Mein neuer Freund

Roboterstaubsauger, Foto Toni Sattel

Entspannt liege ich auf dem Sofa und träume. Ich höre ein leises Surren, das sich von Raum zu  Raum  bewegt.  Dann  ertönt  eine  ernste Stimme: „Die Reinigung ist beendet. Die Ladestation wird gesucht.“ Erstaunt öffne ich die Augen. Es ist kein Traum: Der Roboterstaubsauger hat meine Arbeit erledigt, während ich auf dem Sofa döste.

Die Geschichte beginnt, als meine langjährige Haushaltshilfe mir kündigt. Sie habe ein neues, zeitaufwendiges Hobby, sagt sie. Was nun? Den Staubsauger zum Beispiel kann ich mit  meinen  rheumakranken  Handgelenken nicht selbst durch unsere Wohnräume schieben! Meinen Mann noch mehr belasten? Eine andere Haushaltshilfe suchen?

Prüfung im Vorfeld

Mehrere Wochen brüte ich über dem Problem. Dann kommt mir die Erleuchtung: Es gibt doch seit Jahren diese Roboterstaubsauger, die sich auf Knopfdruck – dank eingebauter computergesteuerter Programmierung und Akku-Ladestation – vollkommen selbstständig durch die Wohnung bewegen und Staub sowie Krümel aufnehmen.

Aber werden die Böden wirklich sauber? Stößt das Ding nicht dauernd an unsere Möbel? Klettert es auch auf unsere Teppiche, ohne dauernd hängen zu bleiben? Fragen über Fragen. Mein Mann ist skeptisch. Schließlich kontaktieren wir eine Freundin unserer Tochter, die offenbar solch ein Technikwunder besitzt. Wir erhalten einen detaillierten Erfahrungsbericht und wagen es – motiviert durch die positive Beschreibung –, den gleichen Roboterstaubsauger zu bestellen.

Gelenkschutz im Haushalt - mal ganz anders

Seit etlichen Wochen amüsiere ich mich nun mit dem neuen Gerät. Ich sitze im Sessel und drücke auf die Fernbedienung. „Die Reinigung beginnt“, höre ich aus dem Roboterbauch, nachdem ich den gewünschten Bewegungsmodus eingestellt habe: Zickzack, bitte! Die Bedienung ist einfach und das Heraus nehmen des Staubbehälters schaffe ich inzwischen mühelos.

Mittlerweile weiß ich auch, welche auf dem Fußboden liegenden Kabel ich hochhängen und welche Engstellen durch Stuhlbeine ich beseitigen muss. Und bleibt das Wunderding trotzdem einmal hängen, ertönt ein empörtes: „Bitte das Hindernis an der rechten Geräteseite entfernen.“ Unsere eher dicken Teppichkanten sind allerdings kein Problem und vor Möbeln stoppt er zuverlässig.

Fazit

Ich freue mich, durch dieses Technikwunder ein Stück Selbstständigkeit zurückgewonnen zu haben: Jetzt kann ich jederzeit entscheiden, wann mich Dreck auf Böden und Teppichen stört. Dann drücke ich auf den Knopf und los geht’s! Und wenn der Roboter doch einmal einen Krümel übersieht, verzeihe ich es ihm großzügig.

Zur Autorin

Die ehemalige mobil-Chefredakteurin Brunhilde Sattel überlässt dem Roboter gerne das Saubermachen.

 

Saugroboter im Profi-Check

Gut zu wissen

Stiftung Warentest hat in Ausgabe 2/2015 Roboterstaubsauger verschiedener Preisklassen getestet. Der komplette Test ist im Internet kostenpflichtig für 2,50 Euro abrufbar unter www.test.de, Stichwort „Saugroboter“.

Das ganze Heft kostet 5,30 Euro (plus 2,50 Euro Versandkosten), bestellbar unter Telefon 030 - 346465080.