" length="419697" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-2059</guid>
                        <pubDate>Mon, 23 Feb 2026 07:53:00 +0100</pubDate>
                        <title>RheumaPreis 2026: Jetzt bewerben!</title>
                        <link>https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/detailansicht/rheumapreis-2026-jetzt-bewerben</link>
                        <description>Erzählen Sie Ihre Geschichte: Gefragt sind beim RheumaPreis kreative Lösungen, die es Menschen mit Rheuma ermöglichen, berufstätig zu bleiben.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="https://rheumapreis.de/" target="_blank" rel="noreferrer">RheumaPreis</a> wird jährlich an Menschen mit einer rheumatischen Erkrankung und ihre Arbeitgeber vergeben. Ausgezeichnet werden Projekte, die es Rheuma-Betroffenen ermöglichen, berufstätig zu bleiben. Die Macher des RheumaPreises haben sich zum Ziel gesetzt, die beruflichen Chancen von Menschen mit einer Erkrankung zu verbessern.&nbsp;</p>
<p>Bereits zum 18. Mal verleiht die Initiative den RheumaPreis an Arbeitnehmende und Arbeitgebende, die mit Offenheit, Flexibilität und innovativen Ideen zur beruflichen Integration beigetragen haben.&nbsp;Bewerben Sie sich mit Ihrer Geschichte für den RheumaPreis 2026.&nbsp;</p>
<h3><strong>Wer kann sich bewerben?</strong></h3>
<p>Die Bewerbung steht allen Berufstätigen mit Rheuma offen. Bewerben können sich Rheuma-Betroffene in allen Phasen ihres Berufslebens - Auszubildende oder Studierende ebenso wie Angestellte oder Selbstständige. Auch Bewerbungen vonseiten der arbeitgebenden Betriebe sowie Team-Bewerbungen sind möglich.</p>
<h3><strong>Wie sieht eine Bewerbung aus?</strong></h3>
<p>Erzählen Sie Ihre Geschichte, schreiben Sie einen Text oder drehen Sie ein Video! Nähere Informationen zum Inhalt der Bewerbung und die Bewerbungsunterlagen sind <a href="https://www.rheumapreis.de/bewerbung/bewerbungsinformationen" title="Bewerbung RheumaPreis" target="_blank" rel="noreferrer">online</a> abrufbar. Einsendeschluss ist der 30.&nbsp;Juni&nbsp;2026.</p>
<h3><strong>Wer bewertet die Einsendungen?</strong></h3>
<p>Die&nbsp;<a href="https://rheumapreis.de/rheumapreis/jury" title="Jury RheumaPreis" target="_blank" rel="noreferrer">Jury</a> setzt sich aus Medizinerinnen und Medizinern, rheumatologischen Fachassistenten und -assistentinnen, Expertinnen und Experten für die berufliche Integration Erkrankter, Patientenvertreterinnen und -vertreter, Therapeutinnen und Therapeuten und Arbeitsmedizinerinnen - und medizinern zusammen.</p>
<h3><strong>Worauf kommt es der Jury an?</strong></h3>
<p>Die Jurymitglieder bewerten die erreichte Verbesserung für den Arbeitnehmende, die Zufriedenheit mit der beruflichen Situation und Originalität sowie Kreativität. Zudem kommt es der Jury auf die Übertragbarkeit für andere Arbeitgebende, partnerschaftliche Zusammenarbeit und die Akzeptanz im Unternehmen an.&nbsp;</p>
<p><a href="https://rheumapreis.de/" target="_blank" class="btn btn-secondary" rel="noreferrer">Zur Internetseite "RheumaPreis"</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Was gibt es zu gewinnen?</strong></h3>
<p>Das Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro erhalten die Arbeitnehmenden.&nbsp;Zudem gibt es eine Auszeichnung für die Arbeitgebenden.</p>
<h3><strong>Wer steckt hinter der Initiative RheumaPreis?</strong></h3>
<p>Alle Initiatoren und Partner, zu denen auch die Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband gehört, finden Sie <a href="https://rheumapreis.de/partner" target="_blank" rel="noreferrer">hier</a>.</p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>News</category>
                            
                                <category>Auf geton anzeigen</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/_processed_/1/b/csm_Arbeit_Schreibtisch_24a921a967.jpg" length="439047" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-2702</guid>
                        <pubDate>Mon, 23 Feb 2026 07:50:00 +0100</pubDate>
                        <title>Aktionswoche für Menschen mit seltenen Erkrankungen</title>
                        <link>https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/detailansicht/aktionswoche-fuer-menschen-mit-seltenen-rheumatischen-erkrankungen</link>
                        <description>Das Netzwerk Seltene veranstaltet vom 25. Februar bis 3. März 2026 die Aktionswoche „Selten, aber nicht allein“.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Zwei Dinge haben sehr viele Menschen mit einer seltenen rheumatischen Erkrankung gemeinsam: einen langen Weg bis zur Diagnose und die schwierige Suche nach Gleichbetroffenen. Die Deutsche Rheuma-Liga kämpft seit vielen Jahren dafür, dass sich auf beiden Gebieten etwas ändert. Immer wieder fordert der Selbsthilfeverband mehr Rheumatologinnen und Rheumatologen und macht auf den Mangel an medizinischen Versorgungsmöglichkeiten aufmerksam.&nbsp;&nbsp;</p>
<h2>Bundesweite Vernetzung&nbsp;</h2>
<p>Um Betroffene mit seltenen Erkrankungen zusammenzubringen, setzt der Verband auf Vernetzung. Im Netzwerk Seltene tauschen sich Betroffene über Bundesländergrenzen hinweg aus.</p>
<p>Zu den seltenen Erkrankungen gehören neben der <a href="/rheuma/krankheitsbilder/granulomatose-mit-polyangiitis">Granulomatose mit Polyangiitis</a> unter anderem auch der <a href="/rheuma/krankheitsbilder/systemischer-lupus-erythematodes">systemische Lupus erythematodes</a>, SAPHO-Syndrom, <a href="/rheuma/krankheitsbilder/morbus-paget">Morbus Paget</a>,&nbsp;<a href="/rheuma/krankheitsbilder/kollagenosen">Kollagenosen</a> und <a href="/rheuma/krankheitsbilder/vaskulitis">Vaskulitiden</a>. Als selten gilt eine Erkrankung, wenn höchstens fünf von 10.000 Menschen betroffen sind.&nbsp;</p>
<h2>Wissen aus eigener Erfahrung&nbsp;</h2>
<p>Vom 25. Februar bis 3. März 2026 veranstaltet die Deutsche Rheuma-Liga mit ihrem Netzwerk Seltene die Online-Aktionswoche „Selten, aber nicht allein“. Die Veranstaltungsreihe richtet sich an Menschen mit seltenen rheumatischen Erkrankungen und bietet ein vielfältiges Programm aus Expertenvorträgen, Erfahrungsberichten und interaktiven Austauschformaten.</p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>News</category>
                            
                                <category>Auf geton anzeigen</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/_processed_/5/8/csm_Vorderseite_CARD_Seltene_85e5fbecd9.png" length="665596" type="image/png"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-4525</guid>
                        <pubDate>Mon, 09 Feb 2026 08:34:00 +0100</pubDate>
                        <title>Leitlinie Kniearthrose: &quot;Kein Geld für sinnlose Maßnahmen ausgeben&quot;</title>
                        <link>https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/detailansicht/leitlinie-kniearthrose-kein-geld-fuer-sinnlose-massnahmen-ausgeben</link>
                        <description>Die aktuelle Leitlinie zur Behandlung der Kniearthrose enthält einige Neuerungen. Prof. Johannes Stöve erklärt, worauf Betroffene achten sollten.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<h2>Prof. Stöve, warum sollten sich Betroffene mit Kniearthrose mit der neuen Leitlinie beschäftigen?</h2>
<p>Betroffene sollten sich damit beschäftigen, damit sie eine sinnvolle Therapie bekommen. Die Therapiemöglichkeiten, die in der Bevölkerung und im Internet sowie von den Ärztinnen und Ärzten angeboten werden, sind nur zum Teil sinnvoll. Gerade im Internet findet man viele Dinge, die das Stadium einer Werbung nicht übersteigen. Aufgrund der Vielzahl der Angebote sind Patienten unsicher, was denn nun sinnvoll für sie ist.</p>
<p>Bei <a href="/rheuma/krankheitsbilder/arthrose">Arthrose</a> gilt das ganz besonders, weil diese sich so vielgestaltig klinisch zeigen kann. Der Patient oder die Patientin hat eine Zufälligkeit der Symptome, eine unklare Ursachenlage, ein für ihn oder sie nicht verständliches Auftreten und dann wieder Verschwinden von Schmerzen, das ist sehr verunsichernd.</p>
<p>Tatsächlich geht es auch darum, dass Patienten kein Geld für sinnlose Maßnahmen ausgeben. Und es geht natürlich vor allem um die Gesundheit – wenn man sich zum Beispiel bei einer wirkungslosen Spritze eine Infektion einfängt, schadet man dem Körper eher.</p>
<p><a href="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/public/main_domain/Dokumente/Rheuma/Patientenleitlinie_Kniearthrose_DRL.pdf" target="_blank" class="btn btn-primary">Patientenversion der Leitlinie</a></p>
<h2>Welche Neuerungen finden sich in den neuen Leitlinien?</h2>
<p>Tatsächlich eine Neuerung ist, dass die Leitlinie zu Hyaluronsäure nichts mehr aussagt. Bislang gab es dazu eine Empfehlung, jetzt nicht mehr. Die englische Leitlinie lehnt übrigens&nbsp; Hyaluronsäurespritzen als Therapie ab. So weit geht die deutsche Leitlinie nicht, aber es gibt keine explizite Empfehlung dazu.</p>
<h2>Werden Orthopädinnen und Orthopäden künftig keine Hyaluronspritzen mehr anbieten?</h2>
<p>Das muss jede Patientin und jeder Patient mit dem jeweiligen Arzt oder der Ärztin besprechen. Wir sagen wie gesagt, dass wir aufgrund der fraglichen Wirkung keine Empfehlung mehr aussprechen.</p>
<h2>Gibt es noch weitere Neuerungen?</h2>
<p>Wir haben noch eine ganze Reihe weiterer Therapien aus den Empfehlungen entfernt, weil es keine aussagekräftigen Belege für deren Wirksamkeit gibt. Dazu gehört etwa Massagetherapie, Ergotherapie, Blutegel, Phytotherapie mit Arnica oder Beinwell, die Einnahme von Glucosamin, transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS), Ultraschalltherapie, Interferenzstrom, Lasertherapie, gepulste Kurzwellentherapie oder Vibrationstherapie.&nbsp;</p>
<p>Auch zu den verschiedenen Verfahren, die zum Ziel haben, den beschädigten Knorpel wiederherzustellen, liegen keine ausreichenden Erkenntnisse vor, um sagen zu können, ob diese noch für Betroffene von Nutzen sind, die bereits eine fortgeschrittene Kniegelenksarthrose haben. Darüber hinaus wird kein routinemäßiger Einsatz von kinesiologischem Tape (oder Physio-Tape) empfohlen. Darüber hinaus ist die neue Leitlinie auf S3-Niveau und damit qualitativ deutlich hochwertiger als die vorherige S2-Leitlinie.&nbsp;Das klingt nach viel Arbeit.</p>
<h2>Wie viele Expertinnen und Experten haben wie lange daran gearbeitet?</h2>
<p>Wir waren ein Team von 25 Autorinnen und Autoren und haben zwei Jahre lang daran gearbeitet. Der Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses hat dieses Projekt mit ungefähr 400.000 Euro gefördert.</p>
<p>Die Autorinnen und Autoren haben ehrenamtlich gearbeitet, unter ihnen waren Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Fachgesellschaften sowie der Deutschen Rheuma- Liga beteiligt. Darüber hinaus haben zwei bis drei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Prinzip Vollzeit über einen Zeitraum von zwei Jahren an der Leitlinie gearbeitet. Besonders möchte ich die Arbeit von Dr. Katharina Ortwig hervorheben. Wir haben uns alle sechs bis acht Wochen getroffen, um Literatur zu diskutieren und uns abzustimmen.</p>
<p>Das war schon sehr viel Arbeit, aber es ist wichtig,&nbsp;dass für so eine ernst zu nehmende Erkrankung eine qualitativ gute Leitlinie vorliegt. Das S2-Niveau reicht nicht aus.</p>
<h2>Was können Betroffene selbst tun, um ihre Gonarthrose zu lindern? Was würden Sie als die wichtigste Maßnahme bezeichnen?</h2>
<p>Die wichtigste Maßnahme ist zum einen Aufklärung und Beratung. Betroffene müssen verstehen, was sie eigentlich haben. Sie brauchen&nbsp;Motivation, wir nennen das eine motivationale Beratung, damit sie gut mit ihrer Erkrankung umgehen können, ihr Verhalten anpassen und wissen, was sie sich zutrauen können und was nicht. Sie sollten wissen, dass sie mit dieser Erkrankung viele Jahre gut leben können, ohne dass große und teure Maßnahmen nötig sind.</p>
<h2>Welche Rolle spielt Bewegung bei der Arthrosetherapie?</h2>
<p>Eine sehr wichtige. Betroffene sollen sich regelmäßig sportlich betätigen und eigenständig Kräftigungsübungen machen. Dabei kommt es auf das richtige Maß an. Während der Übung darf es schon mal wehtun, aber nicht in der Nacht oder am nächsten Tag.</p>
<p>Es gilt, eine Aktivierung der Arthrose zu vermeiden. Außerdem sollen die Betroffenen auf ihr Gewicht achten und es gegebenenfalls reduzieren. Übungen sollten sie möglichst auf dem Land durchführen – das ist effektiver als Wassergymnastik.</p>
<h2>Wann kommt eine <a href="/rheuma/therapie/gelenkersatz">Knie-TEP</a> in&nbsp;Betracht?</h2>
<p>Die kommt in Betracht, wenn eine Patientin oder ein Patient zu viele Schmerzmittel benötigt, die zu viele Nebenwirkungen haben. Wenn jemand sowohl einen fortgeschrittenen Schaden im Gelenk hat als auch mit dem Schaden die Lebensqualität sinkt, und wenn jemand zu viele Entzündungsschübe hat (also etwa nächtliche Schmerzen) und sechs Monate konservative Therapie keine Besserung gebracht haben, dann handelt es sich um eine kniegelenksbezogene Einschränkung der Lebensqualität und man kann an eine Operation denken.</p>
<h2>Bis wann ist diese Leitlinie gültig?</h2>
<p>Bis 2029. Wir gehen davon aus, dass sich in dieser Zeit einiges tut – dann wird es wieder eine Leitlinienkommission geben, die die neuen Entwicklungen unter die Lupe nimmt und neue Empfehlungen erarbeitet.&nbsp;</p>
<p class="fontsize-115">Zur Person:&nbsp;Prof. Johannes Stöve sprach im Interview mit Julia Bidder, Chefredakteurin der Mitgliederzeitschrift "mobil", über die aktuelle Leitlinie. Der Orthopäde ist Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am St. Marienkrankenhaus in Ludwigshafen und federführender Autor der S3-Leitlinie „Kniearthrose“.</p>
<h2>Patientenvertreterinnen der Rheuma-Liga im Einsatz</h2>
<p>An der S3-Leitlinie zur Kniearthrose haben zwei Patientenvertreterinnen der Deutschen Rheuma-Liga mitgewirkt. Beide kennen dieses Problem aus eigener Erfahrung. Auch ihre Ärztinnen und Ärzte hatten ihnen in der Vergangenheit Leistungen empfohlen, die sie selbst zahlen mussten. Allerdings bekamen sie keine Informationen zu den fehlenden Studien zur Wirksamkeit, also einer Wirksamkeit über den Placeboeffekt hinaus.</p>
<p>Deshalb haben sich die Patientenvertreterinnen der Deutschen Rheuma-Liga bei der Überarbeitung dafür eingesetzt, dass nur Therapien positiv empfohlen werden, die auf handfesten Studienergebnissen beruhen. Natürlich können Patientinnen und Patienten weiterhin IGeL-Angebote in Anspruch nehmen, wenn ihr Arzt oder ihre Ärztin sie zuvor ausführlich über die Kosten, einen eventuell fraglichen Nutzen und mögliche Nebenwirkungen informiert hat.</p>
<p>Die Deutsche Rheuma-Liga hat sich zudem dafür eingesetzt, dass Ärztinnen und Ärzte, sofern gewünscht, gemeinsam mit Patientinnen und Patienten über Untersuchungen und Therapien entscheiden, also das Prinzip der gemeinsamen Entscheidungsfindung befolgen. Dies wird in der neuen Leitlinie an mehreren Stellen hervorgehoben. Außerdem wurde das Funktionstraining in die Leitlinie aufgenommen. Damit sich Betroffene selbst über die neuen Empfehlungen informieren können, haben die Patientenvertreterinnen eine laienverständliche Patientenleitlinie verfasst.</p>
<p>Das Wirken der Rheuma-Liga hat sichtbare Spuren in der S3-Leitlinie hinterlassen und wird hoffentlich dazu beitragen, dass Menschen mit Kniearthrose die bestmögliche Behandlung erhalten.</p>
<p class="fontsize-115"><em>Dieser Text erschien zuerst in der&nbsp;<a href="https://www.rheuma-liga.de/infothek/mitgliederzeitschrift" target="_blank">Mitgliederzeitschrift "mobil"</a>, Ausgabe 5-2025. Sechs Mal im Jahr erhalten Mitglieder der Deutschen Rheuma-Liga die Zeitschrift direkt nach Hause (<a href="https://www.rheuma-liga.de/mitgliedschaft" target="_blank">jetzt Mitglied werden</a>).</em></p>
<p class="fontsize-115">&nbsp;</p>
<p class="fontsize-115">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Hilfe</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/_processed_/c/6/csm_tungart7-knees-8941890_1280_1e5cd9cb44.jpg" length="104448" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-4520</guid>
                        <pubDate>Mon, 02 Feb 2026 10:49:00 +0100</pubDate>
                        <title>Rheumaforschung: Risikofaktor Angst; Ernährung; E-Zigaretten</title>
                        <link>https://www.rheuma-liga.de/unser-einsatz/rheumaforschung/aktuelles-aus-der-rheumaforschung/detailansicht/aus-der-rheumaforschung-risikofaktor-angst-ernaehrung-e-zigaretten</link>
                        <description>Prof. Stefan Schewe fasst an dieser Stelle einige Neuigkeiten und Entwicklungen aus der Rheumaforschung vom Eular-Kongress zusammen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Hilfe</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/_processed_/f/f/csm_vape-2439322_1280_6d4e77cb20.jpg" length="143906" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-4449</guid>
                        <pubDate>Mon, 26 Jan 2026 09:06:00 +0100</pubDate>
                        <title>Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs) in der Rheumatologie</title>
                        <link>https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/detailansicht/digitale-gesundheitsanwendungen-digas-in-der-rheumatologie</link>
                        <description>Es gibt mehr als 50 digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs), die Ärztinnen und Ärzte verschreiben können. Wie ist der Stand in der Rheumatologie?</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Die Rheumatologie steht vor großen Herausforderungen: Der Mangel an Fachärztinnen und Fachärzten sowie die wachsende Zahl an Betroffenen führen zu einem zunehmenden Versorgungsengpass.</p>
<p>Besonders bei Lebensstilmodifikationen wie Ernährungsumstellung, mehr Bewegung ins Leben zu bringen oder Abnehmen sind Patientinnen und Patienten oft auf sich allein gestellt.</p>
<p>DiGAs bieten für dieses Problem eine vielversprechende Lösung, indem sie Betroffene gezielt bei der Anpassung ihres Lebensstils unterstützen und motivieren.</p>
<p>Sie ermöglichen einen orts- und zeitunabhängigen Zugang zu evidenzbasierter Therapie.</p>
<h2>Was sind DiGAs?</h2>
<p>DiGAs sind medizinische Apps, die Patientinnen und Patienten bei der Behandlung und dem Management von Erkrankungen unterstützen. Sie sind offiziell zugelassene digitale Medizinprodukte, die ihre medizinische Wirksamkeit und Sicherheit nachweisen müssen, um ins Verzeichnis erstattungsfähiger DiGAs des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte<br> (BfArM) aufgenommen zu werden. Eine aktuelle Übersicht über die zunehmende Anzahl an verordnungsfähigen DiGAs und die relevanten Informationen gibt es im Internet.</p>
<p>Das Verzeichnis ist vergleichbar mit herkömmlichen App-Stores und bietet verschiedene Filteroptionen zur gezielten Suche. Es gibt beispielsweise DiGAs zur Rauchentwöhnung, zur Gewichtsreduktion oder zum Alkoholverzicht, gegen Rückenschmerzen, gegen chronische Schmerzen, Stress, Depressionen oder Einschlafstörungen.</p>
<h2>Verordnung oder Genehmigung: der Weg zur DiGA</h2>
<p>Der Zugang zu einer DiGA ist in Deutschland auf zwei Wegen möglich. Erstens können Ärztinnen, Ärzte,&nbsp; psychotherapeutinnen oder Psychotherapeuten eine DiGA bei entsprechenden Diagnosen verschreiben. Die Verordnung ist aktuell ironischerweise nur auf einem Papierrezept möglich, das Betroffene bei ihrer Krankenkasse einreichen.</p>
<p>Diese stellt dann einen Aktivierungscode aus, mit der die DiGA freigeschaltet werden kann. Dann kann die Nutzung starten. Die meisten DiGAs sind zunächst für drei Monate freigegeben. Danach wird individuell entschieden, ob ein Folgerezept sinnvoll ist. Ebenfalls haben Patientinnen und Patienten die Möglichkeit, eine DiGA direkt bei ihrer Krankenkasse zu<br> beantragen, ohne ärztliche Verordnung.</p>
<p>Die Krankenkasse prüft dann, ob die medizinischen Voraussetzungen – meist die Diagnose – für die Nutzung erfüllt sind und genehmigt die DiGA gegebenenfalls.</p>
<h2>Gibt es DiGAs für rheumatische Erkrankungen?</h2>
<p>Die Zahl der DiGAs wächst stetig. Auch für entzündlich-rheumatische Erkrankungen sind neue DiGAs in der Entwicklung.<br> Derzeit gibt es zwar noch keine zugelassene spezifische DiGA für Erkrankungen wie <a href="/rheuma/krankheitsbilder/rheumatoide-arthritis">rheumatoide Arthritis</a> oder <a href="/rheuma/krankheitsbilder/systemischer-lupus-erythematodes">Lupus</a> (Stand: Januar 2026). Doch erste Studien zeigen vielversprechende Ergebnisse und eine Zulassung ist beantragt.</p>
<p>Zu den künftigen möglichen DiGAs gehören etwa die App Axia, eine Bewegungstherapie für Betroffene&nbsp;mit <a href="/rheuma/krankheitsbilder/morbus-bechterew">axialer Spondyloarthritis</a>. Außerdem sind Web-Apps zur Reduktion von psychischer Belastung in der Entwicklung, etwa Reclarit und VilaRavie.</p>
<h2>Nutzen Betroffene bereits DiGAs?</h2>
<p>Eine erste Studie mit 191 Patientinnen und Patienten zeigte, dass eine Vielzahl Rheumabetroffener bereits DiGAs erhalten haben und viele davon profitieren. Die große Mehrheit der Patientinnen und Patienten nutzte die DiGA mindestens einmal pro Woche. 81 Prozent der Betroffenen gaben an, dass die DiGA einfach nutzbar war.</p>
<p>Etwa die Hälfte der Nutzerinnen und Nutzer gab eine Verbesserung durch die DiGANutzung an. Die drei DiGAs, bei denen der höchste Prozentsatz an Betroffenen&nbsp;eine Verbesserung der Symptome berichtete, waren Kaia Rückenschmerzen (neun von elf Betroffenen – 82 Prozent), gefolgt von Oviva (Gewichtsreduktion; fünf von acht Betroffenen – 63 Prozent) und Vivira (Rückenschmerzen);&nbsp;15 von 25 Betroffenen – 60 Prozent).</p>
<p>Eine aktuelle randomisierte kontrollierte Studie untersuchte die Wirksamkeit der DiGA Vivira für Betroffene mit Spondyloarthritis. In der Studie wurden 59 Patientinnen und Patienten mit chronischem Rückenschmerz&nbsp;entweder mit Vivira oder mit klassischer Physiotherapie behandelt. Die&nbsp;Ergebnisse nach zwölf Wochen zeigten, dass die Vivira-Gruppe eine deutliche Verbesserung der Beweglichkeit verzeichnen konnte, während sich diese in der Physiotherapie-Gruppe verschlechterte.</p>
<p>Ein Großteil der Betroffenen, etwa zwei Drittel, gab an, die DiGA nach der Studie weiter nutzen zu wollen.</p>
<h2>Vorteile von DiGAs und Herausforderungen</h2>
<p>Durch Interviews mit Betroffenen, Rheumatologinnen und Rheumatologen sowie Herstellern wurden wahrgenommene Vorteile und Barrieren systematisch erarbeitet.</p>
<p>Insbesondere die flexible Nutzung und Effizienz wird als Vorteil wahrgenommen, da die Anwendungen jederzeit und ortsunabhängig genutzt werden können. Dies ermöglicht es Patientinnen und Patienten, ihr Training oder ihre Therapie in den Alltag zu integrieren, ohne auf feste Termine angewiesen zu sein. Darüber hinaus schätzen viele die Benutzerfreundlichkeit und die Möglichkeit, auf personalisierte Behandlungsprogramme zuzugreifen.</p>
<p>Trotz dieser Vorteile bestehen jedoch auch einige Herausforderungen und Barrieren, die die breite Anwendung von DiGAs erschweren. Ein zentrales Problem ist die fehlende persönliche Anleitung, insbesondere bei Bewegungsübungen. Viele Patientinnen und Patienten gaben an, sich bei der Ausführung von Übungen unsicher zu fühlen, da die meisten Apps keine&nbsp;direkte Korrektur oder ein individuelles Feedback bieten.</p>
<p>Einzelne DiGAs wie Kaia Rückenschmerzen ermöglichen durch die Smartphone-Kamera ein direktes Feedback. Ein weiteres Hindernis stellt der zeitaufwendige Verschreibungsprozess dar. Viele Ärztinnen und Ärzte sind mit den Anwendungen nicht ausreichend vertraut. Überdies fehlen struktu rierte Informationen zur Eignung und Wirksamkeit einzelner DiGAs. Auch die Ausstellung von Aktivierungscodes durch die Krankenkassen führt häufig zu Verzögerungen, was dazu führt, dass Betroffene erst nach mehreren Wochen Zugang zur App erhalten.</p>
<p>Zusätzlich zur administrativen Herausforderung zeigt sich, dass es vielen Patientinnen und Patienten schwerfällt, die DiGA regelmäßig zu nutzen. Viele beginnen dabei motiviert mit der Anwendung, doch nach wenigen Wochen lässt die Nutzung nach. Dies liegt zum Teil an fehlenden Erinnerungsfunktionen, mangelnder Motivation oder einer stabilisierten Symptomatik,<br> die das subjektive Bedürfnis nach der Nutzung reduzieren.</p>
<h2>Fazit: neue Möglichkeiten auch für die Rheumatologie</h2>
<p>DiGAs erweitern die Möglichkeiten für Patientinnen und Patienten, ihre Gesundheit eigenständig zu managen. Erste Daten sind vielversprechend, viele Begleiterkrankungen lassen sich bereits effektiv adressieren. Zudem sind die ersten Zulassungen für DiGAs bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen in naher Zukunft zu erwarten.</p>
<p class="fontsize-115">Autor:&nbsp;PD DR. Johannes Knitza.&nbsp;Der Internistische Rheumatologe ist stellvertretender Leiter und Oberarzt am Institut für Digitale Medizin am Universitätsklinikum Marburg.</p>
<p class="fontsize-115"><em>Dieser Text erschien zuerst in der&nbsp;<a href="https://www.rheuma-liga.de/infothek/mitgliederzeitschrift" target="_blank">Mitgliederzeitschrift "mobil"</a>, Ausgabe 4-2025. Sechs Mal im Jahr erhalten Mitglieder der Deutschen Rheuma-Liga die Zeitschrift direkt nach Hause (<a href="https://www.rheuma-liga.de/mitgliedschaft" target="_blank">jetzt Mitglied werden</a>).</em></p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Hilfe</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/_processed_/1/4/csm_App_Smartphone_6d731f2368.jpg" length="121505" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-4380</guid>
                        <pubDate>Mon, 12 Jan 2026 07:55:00 +0100</pubDate>
                        <title>Sturzangst – und was dagegen hilft</title>
                        <link>https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/detailansicht/sturzangst-und-was-dagegen-hilft</link>
                        <description>Stürze im höheren Lebensalter sind häufig und ziehen oft gravierende Folgen nach sich. Wie kann man sie verhindern?</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Ein Sturz ist definiert als ein unerwartetes Ereignis, bei dem eine Person auf dem Boden beziehungsweise auf einer tieferen Ebene zum Liegen kommt. Etwa jeder dritte Mensch über 65 und jeder zweite&nbsp;über 80 Jahren, der zu Hause lebt, stürzt mindestens einmal pro Jahr.</p>
<p>Die Häufigkeit von Sturzereignissen steigt mit zunehmendem Lebensalter deutlich an, und zwar alle zehn Jahre um etwa zehn Prozent.</p>
<h2>Folgen von Stürzen</h2>
<p>Die Folgen eines Sturzes können schwerwiegend sein. Chirurgische Folgen treten bei etwa zehn Prozent der Stürze auf, etwa Knochenbrüche, aber auch Zerrungen, Verstauchungen, Weichteilverletzungen und Blutungen.</p>
<p>Letzteres gilt unter anderem für Blutungen innerhalb des Schädels, vor allem, wenn jemand Butverdünner einnimmt. Aber auch psychische Folgen dürfen nicht unterschätzt werden. Bis zu 80 Prozent der Betroffenen, die schon einmal oder mehrmals gestürzt sind, leiden an Sturzangst oder Fallangst. Damit handelt es sich um die häufigste Sturzfolge.</p>
<p>Eine besonders traumatisierende und oft mit weiteren schwerwiegenden Komplikationen einhergehende Sturzfolge ist das Syndrom des langen Liegens bei Personen, die nach einem Sturz nicht wieder allein aufstehen können. Dazu gehört etwa der Zerfall der Muskelfasern (Rhabdomyolyse), der mit akutem Nierenversagen einhergehen kann. Weitere typische Folgen sind Wundliegen sowie Lungenentzündungen.</p>
<p>Jede vierte Person&nbsp;reduziert nach einem Sturzereignis ihre&nbsp;körperliche Aktivität, was mit Einschränkungen im täglichen Leben, einer Zunahme der Pflegebedürftigkeit und mit verminderter Lebensqualität einhergeht.</p>
<h2>Einschätzung des Sturzrisikos</h2>
<p>Um gemeinsam mit dem behandelnden Arzt oder der Ärztin das individuelle Sturzrisiko zu ermitteln und Risikofaktoren&nbsp;anschließend behandeln zu können, helfen die Antworten auf diese drei Fragen:</p><ul class="list-style"> 	<li>Ist die betroffene Person in den vergangenen zwölf Monaten gestürzt?</li> 	<li>Fühlt sich die betroffene Person beim Gehen oder Stehen unsicher?</li> 	<li>Hat die betroffene Person Bedenken, zu stürzen?</li> </ul><p>Lautet die Antwort auf eine oder mehrere Fragen ja, sollte zeitnah eine ärztliche Abklärung einschließlich körperlicher&nbsp;Untersuchung, Medikamentenanamnese und gegebenenfalls Labortests und apparativer Diagnostik&nbsp;erfolgen. Das sogenannte Geriatrische Assessment beinhaltet eine strukturierte Einschätzung des Sturzrisikos. Dabei erfolgt die Beurteilung von<br> Gang, Balance und Muskelkraft durch standardisierte Tests.</p>
<p>Ein häufig genutzter Test ist der „Timed Up &amp; Go“-Test (TUG), bei dem Gangbild, Stabilität und Gelenkfunktion beurteilt werden. Neuerdings ist dieser Test auch als kostenlose App für Ihr Smartphone verfügbar.</p>
<p>Um die Muskelkraft der unteren Extremitäten (insbesondere&nbsp;der Hüftmuskulatur) zu testen, bietet sich der sogenannte&nbsp;Five-Chair-Rise-Test an. Dabei wird die&nbsp;Zeit gemessen, die eine Person benötigt, um fünfmal hintereinander von einem Stuhl aufzustehen und sich&nbsp;wieder hinzusetzen, ohne sich dabei&nbsp;mit den Armen abzustützen.&nbsp;</p>
<h2>Risikofaktoren aufspüren</h2>
<p>Die gute Nachricht zuerst: Auf viele Sturzrisikofaktoren im höheren Lebensalter können Sie einen positiven Einfluss&nbsp;nehmen! <a href="/rheuma/krankheitsbilder/sarkopenie">Sarkopenie</a> etwa betrifft zum Beispiel ein Viertel aller Menschen über 80 Jahren. Der Verlust an Muskelmasse, Muskelkraft und Muskelfunktion erhöht das Risiko für Stürze etwa vierfach. Sarkopenie hat zwei Hauptursachen: mangelnde körperliche Bewegung und mangelnde Eiweißzufuhr über die Nahrung.</p>
<p>Körperliches Training und eine eiweißreiche Ernährung können dem entgegenwirken. Einer bestehenden Sturzangst muss entgegengewirkt werden. Sie führt häufig zu einem Teufelskreis aus weniger Bewegung und daraus resultierendem Muskelabbau, der wiederum weitere Stürze begünstigt. Auch Sehprobleme sind eine häufige Sturzursache. Darüber hinaus ist ebenso eine Urininkontinenz mit einem erhöhten Risiko für Stürze assoziiert.</p>
<p>Durch den „Druck“, es rechtzeitig auf die Toilette zu schaffen, geraten ältere Menschen in Stress und stürzen vermehrt. Eine sorgfältige Abklärung und Behandlung sowie eine angemessene Versorgung mit Hilfsmitteln, etwa mit Inkontinenzmaterialien, kann das Sturzrisiko senken. Für Rheumabetroffene ist die Diagnostik und Therapie von etwaigen Fußproblemen besonders wichtig. Schuhe mit niedrigen Absätzen und viel Sohlen-Boden-Kontakt können die Sturzgefahr senken.</p>
<h2>Sturzsicheres Zuhause</h2>
<p>Die meisten Stürze passieren zu Hause im vertrauten Umfeld. Stolperfallen sollten möglichst ausgeräumt werden – dabei kann die Ergotherapeutin oder der Ergotherapeut bei einem Hausbesuch helfen. Alternativ stellen auch manche Sanitätshäuser hierfür qualifizierte Mitarbeitende zur Verfügung.</p>
<p>Ihr Arzt/Ihre Ärztin sollte im Rahmen der Abklärung von Sturzursachen und der Sturzrisikobeurteilung ein besonderes Augenmerk auf Erkrankungen legen, die mit einem erhöhten Sturzrisiko assoziiert sind. Dazu zählen neben Knochen- und Gelenkerkrankungen insbesondere neurodegenerative Erkrankungen wie Parkinson-Syndrome&nbsp;und Demenzen, Polyneuropathien, Herzrhythmusstörungen und Blutdruckregulationsstörungen.</p>
<h2>Medikamente im Blick halten</h2>
<p>Wichtig ist eine gründliche Medikamentenanamnese im Hinblick auf Arzneimittel, die die Sturzneigung fördern können. Medikamente wie Antidepressiva, Antipsychotika und auch frei verkäufliche Schlafmittel können Benommenheit, Koordinationsstörungen und Veränderungen der Muskelspannung bewirken und Stürze begünstigen.</p>
<p>Eine zu strenge medikamentöse Einstellung von Blutdruck und Blutzucker können allerdings&nbsp;auch Stürze begünstigen, weil unter Umständen Blutdruck oder Blutzucker zu niedrige Werte erreichen.</p>
<h2>Aktiv werden gegen Stürze</h2>
<p>Regelmäßiges körperliches Training, das gleichermaßen Muskelkraft, Gleichgewicht, Koordination und Ausdauer verbessert, ist die Basis der Sturzprävention. Die Aufrechterhaltung eines aktiven Lebensstils ist dabei essenziell. Als Orientierung gilt, dass auch ältere Menschen mindestens 6.000 bis 7.000 Schritte pro Tag laufen sollten – alternativ möglichst vier Kilometer Gehstrecke am Tag oder mehr als 80 Minuten Gehzeit am Tag. Apps oder&nbsp;ein Schrittzähler helfen dabei, das Pensum zu kontrollieren.</p>
<p>Wer sich einer Sport- oder Bewegungsgruppe anschließt, bleibt meist einfacher in Bewegung, weil es in Gesellschaft leichter fällt, den inneren Schweinehund zu zähmen. Sturzpräventionsprogramme gibt es auch an manchen geriatrischen Kliniken. Häufig gibt es Informationen dazu bei der eigenen Krankenkasse.</p>
<p><strong>Autoren:&nbsp; &nbsp;</strong></p>
<p class="fontsize-115">PD Dr. Sandra Schütze&nbsp;ist Chefärztin der Medizinisch-Geriatrischen Klinik, Agaplesion Frankfurter Diakonie Kliniken, Rani D'Cruz und Dr. Oliver Habich sind dort Oberärzte.</p>
<p class="fontsize-115"><em>Dieser Text erschien zuerst in der&nbsp;<a href="https://www.rheuma-liga.de/infothek/mitgliederzeitschrift" target="_blank">Mitgliederzeitschrift "mobil"</a>, Ausgabe 3-2025. Sechs Mal im Jahr erhalten Mitglieder der Deutschen Rheuma-Liga die Zeitschrift direkt nach Hause (<a href="https://www.rheuma-liga.de/mitgliedschaft" target="_blank">jetzt Mitglied werden</a>).</em></p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Hilfe</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/_processed_/0/e/csm_human-874979_1280_7b6301c0a2.jpg" length="153497" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-4448</guid>
                        <pubDate>Mon, 05 Jan 2026 07:59:00 +0100</pubDate>
                        <title>Künstliche Intelligenz in der Rheumaforschung</title>
                        <link>https://www.rheuma-liga.de/unser-einsatz/rheumaforschung/aktuelles-aus-der-rheumaforschung</link>
                        <description>Künstliche Intelligenz hilft am Deutschen Rheuma-Forschungszentrum dabei, die Entstehung von Rheuma zu entschlüsseln. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>News</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/_processed_/a/3/csm_technology-7111800_1280_6aa56aac33.jpg" length="159681" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-4379</guid>
                        <pubDate>Fri, 19 Dec 2025 09:36:00 +0100</pubDate>
                        <title>Hüftarthrose: Beweglichkeit erhalten, Schmerzen lindern</title>
                        <link>https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/detailansicht/hueftarthrose-beweglichkeit-erhalten-schmerzen-lindern</link>
                        <description>Wie sieht die konservative Therapie der Hüftarthrose aus, welchen Stellenwert haben Physiotherapie und andere Maßnahmen? </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="/rheuma/krankheitsbilder/arthrose">Arthrose</a> ist weltweit die häufigste Gelenkerkrankung. In Deutschland leidet fast die&nbsp;Hälfte der Frauen und ein Drittel der Männer über 65 Jahren an Arthrose. Oft sind Hüfte und Knie betroffen, da&nbsp;dies die großen gewichtstragenden Gelenke sind, die ständig durch Gehen und Stehen beansprucht werden.</p>
<p>Die Schmerzen bei Arthrose verlaufen typischerweise wellenförmig. Damit ist gemeint, dass es Phasen von vermehrten Schmerzen gibt und dann wieder Phasen verminderter Schmerzen, in denen Betroffene das trügerische Gefühl haben, dass die Beschwerden besser geworden sind.</p>
<p>Schmerzphasen werden typischerweise ausgelöst durch Überlastungen, bei der Hüfte zum Beispiel bei längeren Wegstrecken auf unebenem Grund, vermehrtem Stehen oder auch sportlicher Belastung, vor allem mit schnellem Richtungswechsel, Stop-and-Go und Sprungbelastung.</p>
<p>Ziel der konservativen Behandlung ist es, möglichst gut das schmerzarme Intervall zu bewahren.</p>
<h2>Andere mögliche&nbsp;Ursachen abklären</h2>
<p>Zur spezifischen Symptomatik einer Hüftarthrose gehören der Anlauf- und der Belastungsschmerz. Typischerweise schmerzen die ersten Bewegungen der Hüfte nach dem Aufstehen am Morgen oder auch nach dem Sitzen und sodann wieder, wenn eine andauernde Gehoder Stehbelastung stattgefunden hat. Ganz besonders treten Schmerzen nach einer Überbeanspruchung auf, etwa nach einer ungewohnt langen oder intensiven Belastung.</p>
<p>Dabei spüren Betroffene die Schmerzen in der Regel in der Leiste. Ausstrahlungen zum Knie und auch ins Kreuz sind bei fortgeschrittenen Arthrosen typisch. Den Leistenschmerz kann man sich durch den Erguss mit Schwellung der Kapsel und somit Dehnung der Strukturen vorstellen und natürlich wegen der mechanischen Beanspruchung des abgenutzten Hüftgelenkes. Mit zunehmender Arthrose ist der Bewegungsumfang eines Gelenkes mehr und mehr eingeschränkt.</p>
<p>Bei der Hüfte bemerkt man dies dadurch, dass das Bein beispielsweise nicht mehr so weit abzuspreizen ist oder auch die Verdrehbewegung nach innen und außen nur noch gering möglich ist. Unbemerkt bleibt oft die Einschränkung in Streckung des Hüftgelenkes. Manchmal wird deutlich, dass das betroffene Bein&nbsp;im Kniegelenk gebeugt erscheint, weil der Oberschenkel nicht vollständig gestreckt werden kann.</p>
<h2>So macht sich eine Hüftarthrose bemerkbar</h2>
<p>Oft ist es aber so, dass Betroffene ihre Beine durchdrücken, um stabil auf dem Boden zu stehen. Dann gerät aber das Becken in Vorneigung. Infolgedessen entsteht ein Hohlkreuz. Der Bauch erscheint weiter vorgewölbt, als er eigentlich ist. Mit dem Hohlkreuz treten in typischer Weise Schmerzen im Kreuz auf. Deswegen ist es auch so wichtig, bei Rückenbeschwerden immer auch die Hüftgelenke zu untersuchen, bevor man Injektionen oder gar Operationen durchführt.&nbsp;Mit der Bewegungseinschränkung&nbsp;können sich Muskeln verkürzen oder&nbsp;verkümmern. Die Gelenkkontraktur ist muskulär bedingt. Dann finden sich Verhärtungen, beispielsweise an der Innenseite des Oberschenkels.</p>
<p>Eine&nbsp;weitere Begleiterscheinung oder Differenzialdiagnose ist die Reizung des Schleimbeutels auf dem großen Rollhügel, die Bursitis trochanterica. Hierbei treten meist Druckbeschwerden&nbsp; beim Liegen auf der Hüfte auf, wobei der Schmerz schon beim Abtasten im äußeren Bereich am Oberschenkelknochen festzustellen ist.</p>
<p>Wichtige radiologische Differenzialdiagnosen sind die Femurkopfnekrose mit der lokalen Durchblutungsstörung im Hüftkopf sowie die transiente Osteoporose. Darunter versteht man eine Ausdünnung des körpernahen Oberschenkelknochens. Mithilfe der Kernspintomografie kann beides gut diagnostiziert werden. Je nach Stadium einer Hüftkopfnekrose kann gelenkerhaltend operiert werden, zum Beispiel, indem man mit Drähten den nicht durchbluteten Herd anbohrt und zugleich eine Therapie zur Durchblutungsverbesserung und zum Knochenaufbau durchführt.</p>
<p>Bei der transienten <a href="/rheuma/krankheitsbilder/osteoporose">Osteoporose</a> findet sich in der Kernspintomografie eine fleckförmige Durchblutungsstörung, die&nbsp;bis in den Bereich der Rollhügel reicht. Hier ist eine medikamentöse Therapie wichtig. Weitere Differenzialdiagnosen können auch ein Leistenbruch, ein Darmdivertikel oder gar Wirbelsäulenveränderungen&nbsp;im oberen Lendenwirbelsäulenbereich sein, sodass Strukturen weit außerhalb des Hüftgelenkes den Schmerz in diese Region projizieren.</p>
<h2>Können Hausmittel Schmerzen lindern?</h2>
<p>Da das Hüftgelenk in der Tiefe liegt und gut von Weichteilen umgeben ist, von Muskeln und Fett, kann Kälte&nbsp;nicht zur Abschwellung führen, so wie dies beim Kniegelenk leicht möglich ist. Die Fettschicht isoliert gegenüber der Kühlung, und der Weg in die Tiefe ist zu lang. Entsprechend können auch keine Gele oder Salben als abschwellende Maßnahmen wirkungsvoll eingesetzt werden.</p>
<p>Wenn es um die Milderung der sekundären muskulären Verspannung geht, ist Wärme gut anzuwenden. Dies sorgt für eine Mehrdurchblutung und damit Entspannung der Muskulatur.</p>
<h2>Welche Maßnahmen kann der Arzt durchführen?</h2>
<p>Injektionen in das Hüftgelenk sind sehr aufwendig. Um sicher zu sein, dass man das Gelenk in der Tiefe erreicht, muss die Nadel unter einem Bildwandler&nbsp;(Röntgengerät) positioniert werden und mit Kontrastmittel bestätigt werden, dass die Kanüle im Gelenk liegt. Dann erst kann die Substanz injiziert werden. Entsprechend sind Spritzen-Serien&nbsp;mit Knorpelpräparaten schlecht durchzuführen. Üblicherweise nutzt man die einzelnen Injektionen dazu, um mit Kortison und Lokalanästhetikum etwas gegen die Schwellung der&nbsp;Schleimhaut (Synovialis) zu machen. So kann die Reizung im akuten Stadium der Arthrose reduziert werden.</p>
<h2>Gibt es Hilfsmittel für Hüftarthrose?</h2>
<p>Eine Entlastung des Hüftgelenkes erreicht man nur durch eine Abstützung mit den Armen, also beispielsweise durch den Gebrauch von Gehstützen&nbsp;oder einem Rollator. Dies schränkt aber erheblich die Mobilität ein und sollte daher nicht als Standardbehandlung durchgeführt werden. Um den Belastungsdruck beim Auftreten zu reduzieren, empfiehlt es sich, einen weichen Absatz (Pufferabsatz) oder ein Fersenkissen im Schuh zu verwenden. Damit kann die&nbsp;Belastung maßgeblich reduziert werden.</p>
<p>Generell sind weiche Sohlen günstig. Man muss aber darauf achten, dass der Fuß fest im Schuh gefasst wird und nicht im Schuh „schwimmt“. Die Schuhe dürfen also nicht zu groß sein und müssen auch den Rückfuß an der Ferse gut umschließen. Im Vorfußbereich kann insbesondere bei Spreizfüßen eine Weichbettung sinnvoll sein, wenn zugleich Druckbeschwerden unter den mittleren Mittelfußköpfchen vorliegen. Prinzipiell ist darauf zu achten, dass der Abtritt vom Boden nicht zu weich ist und dadurch das Gehen mühsamer und instabil wird. Hüftbandagen oder Polster gegen Stürze finden im Allgemeinen keine Akzeptanz.</p>
<h2>Physiotherapie unter Anleitung und in Eigenregie</h2>
<p>Die Physiotherapie hat je nach Ausprägung der Arthrose und der eingetretenen muskulären Veränderungen&nbsp;verschiedene Zielrichtungen. Wichtig&nbsp;ist, dass immer die Koordination trainiert wird, also die Bewegungsabläufe, die durch Muskelketten das Zusammenspiel der verschiedenen&nbsp;Muskeln gewährleisten, die vom Rücken bis ins Bein ziehen. Dazu gibt es eine Reihe von einfachen Übungen, die gut erlernt werden können und dann auch in Eigenregie fortgeführt werden sollten.</p>
<p>Außerdem kann je nach Zustand der Muskulatur mehr gedehnt, gekräftigt&nbsp;oder auch gelockert werden. In meinem „Ratgeber Hüfte“ habe ich gemeinsam mit der Physiotherapeutin Anne Toffel Übungen so zusammengestellt, dass Sie diese mit Ihren Physiotherapeuten durchgehen und erlernen sollten und dann eigenständig zu Hause fortführen. Die Verbesserung der Beweglichkeit,&nbsp;die Stabilisierung durch die Muskulatur und die kontrollierten Bewegungsabläufe sind wichtige Elemente, um mit einer Arthrose des Hüftgelenkes besser zurechtzukommen. Deswegen wird die Übungsbehandlung als die wichtigste Maßnahme der konservativen Behandlung bei einer Hüftarthrose eingestuft.</p>
<p>Um Betroffenen ein systematisches Aufbauprogramm an die Hand zu geben, entwickeln wir ein webbasiertes Trainingsprogramm für das Hüftgelenk,&nbsp;das künftig über die Zentrale Prüfstelle Prävention zur Verfügung stehen wird und dann bei allen Krankenkassen genutzt werden kann. Nur Kurse der Zentralen Prüfstelle Prävention haben eine Zertifizierung, sind also geprüft.</p>
<h2>Arthroseschmerz gezielt therapieren</h2>
<p>In der Phase einer aktivierten, also akuten Arthrose, ist zudem eine gezielte&nbsp;Schmerztherapie sinnvoll. Dabei reichen&nbsp;die Therapiemöglichkeiten von einfachen Schmerzmitteln, die frei verkäuflich sind, bis hin zu starken Präparaten, die vom behandelnden Arzt sorgfältig&nbsp;abgewogen werden. Für einen milden Schmerz kann beispielsweise Paracetamol zum Einsatz kommen, bei dem bei Erwachsenen die Höchstdosis von vier Gramm pro Tag streng einzuhalten ist.</p>
<p>Eine gute Wirkung bei akutem Schmerz hat Metamizol, das auch bei starken Schmerzen eingesetzt wird. Zur Substanzgruppe der <a href="/rheuma/therapie/medikamententherapie/schmerzmedikamente">nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR)</a> gehören als typische Vertreter Diclofenac und Ibuprofen. Allerdings haben diese Präparate auch Nebenwirkungen. Eine neuere Entwicklung, die sich weit verbreitet hat, sind spezifische Cox-2-Hemmer, sogenannte Coxibe. Sie sind sehr magenschonend, haben aber in großen Studien Nebenwirkungen vor allem im Bereich von Herz und Niere gezeigt. Die Schmerzmedikation sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt durchgehen.</p>
<h2>Wann ist der Zeitpunkt für eine Operation gekommen?</h2>
<p>Für die Entwicklung des arthrotischen Prozesses ist es typisch, dass dieser allmählich über viele Monate, manchmal einige Jahre allmählich fortschreitet. Dies bedeutet auch, dass sich Betroffene an ihre Einschränkungen gewöhnen. Sie akzeptieren zum Beispiel eine immer kürzer werdende Gehstrecke oder auch, dass sie schlechter Treppe steigen können. Mir haben Betroffene beispielsweise berichtet, dass sie Treppenstufen nur noch rückwärts hinunter gehen können. Dazu ist zu sagen, dass bei einem solchen Zustand die Grenze der konservativen Behandlung längst überschritten ist.</p>
<p>Als Faustregel gilt, dass man an eine <a href="/rheuma/therapie/gelenkersatz">operative Versorgung</a> denken sollte, wenn man zunehmende Schmerzen und einen entsprechenden&nbsp;Schmerzmittelgebrauch hat, eine eingeschränkte Mobilität vorliegt, möglicherweise beschränkt auf die eigenen vier Wände, und nächtlicher Schmerz auftritt, der die Nachtruhe stört. Für die konservative Behandlung der Arthrose des Hüftgelenkes können Sie selbst vieles tun, indem Sie sich ein Gymnastikprogramm zusammenstellen. Ich empfehle immer, dies gemeinsam&nbsp;mit einer Physiotherapeutin oder einem Physiotherapeut zu machen.</p>
<p>Wenn die Beschwerden Sie in Ihrer Mobilität einschränken oder gar ständig Schmerzmedikamente nötig sind,&nbsp;sollten Sie sich über eine schonende operative Versorgung informieren lassen. Dank Prähabilitation, minimierter operativer Technik und Fast-Track-Behandlung ist man auch nach einer Hüftprothesenoperation rasch wieder auf den Beinen und kann sich schnell selbst versorgen.</p>
<p class="fontsize-115">Autor:&nbsp;Prof. Joachim Grifka ist Leiter der Forschungsstelle Orthopädie und Ergonomie an der Ostbayerischen&nbsp;Technischen Hochschule Regensburg.&nbsp;</p>
<p class="fontsize-115"><em>Dieser Text erschien zuerst in der&nbsp;<a href="https://www.rheuma-liga.de/infothek/mitgliederzeitschrift" target="_blank">Mitgliederzeitschrift "mobil"</a>, Ausgabe 3-2025. Sechs Mal im Jahr erhalten Mitglieder der Deutschen Rheuma-Liga die Zeitschrift direkt nach Hause (<a href="https://www.rheuma-liga.de/mitgliedschaft" target="_blank">jetzt Mitglied werden</a>).</em></p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Hilfe</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/_processed_/9/8/csm_Yogamatte_c1eb90a097.jpg" length="473443" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-4439</guid>
                        <pubDate>Mon, 15 Dec 2025 11:57:00 +0100</pubDate>
                        <title>Neue Botschafterin: Anette Moesta verstärkt Fürsprecherteam</title>
                        <link>https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/detailansicht/neue-botschafterin-anette-moesta-verstaerkt-fuersprecherteam</link>
                        <description>Die rheinland-pfälzische Landtagsabgeordnete Anette Moesta verstärkt das Botschafterteam der Rheuma-Liga. Für sie ist es eine Herzensangelegenheit.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Die Deutsche Rheuma-Liga erweitert ihr Fürsprecherteam um die rheinland-pfälzische Landtagsabgeordnete Anette Moesta (CDU). Moesta, die selbst seit mehr als 25 Jahren an Rheuma erkrankt ist, möchte ihre Stimme nutzen, um die Versorgung der Betroffenen zu verbessern.</p>
<p>Sie ergänzt das seit 2024 bestehende Botschafterteam um TV-Moderatorin Milka Loff Fernandes, die NRW-Landtagsabgeordnete Franziska Müller-Rech (FDP) und den Moderator und Vegan Foodie Tim Feldner. Gemeinsam setzen sie sich dafür ein, das Bewusstsein für rheumatischen Erkrankungen zu stärken.&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
<h2 data-ccp-border-between="0px none #000000" data-ccp-border-bottom="0px none #000000" data-ccp-padding-between="0px" data-ccp-padding-bottom="0px">„Ich weiß, was es bedeutet, mit Rheuma zu leben“&nbsp;</h2>
<p>Für Anette Moesta ist ihr Engagement eine Herzensangelegenheit:&nbsp;„Rheuma betrifft den ganzen Menschen – körperlich, emotional und sozial. Ich weiß aus eigener Erfahrung, was es bedeutet, mit den täglichen Herausforderungen von Rheuma zu leben. Deshalb möchte ich dazu beitragen, dass Betroffene gesehen, ernst genommen und gut versorgt werden.“</p>
<p>Die 1967 in Polch geborene Rheinland-Pfälzerin ist eine erfahrene Mandatsträgerin und bringt gesellschaftspolitisches Know-how sowie ein starkes soziales Netzwerk in die Arbeit der Rheuma-Liga ein.&nbsp;</p>
<h2 data-ccp-border-between="0px none #000000" data-ccp-border-bottom="0px none #000000" data-ccp-padding-between="0px" data-ccp-padding-bottom="0px">Engagement, das verbindet&nbsp;</h2>
<p>Bereits 2024 moderierte Milka Loff Fernandes die Podcast-Staffel „Milka und Doc Hasseli hören zu“ für die Rheuma-Liga. In diesem Jahr lud die Buchautorin die Corporate Influencerin der Rheuma-Liga, Britta Klasen zu ihrem neuen Format „Walk and talk“ ein.</p>
<p>Franziska Müller-Rech empfing 2025 Vertreter der Rheuma-Liga Nordrhein-Westfalen im Landtag und tauschte sich mit Betroffenen aus. Botschafter Tim Feldner hat besonders seine Ernährungsexpertise ins Ehrenamt eingebracht. Für die überarbeitete Rheuma-Liga Broschüre „Ernährung bei Rheuma“ und die Mitgliederzeitschrift „mobil“ steuerte Feldner eigene Rezepte bei.</p>
<p>„Eine gezielte pflanzenbasierte Ernährung kann Entzündungsprozesse positiv beeinflussen und das Wohlbefinden stärken. Sie ersetzt keine Therapie, leistet aber einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung“, sagt Feldner. Im kommenden Jahr plant die Deutsche Rheuma-Liga weitere Projekte mit ihren Botschafterinnen und Botschaftern.&nbsp;&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>News</category>
                            
                                <category>Auf geton anzeigen</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/_processed_/4/d/csm_Botschafter_9a19f3cb27.jpg" length="43877" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-4438</guid>
                        <pubDate>Thu, 11 Dec 2025 11:00:00 +0100</pubDate>
                        <title>Rheuma-Liga: &quot;Biologika-Austausch führt zu Risiken für Patienten&quot;</title>
                        <link>https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/detailansicht/rheuma-liga-biologika-austausch-fuehrt-zu-risiken-fuer-patienten</link>
                        <description>Mit aller Deutlichkeit stellt sich die Deutsche Rheuma-Liga gegen die nun beschlossene Regelung zum Biologika-Austausch in Apotheken.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Gegen das Votum der Patientenvertretung hat der Gemeinsame Bundesausschuss beschlossen, dass Apotheken in Zukunft ohne das Wissen der behandelnden Ärztinnen und Ärzte verordnete <a href="/rheuma/therapie/medikamententherapie/basismedikamente/biologika">Biologika</a> austauschen können. </p>
<p>„Die nun beschlossene Regelung schafft eine gefährliche Lücke bei der Arzneimittelsicherheit“, sagt Corinna Elling-Audersch, Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga, „die Deutsche Rheuma-Liga positioniert sich seit Jahren gegen die nun beschlossene Regelung.“ &nbsp;</p>
<h2 data-ccp-border-between="0px none #000000" data-ccp-border-bottom="0px none #000000" data-ccp-padding-between="0px" data-ccp-padding-bottom="0px">Diese Gefahren sieht die Rheuma-Liga durch den Austausch</h2>
<p>Der Selbsthilfeverband sieht Probleme unter anderem durch eine unzureichende Einweisung in neue Pens oder Fertigspritzen. Außerdem fehlen durch die neue Praxis Informationen an Ärztinnen und Ärzte. So wird ein Austausch zum Beispiel nicht automatisch rückgemeldet. Damit gehen wichtige Informationen verloren, die für Register wie das RABBIT-Register oder für die Meldung von Nebenwirkungen unerlässlich sind. </p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>News</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/_processed_/e/0/csm_apotheke-2692161_1280_9e3c08ec6d.jpg" length="227381" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-4433</guid>
                        <pubDate>Fri, 05 Dec 2025 06:53:00 +0100</pubDate>
                        <title>Ernährung bei Rheuma: Was die neue Ausgabe der Broschüre bietet</title>
                        <link>https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/detailansicht/ernaehrung-bei-rheuma-was-die-neue-ausgabe-der-broschuere-bietet</link>
                        <description>Die Broschüre „Ernährung bei Rheuma“ gehört zu den beliebtesten Ratgebern der Deutschen Rheuma-Liga. Jetzt ist die Broschüre neu aufgelegt worden.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>„Keine noch so durchdachte Ernährungsweise kann die medikamentöse oder orthopädische Behandlung rheumatischer Erkrankungen ersetzen“, betont Prof. Gernot Keyßer, Leiter des Arbeitsbereichs Rheumatologie am Universitätsklinikum Halle /Saale, gleich zu Beginn. Keyßer ist Autor und fachlicher Experte der Broschüre „Ernährung bei Rheuma“ der Deutschen Rheuma-Liga.</p>
<p>Der beliebte Ratgeber ist jetzt in einer Neuauflage erschienen. Gefördert wird das Projekt von der Deutschen Rentenversicherung Bund.</p>
<p>Rund 17 Millionen Menschen leben in Deutschland mit einer rheumatischen Erkrankung. Die Therapie der mehr als 100 rheumatischen Erkrankungen besteht dabei aus mehreren Bausteinen: medikamentöse Therapie, Physio- und Ergotherapie, Funktionstraining. Ernährung, Rehabilitation und Sport können das Behandlungskonzept ergänzen.</p>
<h2><strong>Grenzen der Ernährungsumstellung</strong></h2>
<p>Eine <a href="/rheuma/alltag-mit-rheuma/ernaehrung">Umstellung der Ernährung</a> kann bei <a href="/rheuma/ist-es-rheuma">entzündlich-rheumatischen Erkrankungen</a> die Wirkung von Medikamenten und Operationen prinzipiell unterstützen. „Richtig angewendet, können das Lebensgefühl verbessert, Gelenkschmerzen gelindert und der Verbrauch von Schmerzmedikamenten reduziert werden“, erklärt der Rheumatologe, „außerdem sind viele Ernährungsformen, die bei rheumatischen Erkrankungen empfohlen werden, auch für die Vermeidung anderer Gesundheitsgefahren wichtig. Dazu gehören vor allem Herz-Kreislauf-Erkrankungen.“</p>
<p>Und was ist nun ratsam für Menschen mit rheumatischen Erkrankungen? Die Einhaltung einer „mediterranen Diät“, die der Küche des Mittelmeerraumes entlehnt ist, linderte in einer wissenschaftlichen Studie die Schmerzen von Rheumabetroffenen.</p><ul class="list-style"> 	<li>Hoher Anteil von Früchten und Gemüse</li> 	<li>Milchprodukte mit hohem Fettanteil werden durch Joghurt und mageren Käse ersetzt</li> 	<li>Viel Fisch, muss aber nicht: Die entzündungshemmenden Wirkungen von Ölen aus fetten Seefischen wie Makrelen oder Hering können auch durch pflanzliche Öle erreicht werden.</li> 	<li>Wenig Fleisch: Einmal pro Woche Rind oder Schweinefleisch ist das Maximum</li> </ul><p>Ausführliche Informationen zur Ernährung finden sich in der Broschüre, die <a href="/infothek/publikationen">über den Publikationsshop heruntergeladen und bei den Landesverbänden</a> bestellt werden kann. Der Ratgeber geht dabei auch explizit auf die Krankheitsbilder <a href="/rheuma/krankheitsbilder/osteoporose">Osteoporose</a> und <a href="/rheuma/krankheitsbilder/gicht">Gicht</a> ein, bei denen es einige Besonderheiten zu beachten gibt.</p>
<p>Patientinnen und Patienten, die neu erkranken, fragen sich oft: Habe ich durch falsche Ernährung selbst zur Entstehung der Erkrankung beigetragen? Dieser Zusammenhang lässt für den einzelnen Betroffenen eine derartige Schlussfolgerung nicht zu – Schuldgefühle sind daher fehl am Platz. „Stärker als der Einfluss der Ernährung ist der des Rauchens: Die <a href="/rheuma/krankheitsbilder/rheumatoide-arthritis">rheumatoide Arthritis</a> tritt bei Raucherinnen und Rauchern messbar häufiger auf und verläuft schwerer als bei Nichtrauchern“, erklärt Prof. Keyßer.</p>
<h2><strong>„Entscheidender Beitrag zur Unterstützung“ </strong></h2>
<p>Einer, der sich jeden Tag mit dem Thema Ernährung auseinandersetzt, ist <a href="https://timfeldner.de/" target="_blank" rel="noreferrer">Tim Feldner</a>. Seit vergangenem Jahr engagiert sich der Vegan-Experte und Moderator als Botschafter für die Deutsche Rheuma-Liga.</p>
<p>Für die Broschüre „Ernährung bei Rheuma“ steuerte er ein Rezept für ein Kürbus-Curry bei. „In meiner Arbeit erlebe ich jeden Tag, wie viel Einfluss eine gezielte pflanzenbasierte Ernährung auf Entzündungsprozesse und Wohlbefinden haben kann. Die Ernährung ersetzt keine Therapie - da brauchen wir nicht drüber sprechen, aber sie kann ein entscheidender Beitrag zur Unterstützung und Linderung sein“, ist Feldner überzeugt.</p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>News</category>
                            
                                <category>Auf geton anzeigen</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/_processed_/0/8/csm_Bild_Cover_Ern%C3%A4hrungsbrosch%C3%BCre_01f8c861f5.jpg" length="0" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-4428</guid>
                        <pubDate>Fri, 28 Nov 2025 10:41:00 +0100</pubDate>
                        <title>Wissenswertes zu Arthrose: So antworteten die Experten </title>
                        <link>https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/detailansicht/wissenswertes-zu-arthrose-so-antworteten-die-experten</link>
                        <description>Symptome bei Arthrose und Arthritis, Behandlungen gegen Schmerzen etc.: Das sind die Antworten aus der Expertenwoche zu Arthrose in &quot;Team Rheuma&quot;. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Ein besonderes Highlight in der <a href="https://www.team-rheuma.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Austauschplattform „Team Rheuma“</a>: Während einer Expertenwoche haben orthopädische und internistische Rheumatologen sowie Orthopäden online Fragen von Betroffenen rund um das Thema <a href="/rheuma/krankheitsbilder/arthrose">„Arthrose“</a> beantwortet.&nbsp;&nbsp;</p>
<p>Die Expertenwoche war Teil der Kampagne „We like to move it – für mehr Bewegung bei Arthrose“, die durch das Bundesministerium für Gesundheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert wird. &nbsp;</p>
<p>Austauschen, vernetzen, chatten: Profitieren Sie von der großen Rheuma-Community in unserer digitalen Austauschplattform "Team Rheuma". &nbsp;</p>
<p><a href="https://www.team-rheuma.de/registration/" target="_blank" class="btn btn-primary" rel="noreferrer">Jetzt kostenfrei registrieren</a></p>
<p>Wir haben wichtige Informationen aus der Expertenwoche zu Arthrose für Sie zusammengestellt.  &nbsp;</p><ul class="list-style"> 	<li><strong>Prof. Stefan Rehart informiert zum Thema „Entzündung der Gelenkschleimhaut (Synovialis)“:&nbsp;</strong></li> </ul><p>„Jede Synovialitis schädigt alle Gelenk-Strukturen und beschleunigt eine Destruktion. Deshalb muss Ihnen die Dämpfung der Entzündung lokal und systemisch-ganzheitlich sehr wichtig sein, unabhängig vom DAS-Score.</p>
<p>Vorschlag: Antientzündliche Medikation optimieren (internistische Rheumatologie) und Gelenkergüsse konsequent behandeln (orthop. Rheumatologe, Orthopäde) mit allen Methoden der konservativen Therapie und bei Persistenz des Ergusses: Punktion mit Cortison, ggf. Spiegelung mit nachfolgender Radiosynoviorthese, zuallerletzt endoprothetische Versorgung.“ &nbsp;</p><ul class="list-style"> 	<li><strong>Dr. Haas nimmt Stellung zur Frage, was bei Kniearthrose und dauerhaften Schmerzen hilft, wenn schon eine Arthroskopie durchgeführt und der Meniskus geglättet wurde.&nbsp;</strong></li> </ul><p>„Wichtig wäre es, zunächst festzustellen, wie ausgeprägt der Schaden ist und was hauptverantwortlich für die Beschwerden ist. Dies erfolgt in der Regel durch eine gründliche Untersuchung bei einem spezialisierten Arzt/Ärztin. Danach richtet sich die Auswahl der geeigneten Therapie, für die verschiedene Mittel (von der Übungsbehandlung über Medikamente bis hin zum Gelenkersatz) zur Verfügung stehen. Die Festlegung auf die Therapie ist ein sehr individueller Prozess und hängt von zahlreichen Faktoren ab. Das direkte Gespräch bzw. die Untersuchung können dabei nicht ersetzt werden.“ &nbsp;</p><ul class="list-style"> 	<li><strong>Prof. Stefan Rehart äußert sich zur Frage, ob regelmäßige Besuche in der Kältekammer bei Arthrose und Osteoporose ratsam sind:&nbsp;&nbsp;</strong></li> </ul><p>„Aus meiner Sicht gibt es bei den angegebenen Erkrankungen keinen Grund, die Kältekammer nicht gelegentlich zu nutzen. Nach meinem Kenntnisstand kann sie besonders in aktivierten Stadien hilfreich sein, ist aber kein primäres Therapie-Werkzeug für die Arthrose. Ich rate Ihnen, alle Möglichkeiten der konservativen Behandlung der Arthrose einzusetzen, ohne den Einsatz erheblicher finanzieller Eigenmittel (Kooperation mit einem seriösen Orthopäden) und möglichst von intraartikulären Infiltrationen Abstand zu nehmen, wenn diese nicht dezidiert einen massiven Erguss adressieren... Grundsätzlich sinnvoll an den Gelenken sind (auch abhängig vom Destruktionsstadium): Sport / Gewichtsoptimierung / Krankengymnastik / gesunde Ernährung / Röntgenreizbestrahlung / Stromtherapie / ggf. Gehstock / Pufferabsätze / NSAR bei Bedarf / Salben + "alte" Hausmittel (Wickel, essigsaure Tonerde, etc.) / Kühlung / Bandagen - Knie u. a.“. &nbsp;</p><ul class="list-style"> 	<li><strong>Dr. Christoph Biehl und Prof. Stefan Rehart antworten auf die Frage, ob eine Radiosynoviorthese (RSO) bei starker Rhizarthrose angezeigt ist:&nbsp;</strong></li> </ul><p>„Offiziell ist die RSO bei Rhizarthrose als Therapie ein sog. off-label-use und fällt nicht unter die Indikationen gemäß der aktuellen deutschen Zulassung / BfArM. Alternativ verschreiben wir einen Rhizo-Ring oder eine Daumensattelgelenksbandage zur Linderung bei Beschwerden. Kortison intraartikulär erhöht die Gefahr eines Infekts, hilft nur sehr beschränkt.“ &nbsp;<br> (Dr. Christoph Biehl)&nbsp;&nbsp;</p>
<p>„Eine RSO (am Daumensattel mit Erbium) stellt keine Schmerztherapie dar, sondern verödet die entzündete Gelenkschleimhaut - und unterbindet damit die Aktivierung. Deshalb ist eine solche nur ein letzter Ausweg. Bitte quälen Sie sich aber insgesamt nicht ungebührlich lange, eine operative Intervention (Entfernung des großen Vieleckbeins = Trapezium) mit einer Sehnenaufhängeplastik ist hierbei eine der sog. "winner-Operationen", die in einer sehr hohen Zahl der Fälle zu einer andauernden Schmerzbefreiung führt und meist nur wenig Kraftverlust ergibt.“ &nbsp;<br> (Prof. Dr. Stefan Rehart) &nbsp;</p><ul class="list-style"> 	<li><strong>Prof. Stefan Rehart beantwortet die Frage, was bei Arthrose in den Daumensattelgelenken mit starken Schmerzen hilfreich sein kann, nachdem eine Röntgenreizbestrahlung keine Verbesserung gebracht habe.&nbsp;&nbsp;</strong></li> </ul><p>„Die entzündliche Destruktion der Daumensattelgelenke kann in den frühen Stadien konservativ behandelt werden mit: Entlastung von beanspruchenden Tätigkeiten (keine Last &gt; 1 kg), nächtlichen Salbenverbänden, Krankengymnastik und Ergotherapie (Hilfsmittelberatung, Gelenkschutz), NSAR, Cortison-Infiltrationen bei Erguss, Orthese / Schiene bei Daumennutzung, Iontophorese, diadynamischem Strom. Zuletzt ist eine operative "Trapeziumresektion" mit einer Sehnenaufhängeplastik eine extrem erfolgreiche OP, bei fortgeschrittenem Röntgenbefund - also sich nicht unnötig lange quälen.“ &nbsp;</p><ul class="list-style"> 	<li><strong>Prof. Schewe erläutert den Unterschied von Symptomen bei Arthrose und Arthritis:&nbsp;&nbsp;</strong></li> </ul><p>„Polyarthrose ist eine Erkrankung des höheren Alters, vor allem dadurch charakterisiert, dass vor allem nach längeren Ruhephasen die erneute Bewegung schmerzhaft ist, aber nach wenigen Minuten Bewegung sich verbessern lässt, in Wärme sind die Beschwerden deutlich weniger. Im Gegensatz dazu sind entzündlich Rheumaerkrankungen durch eine Steifigkeit vor allem am Morgen charakterisiert, die erst langsam nach mehr als 30 Minuten, meist noch länger, durch Bewegung sich langsam verbessert. Nachts haben die Arthrose-Patientinnen weniger Schmerzen, die Ruhe und Wärme im Bett bessert sie.</p>
<p>Unter Belastung der Gelenke bei längerer Bewegung verstärken sich die Beschwerden, da unterscheiden sich Arthrose und Arthritis nicht. Besteht eine deutliche, lang dauernde Morgensteifigkeit, bestehen schmerzhafte, eindrückbare Schwellungen der betroffenen Gelenke, ist z.B. eine Schuppenflechte oder entzündliches Rheuma in Ihrer Familie bekannt, sollte man eine Abklärung dieser Erkrankungen versuchen (dazu gehören Laborwerte, aber vor allem die Untersuchung der betroffenen Gelenke, ggf. auch Bildgebung mit Röntgen oder Kernspintomographie).“&nbsp;&nbsp;</p><ul class="list-style"> 	<li><strong>Prof. Rehart äußert sich zu Behandlungsmöglichkeiten gegen den Schmerz bei einer Betroffenen (Grunderkrankung PsA) mit Arthrose im Grundgelenk des rechten Großzehs:&nbsp;&nbsp;</strong></li> </ul><p>„Bei einer (zunehmenden) Destruktion des Großzehengrundgelenkes kommt es u. A. auf das röntgenologische Stadium an. Initial würde man die Entzündung adressieren mit: Nächtlichen Salbenverbänden, Kühlung, Vermeiden von Lauf- u. Sprungsport, relative Schonung, NSAR, Röntgenreizbestrahlung, diadynamischem Strom und einer "Hallux-rigidus-Feder" (einer Zurichtung am Schuh, damit der der Abrollvorgang besser funktioniert).</p>
<p>Massive Schwellungen und Ergüsse können von einer Cortison-Infiltration profitieren. Zuletzt bleiben unterschiedliche operative Verfahren, wie eine endoprothetische Versorgung oder einer Versteifung. Ich empfehle die Kontaktaufnahme mit einer spezialisierten, (von der DGORh) zertifizierten Klinik.“&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Hilfe</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/_processed_/1/9/csm_Team_Rheuma_chatten_570a7c29af.jpg" length="67576" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-4427</guid>
                        <pubDate>Wed, 26 Nov 2025 08:06:00 +0100</pubDate>
                        <title>Jetzt teilnehmen: Umfrage zu Diskriminierung in Deutschland</title>
                        <link>https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/detailansicht/jetzt-teilnehmen-umfrage-zu-diskriminierung-in-deutschland</link>
                        <description>Wo erleben Menschen Diskriminierung? Dies möchte eine Umfrage der Antidiskriminierungsstelle des Bundes herausfinden.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Wo erleben Menschen in Deutschland Diskriminierung? Wie gehen sie damit um? Welche Unterstützungsangebote nutzen sie, welche fehlen?&nbsp; Welche Folgen hat Diskriminierung? Diesen Fragen möchte die Antidiskrimierungsstelle des Bundes mit einer Umfrage auf den Grund gehen.</p>
<p>Noch bis zum 28. Februar 2026 kann jeder ab 14 Jahren teilnehmen, der schon mal in Deutschland Diskriminierung erlebt hat. "Du kannst bei der Umfrage mitmachen, wenn du in den letzten zwei Jahren in Deutschland im Vergleich zu anderen&nbsp;benachteiligt oder unfair behandelt&nbsp;wurdest", beschreibt die Antidiskrimierungsstelle auf ihrer Internetseite, "zum Beispiel weil du eine Behinderung oder chronisch krank bist."</p>
<p>Die Ergebnisse der Umfrage können Diskriminerung sichtbar machen: "Es handelt sich um ein gesellschaftliches Problem, nicht um Einzelfälle oder persönliche Empfindlichkeiten", heißt es. Die Zahlen liefern eine Basis für Politik und Praxs und helfen Maßnahmen zu entwickeln.</p>
<p><a href="https://survey.lamapoll.de/Diskriminierungserfahrungen_2025/de" target="_blank" class="btn btn-primary" rel="noreferrer">Jetzt teilnehmen</a></p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>News</category>
                            
                                <category>Auf geton anzeigen</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/_processed_/c/9/csm_Diskrimierungsumfrage_a344a2ae3c.jpg" length="73800" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-4421</guid>
                        <pubDate>Tue, 18 Nov 2025 08:04:00 +0100</pubDate>
                        <title>Corinna Elling-Audersch ist neue Präsidentin der Rheuma-Liga</title>
                        <link>https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/detailansicht/corinna-elling-audersch-ist-neue-praesidentin-der-rheuma-liga</link>
                        <description>Die Deutsche Rheuma-Liga hat einen neuen Vorstand gewählt. Corinna Elling-Audersch ist neue Präsidentin des Verbandes.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Die Delegiertenversammlung der Deutschen Rheuma-Liga hat am 15. November 2025 Corinna Elling-Audersch zur Präsidentin der größten deutschen Selbsthilfeorganisation im Gesundheitswesen gewählt. Sie folgt auf Rotraut Schmale-Grede, die das Amt neun Jahre inne hatte.</p>
<p>Corinna Elling-Audersch ist seit 35 Jahren in der Deutschen Rheuma-Liga aktiv, zuletzt als Vizepräsidentin des Bundesverbands. Darüber hinaus bleibt sie Vorstandsmitglied des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen.</p>
<p>“Ich setze mich dafür ein, dass die Rheuma-Liga Menschen Hoffnung, Orientierung und echte Unterstützung geben kann, weil ich meinen eigenen Weg mit der Erkrankung als Stärke und als Auftrag begreife. Wir können nur gemeinsam verändern, wie Rheuma gesehen, verstanden und behandelt wird”, sagt Elling-Audersch.</p>
<p>Als Vizepräsidentin der Deutschen Rheuma-Liga wurde Gerlinde Bendzuck bestätigt und Kerstin Keding neu ins Amt gewählt. Claus Heckmann bleibt Schatzmeister des Bundesverbands und Helwine Ludwig wird erneut als Schriftführerin bestätigt. Auf den scheidenden medizinischen Berater und Beisitzer Prof. Dr. Stefan Schewe folgt Prof. Dr. Christof Specker.</p>
<p>Die bisherigen Beisitzenden Mara Kaldeweide, Gabriele Nuck, Dr. Josef Röper und Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann wurden ebenso wie der Vertreter der Krankenkassen, Dr. Rolf-Ulrich Schlenker, im Amt bestätigt. Mathias Miethner wurde neu in den Vorstand gewählt.</p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>News</category>
                            
                                <category>Auf geton anzeigen</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/_processed_/d/1/csm_Corinna-Audersch__BStraub_2_67e4560bb6.jpg" length="128193" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-4420</guid>
                        <pubDate>Tue, 18 Nov 2025 08:01:00 +0100</pubDate>
                        <title>Rheuma-Liga/ Rheumastiftung: Forschungspreise verliehen</title>
                        <link>https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/detailansicht/rheuma-liga-rheumastiftung-forschungspreise-verliehen</link>
                        <description>Gleich mehrere Forschungspreise für innovative Ideen und Projekte im Kampf gegen Rheuma hat die Deutsche Rheuma-Liga in Berlin vergeben. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Die Deutsche Rheuma-Liga hat am vergangenen Freitag in Berlin innovative Ideen und Projekte im Kampf gegen Rheuma ausgezeichnet. Gemeinsam mit der Deutschen Rheumastiftung vergab der Verband drei Projekt- und drei Ideenpreise. Zum dritten Mal verlieh die Deutsche Rheuma-Liga zudem den Rosemarie-Germscheid-Forschungspreis, der innovative Ideen und wissenschaftliche Publikationen mit besonderer Relevanz für Betroffene auszeichnet.</p>
<p>“Der partizipative Forschungsansatz, also die Einbeziehung von Betroffenen mit rheumatischen Erkrankungen in die Projekte, wird dabei besonders berücksichtigt”, erklärt Corinna Elling-Audersch, Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga. Mit den Auszeichnungen würdigen beide Organisationen wissenschaftliche Arbeiten und Projektideen, die neue Impulse für die rheumatologische Forschung, Versorgung und Prävention setzen. Die Preise und Preisträger im Überblick:</p>
<h2><strong>Ideenwettbewerb 2025</strong></h2><ul class="list-style"> 	<li>Dr. Ping Shen (Berlin) für„Targeting cartilage degradation products to cure osteoarthritis“, ein innovativer Ansatz, der den fortschreitenden Knorpelabbau bei Arthrose langfristig stoppen soll.</li> 	<li>Dr. med. Elise Siegert (Berlin) für„Systemische Sklerose heilen und verstehen“, es werden neue Therapienentwickelt, die antikörperproduzierende Zellen gezielt beeinflussen und neue Behandlungswege eröffnen könnten.</li> 	<li>PD Dr. med. Harriet Morf (Erlangen) für„Digitale Bewegungstherapie für Patientinnen und Patienten mit SLE und Morbus Sjögren“, ein digitales Programm zur Linderung von Fatigue und depressiven Symptomen.</li> </ul><h2><strong>Projektpreise 2025</strong></h2><ul class="list-style"> 	<li>PD Dr. Johannes Knitza (Gießen/Marburg), Peter Böhm und Max Müller&nbsp;für„RheFrag“, einen Chatbot, der Patientinnen und Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen verlässliche, geprüfte Informationen bereitstellt.</li> 	<li>Dr. Yvette Meißner (Berlin), Dr. Felix Mühlensiepen (Rüdersdorf), Birgit Arndt&nbsp;und Annika Spindler&nbsp;für die Untersuchung von Informationsbedürfnissen und -barrieren von Frauen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen während Kinderwunsch, Schwangerschaft und Stillzeit.</li> 	<li>PD Dr. habil. Rebecca Hasseli-Fräbel (Münster), Forschungspartner Martina Trauth, Gabriele Gilliam-Feld und Zeljko Glavac für die DREAM-Studie. Sie analysiert den Einfluss von Geschlecht und Immunalterung auf das Risiko für Atemwegsinfektionen bei Psoriasis-Arthritis</li> </ul><h2><strong>Rosemarie-Germscheid-Forschungspreise 2025</strong></h2><ul class="list-style"> 	<li>Prof. Dr. Valentin Schäfer (Bonn) für die Idee zur Entwicklung einer App zur Begleitung von Menschen mit Riesenzellarteriitis (RZA). Die Anwendung soll Symptomtracking, Medikationsmanagement und patientenverständliche, validierte Informationen bieten.</li> 	<li>PD Dr. med. Anne Regiererfür die Arbeit „Integration of a medication reminder app into the RABBIT-SpA disease registry to record patient data on daily drug usage“. Die Studie zeigt, wie Betroffene mithilfe einer angebundenen App eigenständig Medikationsdaten erfassen können und damit das RABBIT-SpA-Register erheblich erweitern.</li> </ul><p><em>Förderer der Veranstaltung und der Preise 2025 waren AbbVie Deutschland GmbH, Novartis Pharma GmbH, Pfizer Pharma GmbH und Sanofi Deutschland GmbH.&nbsp;</em></p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>News</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/_processed_/9/0/csm_Forschungspreise_2025_c6c2a5a6c4.jpg" length="121981" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-4385</guid>
                        <pubDate>Tue, 11 Nov 2025 08:56:00 +0100</pubDate>
                        <title>Digitalisierung: Von Gesundheits-ID, Telemedizin und eAU</title>
                        <link>https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/detailansicht/digitalisierung-von-gesundheits-id-telemedizin-und-eau</link>
                        <description>Die Digitalisierung im Gesundheitswesen umfasst viele Neuerungen. Wir geben einen Überblick – von Gesundheits-ID bis zum Medikationsplan.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Die Digitalisierung verändert das Gesundheitswesen. Grund lage dafür ist die Telematikinfrastruktur – auch Datenautobahn genannt. Sie ermöglicht die schnelle und sichere Kommunikation zwischen Behandlern, Apotheken sowie Patientinnen und Patienten.</p>
<p>Das Ziel der Digitalisierung ist es, Doppeluntersuchungen&nbsp;zu vermeiden und die Effizienz des Gesundheitswesens zu steigern. Ohne die Telematikinfrastruktur wären beispielsweise das E-Rezept oder die ePA nicht realisierbar.</p>
<h2>Die Gesundheits-ID</h2>
<p>Die gesetzlichen Krankenkassen sind seit Januar 2024 verpflichtet, ihren Versicherten auf Wunsch eine Gesundheits-ID auszustellen. Die Nutzung ist freiwillig. Die Gesundheits-ID ist eine eindeutig festgelegte Identifikationsnummer, mit der sich Versicherte im Gesundheitswesen digital legitimieren. Gesundheits-IDs können bei der jeweiligen gesetzlichen Krankenkasse beantragt werden.</p>
<p>Für die Einrichtung und den Betrieb der Gesundheits-ID brauchen Sie ein Smartphone, auf dem Sie Ihre digitale Identität mit einer App anlegen und verwalten. Voraussichtlich ab 2026 brauchen Patientinnen und Patienten in der Arztpraxis keine elektronische Gesundheitskarte (eGK) als Versicherungsnachweis mehr, sondern können sich mit ihrer digitalen Identität legitimieren.</p>
<p>Die Gesundheits-ID ermöglicht einen rein digitalen Zugang zu Funktionen des Gesundheitswesens, zum Beispiel dem E-Rezept, Apps auf Rezept oder der App der elektronischen Patientenakte. Das Notfalldatenmanagement Bei einem Notfall zählen oft Sekunden. Dann ist es wichtig, dass Notärztinnen und Notärzte relevante medizinische Informationen sekundenschnell abrufen können – insbesondere, wenn Patientinnen und Patienten gerade nicht ansprechbar sind.</p>
<p>Das Notfalldatenmanagement umfasst den Notfalldatensatz und den Datensatz Persönliche Erklärungen (DPE). Auf Wunsch und mit Ihrer Zustimmung können diese Informationen auf der eGK gespeichert werden. Der Notfalldatensatz kann eine Übersicht über Vorerkrankungen und mögliche medizinische Zusammenhänge enthalten. Dazu gehören etwa chronische Erkrankungen, regelmäßig eingenommene Medikamente oder Allergien. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin,&nbsp;welche Informationen über Ihre Gesundheit oder Ihre individuelle Krankengeschichte im Notfall wichtig sind. Ergänzend finden sich im Notfalldatensatz neben den Kontaktdaten von behandelnden Ärztinnen und Ärzten auch die Kontaktdaten von Angehörigen, die im Notfall benachrichtigt werden sollen.</p>
<p>Arztpraxen, Zahnarztpraxen und Krankenhäuser können Notfalldaten direkt auf der eGK speichern. Auf Wunsch erhalten Sie einen Ausdruck Ihrer Notfalldaten. Im Datensatz Persönliche Erklärungen (DPE) werden Hinweise zum Ablageort maßgeblicher Dokumente hinterlegt, etwa Organspendeausweis, Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht.</p>
<p>Die Dokumente selbst werden nicht auf der eGK gespeichert.</p>
<h2>Der elektronische Medikationsplan</h2>
<p>Der elektronische Medikationsplan (eMP) vereinfacht die Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Be rufe untereinander und hilft, Wechselwirkungen zu vermeiden. Er trägt damit wesentlich zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit bei.</p>
<p>Der bundeseinheitliche Medikationsplan (BMP) und der elektronische Medikationsplan (eMP) können&nbsp;auf Wunsch des Versicherten erstellt werden, in der Regel vom Hausarzt oder der Hausärztin. Zielgruppe sind gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten mit mehreren Erkrankungen beziehungsweise der Einnahme mehrerer Medikamente über einen Zeitraum von mindestens 28 Tage und/oder Allergien oder Unverträglichkeiten.&nbsp;</p>
<h2>Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU)</h2>
<p>Wenn Sie krank sind und nicht arbeiten können, ist eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) für die Fortzahlung des Arbeitsentgelts oder die Gewährung von Krankengeld erforderlich. Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) ist seit Januar 2023 für Arbeitgeber verpflichtend und hat den gelben Schein abgelöst. Für Arztpraxen gilt sie bereits seit 2022.</p>
<p>Seit dem 1. Januar 2025 werden auch Abwesenheiten aufgrund von Vorsorgeuntersuchungen&nbsp; oder Rehabilitationsmaßnahmen im eAU-Verfahren erfasst. Neu ist auch die Information für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, ob sich Beschäftigte in stationärer oder teilstationärer Behandlung befinden und wie lange diese voraussichtlich dauert.</p>
<p>Für Arbeitnehmende vereinfacht die eAU vieles, denn</p><ul class="list-style"> 	<li>sie wird sicher und schneller an die Krankenkasse und den Betrieb übermittelt.</li> 	<li>Sie müssen Ihren Betrieb lediglich über Ihre Arbeitsunfähigkeit informieren.</li> 	<li>Mit der eAU ist eine lückenlose Dokumentation der Krankheitszeiten bei den Krankenkassen möglich. Dies erleichtert die korrekte und pünktliche Auszahlung des Krankengeldes.</li> </ul><h2>E-Rezept-APP</h2>
<p>Die Gematik hat eine App für das elektronische Rezept entwickelt. Die E-Rezept-App ist kostenlos&nbsp;und steht im App-Store von Apple (iOS), bei Google Play (Android) und in der AppGallery (Android auf Huawei-Geräten) zur Verfügung. In der E-Rezept-App kann man Informationen zu einem Medikament abrufen. Außerdem kann man Apotheken suchen, Apotheken finden, Öffnungszeiten nachlesen, E-Rezepte digital einer Apotheke zuweisen sowie bei einer Apotheke digital anfragen, ob ein Medikament vorrätig ist, und es dort bestellen.</p>
<p>Außerdem lassen sich eine Familien- und Vertreterfunktion einrichten. Dazu&nbsp;ist eine NCF-fähige elektronische Gesundheitskarte (eGK) sowie eine PIN notwendig. Die persönliche PIN vergibt die jeweilige Krankenkasse. Welche Funktionen der App genutzt werden können, hängt davon ab, ob die Nutzerin oder&nbsp;der Nutzer mit ihrer oder seiner eGK in der App angemeldet ist oder nicht. Ohne Anmeldung können Rezepte digital übermittelt, auf dem Smartphone gespeichert und vor Ort in der Apotheke eingelöst werden. Mit der Anmeldung in der App stehen alle weiteren oben beschriebenen Anwendungen zur Verfügung.</p>
<p>E-Rezepte können in jeder Apotheke eingelöst werden. Dies gilt auch für Onlineapotheken. E-Rezepte können auch während einer Videosprechstunde ausgestellt werden und stehen direkt im Anschluss zur Verfügung. Das Einlösen des E-Rezeptes über die eGK oder die E-Rezept-App spart Zeit und Aufwand. Gut zu wissen: Das E-Rezept wird schrittweise für weitere Leistungen eingeführt. Ab Januar 2027 gilt dies für Heilmittel, ab Juli 2027 für Hilfsmittel.</p>
<h2>Telemedizin</h2>
<p>Die Telemedizin ermöglicht eine medizinische Versorgung, die diagnostische Maßnahmen, Konsultationen, das Monitoring sowie medizinische Notfalldienste umfasst. Mithilfe digitaler Medien kann diese Versorgung unabhängig von räumlichen Distanzen und/oder Zeiten sichergestellt werden. Insbesondere im ländlichen Raum ist die Telemedizin ein wichtiger Pfeiler der medizinischen Versorgung.</p>
<p>Zur Telemedizin zählen unter anderem</p><ul class="list-style"> 	<li>das Telekonsil – die Beratung von Ärztinnen&nbsp;und Ärzten untereinander,</li> 	<li>die Videosprechstunde sowie</li> 	<li>das Telemonitoring, also zum Beispiel die Kontrolle und Auswertung von Gesundheitswerten&nbsp;aus der Ferne, etwa Blutdruck, Körpertemperatur oder Hirn- und Herzströme.</li> </ul><h2>Der TI-Messenger (TIM)</h2>
<p>Seit Mitte 2024 steht den Leistungserbringern der TI-Messenger als Kurznachrichtendienst für die digitale Ad-hoc-Kommunikation untereinander zur Verfügung.&nbsp;Versicherte sollen in der elektronischen Patientenakte (ePA) einen Zugang zu einem TI-Messenger erhalten, der den Nachrichtenaustausch&nbsp;zwischen Versicherten und Leistungserbringern&nbsp;sowie zwischen Versicherten und Kassen ermöglicht.</p>
<p>Perspektivisch sollen Versicherte auch in anderen Anwendungen wie Patientenportalen oder für die Benutzung von digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGAs) einen TI-Messenger nutzen können.</p>
<p class="fontsize-115">Autorin: Sabine Eis ist Referentin für Politik und Soziales, Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband.</p>
<p class="fontsize-115"><em>Dieser Text erschien zuerst in der&nbsp;<a href="https://www.rheuma-liga.de/infothek/mitgliederzeitschrift" target="_blank">Mitgliederzeitschrift "mobil"</a>, Ausgabe 4-2025. Sechs Mal im Jahr erhalten Mitglieder der Deutschen Rheuma-Liga die Zeitschrift direkt nach Hause (<a href="https://www.rheuma-liga.de/mitgliedschaft" target="_blank">jetzt Mitglied werden</a>).</em></p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Hilfe</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/_processed_/a/e/csm_digitization-6939537_1280_d1ed905cde.jpg" length="180239" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-4408</guid>
                        <pubDate>Thu, 06 Nov 2025 09:42:00 +0100</pubDate>
                        <title>RheumaPreis 25: Flexible Lösungen und Offenheit</title>
                        <link>https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/detailansicht/rheumapreis-25-flexible-loesungen-und-offenheit</link>
                        <description>Flexible Lösungen und Offenheit sorgen dafür, dass Menschen mit Rheuma im Job bleiben können. Der Rheumapreis belohnt berufliche Teilhabe.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Möglichkeiten, ergonomische Arbeitsplätze und kreative Lösungen tragen dazu bei, dass Menschen mit rheumatischen Erkrankungen im Arbeitsleben verbleiben können.</p>
<p>Besonderes Engagement in dieser Hinsicht belohnt die Initiative „Rheumapreis“, an der sich auch die Deutsche Rheuma-Liga beteiligt. Am vergangenen Freitag sind in Berlin drei Arbeitnehmerinnen und ihre Arbeitgeber mit dem Preis ausgezeichnet worden.</p>
<p>Carlotta Wolke, Sabine Perone-Morina und Swetlana Medwedev leben mit einer rheumatischen Erkrankung. In ihrem Beruf lassen sich die drei Frauen dadurch nicht aufhalten.</p>
<h2>„Eine Behinderung sollte kein K.-o.-Kriterium sein“</h2>
<p>„Ich möchte anderen Rheumakranken Mut machen und sie zum positiven Denken anregen“, sagt Carlotta Wolke, die als Wirtschaftsingenieurin in der Abteilung Business Development bei der VEPRONA GmbH arbeitet, „und ich möchte anderen Arbeitgebern zeigen, dass eine Behinderung kein K.-o.-Kriterium sein sollte.“ Seit ihrer Kindheit lebt sie mit einer <a href="/rheuma/krankheitsbilder/rheumatoide-arthritis">rheumatoiden Arthritis</a>.</p>
<p>Die Wirtschaftsingenieurin berät Landwirte und Erfasser landwirtschaftlicher Güter, vermarktet und handelt mit Soja für die Lebensmittelindustrie.</p>
<p>Trotz ihrer 50-prozentigen Schwerbehinderung ist sie etwa 30 Prozent ihres Arbeitsalltags im Außendienst tätig. Alle Mitarbeitenden im Unternehmen haben höhenverstellbare Schreibtische und ergonomische Schreibtischstühle. Auf Wunsch bekommt man auch Computertastatur und Maus im ergonomischen Format. „Außerdem arbeiten wir alle in Gleitzeit, und so bin ich flexibel, Arzt- oder Physiotermine wahrzunehmen oder auch erst später ins Büro zu kommen, wenn es mir früh morgens einmal schlecht geht“, beschreibt Carlotta Wolke. Auch spontan einen Homeoffice-Tag einzulegen, sei möglich.</p>
<p>In seiner Laudatio erzählt Karl Cattelaens, ehemaliger stellvertretender Geschäftsführer der Deutschen Rheuma-Liga, was die Initiative überzeugt hat: „Ihr Optimismus, Ihr positives Denken und die große Unterstützung von Kollegen und Arbeitgeber.“</p>
<h2>Rheuma-Liga macht Betroffenen Mut</h2>
<p>Seit vielen Jahren macht die Deutsche Rheuma-Liga Menschen mit rheumatischen Erkrankungen Mut, weiter aktiv am Leben teilzunehmen. „Damit das gelingt, braucht es immer zwei: einen motivierten Arbeitnehmer oder eine motivierte Arbeitnehmerin und ein Unternehmen, das auf spezielle Bedürfnisse Rücksicht nimmt“, betont Rotraut Schmale-Grede, Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga. „Die Preisträger beim Rheumapreis zeigen, dass es viele mögliche Lösungen für die Arbeitsplatzgestaltung geben kann.“</p>
<p>Die Deutsche Rheuma-Liga zeigt <a href="/rheuma/alltag-mit-rheuma/beruf">auf ihrer Internetseite</a> und auch in ihrer <a href="/infothek/publikationen">Ratgeberbroschüre Im Job mit Rheuma</a>, welche Möglichkeiten es gibt.</p>
<h2>„Offen über Probleme zu sprechen“</h2>
<p>Flexibilität machte es auch möglich, dass Sabine Perone-Morina weiterhin für die Vorwerk Services GmbH tätig sein kann. Erst vor wenigen Jahren bekam sie ihre Diagnose: <a href="/rheuma/krankheitsbilder/sklerodermie">systemische Sklerose</a>. „Ich hatte zu diesem Zeitpunkt einen sehr anspruchsvollen, mitunter auch stressigen Job als Assistentin der Geschäftsleitung bei der Vorwerk Services GmbH in Wuppertal“, erzählt Sabine Perone-Morina. „Durch die vielen Untersuchungen fiel ich oft aus. Das fiel unserer Betriebsratsvorsitzenden Sina Hoppe auf, und sie kam auf mich zu und bot mir eine Stelle als Assistentin des Betriebsrats an“, erzählt sie.</p>
<p>Seither ist Sabine Perone-Morina auch als ordentliches Mitglied im Betriebsrat für Themen rund um Mitbestimmung, Inklusion und Gesundheit im Betrieb zuständig sowie als Schwerbehindertenbeauftragte tätig.</p>
<p>„Meine Vorgesetzte achtet auf mein Wohlergehen, zeigt mir, dass ich ihr wichtig bin, und achtet auf regelmäßige Pausen“, erzählt sie. „Ich habe auch einen extra leichten Laptop bekommen und sogar einen Parkplatz ganz vorne, um nicht so weit laufen zu müssen.“ Die Möglichkeit, zwischen 6 und 22 Uhr flexibel in Gleitzeit zu arbeiten, mache ihr das Managen der Therapietermine leichter. Gerade bei nasskaltem Wetter seien Schmerzen außerdem ein großes Problem; da könne sie problemlos aus dem Homeoffice arbeiten. „Ich konnte somit sogar von 35 auf 40 Wochenstunden aufstocken“, berichtet Sabine Perone-Morina. „Wichtig ist, offen über Probleme zu sprechen und Hilfsmöglichkeiten auch anzunehmen.“</p>
<h2>„Ich kläre die Menschen auf“</h2>
<p>Diese Offenheit betont auch Swetlana Medwedev, die dritte Preisträgerin des Rheumapreises. „Es ist wichtig, dass man eine solche Krankheit erklärt“, rät die Assistentin in der Personalabteilung bei der A&amp;K Die Frische Küche GmbH. Das Verständnis für die Erkrankung beginne bei sich selbst. Man könne nicht erwarten, dass alle Mitmenschen die Krankheit ohne Erklärung verstehen und akzeptieren.</p>
<p>„Ich kläre die Menschen auf“, sagt sie, die mit der Erkrankung Morbus Bechterew lebt. Leider wurde sie zwischenzeitlich falsch behandelt: „Meine Wirbelsäule wies inzwischen schon Verknöcherungen auf, und meine Leberwerte waren sehr schlecht.“ Im Rheumazentrum Herne half man ihr. Und dann fand sie mit der A&amp;K Die Frische Küche einen neuen Arbeitgeber. Dank Gleitzeit könne sie ihre Arbeitszeit an potenzielle Beschwerden am Morgen anpassen. An schlechten Tagen könne sie auch ganz zu Hause bleiben. Außerdem bekam sie einen höhenverstellbaren Schreibtisch und einen besonderen, auf sie eingestellten Bürostuhl.</p>
<p>Was auch viele Patientinnen und Patienten mit Morbus Bechterew selbst nicht wüssten, sei die Relevanz von Bewegung. „Oft mache ich abends noch einen Spaziergang, auch wenn ich Schmerzen habe“, berichtet Swetlana Medwedev. „Das bringt mir enorme Erleichterung und verringert meinen Schmerzmittelbedarf.“</p>
<p>Bewegung ist bei vielen rheumatischen Erkrankungen ein wichtiger Baustein der Therapie. Die Deutsche Rheuma-Liga bietet neben dem <a href="/angebote/funktionstraining">Funktionstraining</a> auch viele weitere <a href="/ueber-uns/landesverbaende-/-mitgliedsverbaende">Bewegungskurse vor Ort</a> an. „Auch damit unterstützen wir Menschen mit Rheuma, damit sie weiter aktiv am Leben teilnehmen können“, sagt Rotraut Schmale-Grede.</p>
<h2>Der RheumaPreis</h2>
<p>Der RheumaPreis geht seit 2009 partnerschaftlich an Arbeitnehmende mit einer rheumatischen Erkrankung und ihre Arbeitgebenden und ist mit je 3.000 Euro dotiert. Sponsoren des Preises sind AbbVie Deutschland GmbH und Lilly Deutschland GmbH. Ein Preisgeld in diesem Jahr stiftete die langjährige Schirmherrin Donata Apelt-Ihling, die nach acht Jahren ihr Amt übergibt. Der Bundesverband der Deutschen Rheuma-Liga, die Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew, die Lupus Erythematodes Selbsthilfegemeinschaft und die Sklerodermie Selbsthilfe sind Partner der Initiative.</p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>News</category>
                            
                                <category>Auf geton anzeigen</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/_processed_/9/3/csm_Rheumapreis25_cf9eee92cb.jpg" length="143769" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-4406</guid>
                        <pubDate>Mon, 03 Nov 2025 15:22:00 +0100</pubDate>
                        <title>RABBIT-SpA-Register: Wichtige Erkenntnisse für die Versorgung</title>
                        <link>https://www.rheuma-liga.de/unser-einsatz/rheumaforschung/aktuelles-aus-der-rheumaforschung/detailansicht/rabbit-spa-register-wichtige-erkenntnisse-fuer-die-versorgung</link>
                        <description>Wie können Rheumabetroffene besser behandelt werden? Erkenntnisse möchte Dr. Anne Constanze Regierer aus dem RABBIT-SpA-Register gewinnen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Hilfe</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/_processed_/2/3/csm_finance-2837085_1280_f0542a9e5f.png" length="147488" type="image/png"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-4375</guid>
                        <pubDate>Tue, 21 Oct 2025 13:21:00 +0200</pubDate>
                        <title>&quot;Primärarztsystem verschlechtert die Versorgung von Betroffenen&quot;</title>
                        <link>https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/detailansicht/primaerarztsystem-verschlechtert-die-versorgung-von-betroffenen</link>
                        <description>Die Deutsche Rheuma-Liga übt Kritik an den im Koalitionsvertrag vorgeschlagenen Primärarztsystem.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>„Wenn ein Primärarztsystem mit den im Koalitionsvertrag vorgeschlagenen Parametern tatsächlich eingeführt würde, hätte das erhebliche Auswirkungen auf die Versorgungssituation rheumatischer Erkrankungen“, sagt Rotraut Schmale-Grede, Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga.</p>
<p>Das von der Bundesregierung geplante Primärarztsystem soll dafür sorgen, dass Patientinnen und Patienten zunächst ihre Hausärztin oder ihren Hausarzt aufsuchen müssen, der als erste Anlaufstelle dient und dann erst bei Bedarf an Fachärzte überweist. Ein solches Modell gefährdet nach Ansicht der Rheuma-Liga jedoch die Versorgung von 17 Millionen Rheumabetroffenen in Deutschland.  Menschen mit Rheuma bräuchten - so die Präsidentin - einen schnellen Zugang zu Fachärztinnen und Fachärzten, besonders bei akuten Schüben. Ein verpflichtender Primärarzt als Gatekeeper zu den Fachärzten würde das erheblich erschweren.&nbsp;</p>
<h2 data-ccp-border-between="0px none #000000" data-ccp-border-bottom="0px none #000000" data-ccp-padding-between="0px" data-ccp-padding-bottom="0px">2035 werden 11.000 Hausärzte fehlen</h2>
<p>&nbsp;Laut einer Studie der Robert-Bosch-Stiftung fehlen derzeit bundesweit rund 5.000 und 2035 rund 11.000 Hausärztinnen und Hausärzte. Viele Menschen haben schon heute Schwierigkeiten, überhaupt eine hausärztliche Betreuung zu finden. Die Praxen sind stark belastet und nehmen oftmals keine neuen Patientinnen und Patienten mehr auf.&nbsp;</p>
<h2 data-ccp-border-between="0px none #000000" data-ccp-border-bottom="0px none #000000" data-ccp-padding-between="0px" data-ccp-padding-bottom="0px">Rheumatologische Versorgung besonders betroffen</h2>
<p> Bei den internistischen Rheumatologinnen und Rheumatologen herrscht seit Jahren akuter Fachärztemangel. Selbst Terminservicestellen schaffen da keine Abhilfe. „Für Menschen mit entzündlichem Rheuma sind eine schnelle Diagnose und eine frühzeitige, spezialisierte Behandlung entscheidend, um irreversible Folgeschäden zu vermeiden“, betont Rotraut Schmale-Grede. Leitlinien empfehlen eine rheumatologische Abklärung innerhalb von sechs Wochen nach Symptombeginn.</p>
<p>In der Realität vergehen jedoch häufig sechs Monate bis zwei Jahre.  Die Qualität der Versorgung hängt entscheidend davon ab, wie früh Hausärztinnen und Hausärzte entzündliche rheumatische Erkrankungen erkennen und eine Überweisung zur Fachärztin oder zum Facharzt veranlassen. „Hausärztinnen und -ärzte müssen deshalb auf dem Gebiet der rheumatologischen Erkrankungen besser geschult werden“, sagt Schmale-Grede. &nbsp;</p>
<h2 data-ccp-border-between="0px none #000000" data-ccp-border-bottom="0px none #000000" data-ccp-padding-between="0px" data-ccp-padding-bottom="0px">Rheuma-Liga fordert Strukturreformen </h2>
<p>Die Deutsche Rheuma-Liga unterstützt das Ziel der Bundesregierung, die ambulante Versorgung zu verbessern. Das geplante Primärarztsystem mit den bislang bekannten Parametern hält sie jedoch für den falschen Weg. „Eine Strukturreform des Gesundheitswesens darf sich nicht allein auf die Patientensteuerung beschränken. Aus Sicht rheumakranker Menschen braucht es vor allem eine stärkere interdisziplinäre Zusammenarbeit, einen Ausbau der digitalen Infrastruktur sowie mehr Rheumatologinnen und Rheumatologen in der Versorgung“, so Schmale-Grede. &nbsp;</p>
<p class="fontsize-115">Hier geht es zur kompletten Stellungnahme als&nbsp;<a href="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/public/main_domain/Bilder/Unser_Einsatz/Positionen_Prim%C3%A4rarztsystem_DRL.pdf" target="_blank">PDF</a>.</p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>News</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/_processed_/a/8/csm_2510_300x200mm_Primaerarztsystem-300dpi-rgb_8e62431833.jpg" length="341028" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-4386</guid>
                        <pubDate>Mon, 20 Oct 2025 15:05:00 +0200</pubDate>
                        <title>Biologika-Austausch: Rheuma-Liga sieht Gefahren für Betroffene</title>
                        <link>https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/detailansicht/biologika-austausch-rheuma-liga-sieht-gefahren-fuer-betroffene</link>
                        <description>Die Rheuma-Liga hat sich erneut mit aller Vehemenz im G-BA gegen den geplanten Austausch in der Apotheke ohne Information des Arztes ausgesprochen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Künftig soll in Apotheken ein Austausch von Biologika aus wirtschaftlichen Gründen erfolgen können – ohne Wissen&nbsp; des behandelnden Arztes. Die Deutsche Rheuma-Liga spricht sich gegen diese Vorgehensweise aus.</p>
<p>Im Jahr 2019 ist das Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) in Kraft getreten. Es sieht vor, dass der Gemeinsame&nbsp;Bundesausschuss (G-BA) Regeln erstellen soll, wie und wann teure Biologika gegen wirkstoffähnliche, preisgünstige&nbsp;Biologika ausgetauscht werden können.</p>
<p>Ziel ist es, Kosten zu sparen.&nbsp;<a href="https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/detailansicht/biologika-austausch-in-der-apotheke-appell-der-rheuma-liga" target="_blank">Im ersten Schritt wurde Ende 2022 beschlossen</a>, dass Ärztinnen und Ärzte gezwungen werden können, die Behandlung aus wirtschaft lichen Gründen auf wirkstoffähnliche, preisgünstigere Biologika (oftmals Biosimilars) umzustellen.</p>
<p><a href="https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/detailansicht/biologika-biosimilars-austausch-von-infusionen-in-der-apotheke" target="_blank">Im nächsten Schritt wurde Mitte 2023 beschlossen</a>, dass Biologika, die als Infusionen verabreicht werden, in der Apotheke gewirkstoffähnliche, preisgünstigere Biologika-Infusionen ausgetauscht werden können.</p>
<h2>Verzögerungen erreicht</h2>
<p>Die Deutsche Rheuma-Liga hat sich von Anfang an gegen den erzwungenen Therapiewechsel beim Arzt und den unabgesprochenen Austausch in der Apotheke (aus wirtschaftlichen Gründen) ausgesprochen.</p>
<p>Die Deutsche Rheuma-Liga hat dabei im G-BA zahlreiche Detailverbesserungen erreicht und konnte den Austausch verzögern. Verhindert werden konnte der Austausch in den ersten beiden Phasen leider trotzdem nicht.&nbsp;</p>
<p>Nun ist das 2019 gestartete Verfahren in die finale Phase eingetreten. Es wird jetzt über den Austausch von Biologika-Pens und Fertigspritzen in der Apotheke diskutiert. Wenn also der Arzt kein preisgünstiges Biologikum verschrieben hat, soll der Apotheker in Zukunft ohne Kenntnis des verschreibenden Arztes ein wirkstoffähnliches, preisgünstigeres Biologikum ausgeben.</p>
<h2>Verfahren ist eröffnet</h2>
<p>Die Deutsche Rheuma-Liga hat sich erneut mit aller Vehemenz im G-BA gegen den geplanten Austausch in der Apotheke ohne Information des Arztes ausgesprochen. Die Deutsche Rheuma- Liga sieht zahlreiche Gefahren in Form von vermehrten Fehlanwendungen, Ängsten bei den Betroffenen und Problemen bei der Nachverfolgung von Nebenwirkungen und Wirksamkeitsverlusten. Das Stellungnahmeverfahren im G-BA ist eröffnet. Die ärztlichen Fachgesellschaften sind angehalten, Stellung zu beziehen.</p>
<p>Die Deutsche Rheuma-Liga wird über den Ausgang berichten.&nbsp;</p>
<p>Autor: Dr. Jürgen Clausen ist Referent für Forschung, Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband.</p>
<p><em>Dieser Text erschien zuerst in der&nbsp;<a href="https://www.rheuma-liga.de/infothek/mitgliederzeitschrift" target="_blank">Mitgliederzeitschrift "mobil"</a>, Ausgabe 4-2025. Sechs Mal im Jahr erhalten nur Mitglieder der Deutschen Rheuma-Liga die Zeitschrift (<a href="https://www.rheuma-liga.de/mitgliedschaft" target="_blank">jetzt Mitglied werden</a>).</em></p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>News</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/_processed_/e/0/csm_apotheke-2692161_1280_22d4ccbce0.jpg" length="227445" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-4367</guid>
                        <pubDate>Fri, 17 Oct 2025 06:31:00 +0200</pubDate>
                        <title>Welt-Rheuma-Tag 2025 „We like to move it“</title>
                        <link>https://www.rheuma-liga.de/unser-einsatz/kampagne</link>
                        <description>Zum Welt-Rheuma-Tag am 12. Oktober 2025 ruft die Deutsche Rheuma-Liga mit ihrer Kampagne „We like to move it &quot; zu mehr Bewegung bei Arthrose auf.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>News</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/_processed_/8/7/csm_Welt-Rheuma-Tag-2025_969d226fb0.jpg" length="168290" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
            
        </channel>
    </rss>


