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Woher zieht ihr Stärken ?


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Verfasst am: 27. 07. 2017 [15:54]
Dabei seit: 27.07.2017
Beiträge: 16
Hallo, ich bin auch ganz neu hier und habe gerade deinen Beitrag gelesen. Bei mir besteht der Verdacht auf Fibromyalgie und ich habe auch starke Schmerzen. Leider kann ich mich mit Sport nicht wirklich ablenken, da ich bereits 2 künstl. Hüftgelenke habe und eine beidseitige chronische ISG-Blockade. Ich versuche, nicht ständig über meine Situation nachzudenken. Sonst würde ich noch verrückter werden. Mit Handarbeiten kann ich mich gut ablenken, oder mit einem guten Buch.
Verfasst am: 20. 07. 2017 [16:30]
Dabei seit: 26.12.2016
Beiträge: 9
Liebe Memoria,

die Geschichte mit dem HWS (Bandscheibenvorfall), Rheuma etc kommt mir bekannt vor. Bei mir gab es auch verschiedene Erkrankungen nacheinander bis zu einer Brustkrebsdiagnose, die sich dann als Fehlalarm herausstellte. Nach dem Motto, irgendwas ist immer.icon_confused.gif

Das letzte war vor zwei Monaten die Diagnose vom Augenarzt wegen Glaukom (grüner Star) auf beiden Augen. Das "Rheuma" steht seit zwei Jahren im Raum, doch es gibt noch immer keine korrekte Diagnose; es läuft weiter unter Verdachtsdiagnose RA.

Aber so gibt es keine offiziellen Hilfen. Dafür kommt die Hilfe unverhofft von anderer Seite. Meine Arbeitskollegen und Vorgesetzten helfen soweit sie können, z. B. mit Büroausstattung oder sonstigen Tipps. Und das ohne offizielle SB. Nach vielen offenen Gesprächen haben wir eine Möglichkeit gemeinsam geschaffen, "dass was geht". Das man die Arbeit erledigt und ein Ergebnis sieht, ist auch super.

Auch von Freunden und anderen Eltern von Klassenkameraden der Kinder kommen Hilfsangebote, auf die man im Falle eines Falles zurückgreifen kann. Schöne Erlebnisse gibt es auch in der S-Bahn, wenn z. B. jemand mir Platz macht auf dem Sitz, weil ich einen Armkompressionsstrumpf mit Handschuh trage. Da kommt man sich zwar kränker vor als man ist, aber im Nachhinein sieht man einfach die nette kleine Geste im Alltag. Das sind dann Dinge, die einen Aufbauen.icon_confused.gif

Sport versuche ich auch viel zu machen. TaiChi, Yoga, Übungen vom Physiotherapeuten, Walking und - wenn´s ganz gut läuft auch Joggen (kurze Ministrecken). Das aber nur, wenn es okay ist. Sonst einfach raus und spazieren. Licht, Luft und Sonne tanken. Oder bei schönem Wetter am Rand von Schwimmbad sitzen und dem Toben zusehen, wenn das Wasser zu kalt ist, um selbst reinzugehen und "nichts läuft" (ich begleitete dann die Kinder ins Bad).

Wenn das nicht geht, Übungen für Sofa oder Stuhl (Fußkreisen etc.) Vielleicht diesbezüglich mal mit Physiotherapeut sprechen???

Wenn Lesen geht, helfen mir lustige oder spannende Bücher zum Ablenken oder Ausspannen.

Iinteressante leckere Kochrezepte raussuchen - online oder Bücherrei. Das ist dann doppelt sinnvoll. icon_confused.gif

Vielleicht sind auch kleine Bastel- oder Näharbeiten möglich? Oder Gartenarbeiten (Blumentöpfe, - kästen)? Das dauert bei mir auch länger, aber schließlich bewertet es keiner.

Es gibt natürlich auch Tage, an denen einfach alles ... ist. Vielleicht auch einfach mal den behandelnden Arzt ansprechen, ob der Ideen hat? Der kann es bestimmt noch besser beurteilen als die Laien.

Ich hoffe, ich konnte Dir ein paar Anregungen und Ideen schicken und wünsche alles Gute und viel Kraft!!!

Viele liebe Grüße
himyeti
Verfasst am: 19. 07. 2017 [20:57]
Dabei seit: 16.10.2016
Beiträge: 18
Hallo Memoria!
Habe Dein Anliegen erst jetzt gelesen. Bei mir wurde vor einem Jahr RA festgestellt. Für mich war diese Diagnose der absolute Schock, zumal ich erst 37 Jahre alt bin. Ich stand kurz vor einer Depression. Meine Familie und Freunde haben mir zum Glück viel geholfen. Vor allem meine Mutter hat mir viel Kraft gegeben und sich viele Informationen über die Krankheit besorgt. Ich habe auch viel Vertrauen in meinen Arzt. Mittlerweile hilft mir MTX mit den Schmerzen. Auch psychisch habe ich mich wieder aufgerafft. Ich mache Sport und nur noch Dinge, die mir Spaß machen. Kopf hoch, Du packst das2.

Gruß Christi
Verfasst am: 15. 11. 2016 [19:58]
Themenersteller
Dabei seit: 11.10.2016
Beiträge: 4
Hallöchen,

ich bin zwar kein Neuling was Rheuma angeht, aber aktuell bin ich in einer ziemlichen Bredouille. Ich hab jetzt seit letztem Jahr Oktober Schmerzen und große Sorge es ist ein Schub. Ich weiß nicht genau ob ich mich womöglich freuen würde da ich dann eine Antwort hätte denn so wie es jetzt ist, ist es ungewiss. Laut Arzt hab ich einen Bandscheibenvorfall der HWS [usw...] und rheumatische Entzündungen an der selben sowie an der Schulter.

Was mich daran fertig macht ist nicht der Schmerz, sondern die Psyche dabei. Die letzten 4 Jahre waren nicht leicht, ich war 3x im Krankenhaus wegen etwas anderes und dachte einfach ich könnte inzwischen wieder am Leben teilnehmen. Ich habe angefangen wieder zur Schule zu gehen und nun bin ich hier und trage eine Halskrause weil meine Schmerzen inzwischen unerträglich sind.

Ich möchte wissen woher ihr die Kraft nehmt diese Ungewissheit oder diese Zweifel anzunehmen. Ich würde gerne wissen woher ihr die Kraft nehmt weiter zu machen womöglich auch wie ihr euch um euch selbst bemüht. Da ich mich grad nicht besonders bewegen kann ist spazieren gehen nicht mehr drin.

Ich freu mich auch ernst gemeinte Antworten und danke schon einmal im voraus.



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