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Gelenkschutz bei Rheuma: Zehn Tipps, die leicht umzusetzen sind

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(Foto: Kirsten Kofahl/Deutsche Rheuma-Liga)

Für Menschen mit Rheuma ist Gelenkschutz besonders wichtig. Wir haben zehn Tipps für den Alltag zusammengestellt, die leicht umzusetzen sind.

Wir laufen, heben, drehen, werfen, steigen, beugen – meist ohne daran zu denken, wie Belastungen sich auf unsere Gelenke auswirken. So lange keine Schmerzen und Einschränkungen auftreten, ist  Gelenkschutz meist kein Thema. Aber: Jeder Mensch sollte sich schon aus Vorsorge gelenkschonend bewegen. Und für Rheumabetroffene ist dies umso wichtiger.

Ob Stifte, Besteck oder Zahnbürsten – die Mehrzahl der Dinge, die sie täglich benutzen, sind gar nicht an ihre Bedürfnisse angepasst. Also kämpfen viele mit hakenden fest verschlossenen Flaschen, heben schwere Pfannen und quälen sich mit dünnen Kugelschreibern. Vertrauen Sie auf kleine Helfer, um den Alltag zu vereinfachen und Ihre Gelenke zu schonen. Solche Hilfsmittel sind simple Werkzeuge oder leicht zu handhabende Geräte, die Sie manchmal auch selber herstellen können.

Wir haben zehn kurze Tipps zusammengestellt, mit denen Sie Ihre Gelenke im Alltag schonen können.

1. Grenzen respektieren

Schmerz kann ein Signal sein, dass eine körperliche Grenze erreicht ist. Halten Sie inne und versuchen Sie, eine Bewegung zu finden die weniger oder keine Schmerzen auslöst. Alltagshilfen wie eine Socken-Anziehhilfe erleichtern tägliche Verrichtungen.

2. Improvisieren

Werden Sie erfinderisch. Alltagshilfen gibt es mehr, als Sie vermuten! Verlängern Sie z. B. Griffe, um es leichter zu haben, wenn ihre Schultergelenke eingeschränkt sind. Blitzschnell gebaut ist eine Haarbürste, verlängert mit einem Kunststoff-Rohr. Bei Einschränkungen im Schulter-, Ellenbogen- oder Handgelenk wird Haare bürsten auf diese Weise einfacher.

3. Kraft sparen beim Einkaufen

Sparen Sie Ihre Kraft und tragen sie nichts, was sich rollen oder schieben lässt. Nutzen Sie zum Beispiel beim Einkaufen einen Trolley. Er schont den Rücken und spart Energie. Bei kleinen Einkäufen empfiehlt es sich, eine Tasche mit Schulterriemen oder einen Rucksack zu verwenden. Gute Dienste tun ein Einkaufskorb oder eine Einkaufstasche mit einem ergonomischen Tragebügel. So haben Sie den Einkauf nah am Körper und können ihn tragen, ohne den Arm zu verdrehen.

4. Gerade Achse

Halten Sie das Handgelenk gerade. Hand, Handgelenk und Unterarm sind in einer Linie und nicht verdreht oder abgewinkelt. Der Vorteil: Wenn Unterarm und Hand eine gerade Linie bilden, ist die Kraftübertragung der Muskeln am größten. Die Gelenke werden in ihrer anatomisch vorgesehenen, also optimalen Position genutzt. Dies beugt Fehlstellungen vor.

5. Belastung verteilen

Verteilen Sie die Last von schwereren Gegenständen auf beide Arme. So wird das Gewicht quasi halbiert.

6. Hebelwirkung beachten – Hebelwirkung nutzen

Tragen Sie Schweres nah am Körper. Nutzen Sie die Hebelwirkung zu Ihren Gunsten, etwa einen Schraubenzieher zum Schlüsseldrehen.

7. Große Gelenke einsetzen

Setzen Sie große und möglichst mehrere Gelenke für Ihre Tätigkeiten ein. So schonen Sie die kleineren Gelenke. Hilfreich zur Seite stehen Flaschenöffner. Sie vergrößern den Verschluss und verhindert ein Abrutschen. Außerdem wird die Belastung von wenigen auf mehrere Fingergelenke verteilt.

8. Dicke Griffe – starker Halt

Dicke rutschsichere Griffe geben immer mehr Halt, wenn die Hand nicht mehr so kraftvoll zufassen kann. Sie ermöglichen ein Halten mit weniger gebeugten Fingern. Griffverdickungen verteilen die Belastung auf die ganze Hand – so sind die kleinen Fingergelenke entlastet. Dickere Griffe können Sie auch einfach selber bauen, indem Sie ein Stück Gartenschlauch, Isolierschlauch, Moosgummischlauch (aus dem Baumarkt) oder einen Fahrradgriff über den Stiel ziehen.

9. Körperhaltung wechseln

Verharren Sie nicht zu lange in derselben Position. Versuchen Sie nach etwa 20 Minuten die Körperhaltung zu wechseln und zwischendurch zu entspannen. Bewegen Sie sich zwischendurch immer mal wieder, neigen Sie sich nach vorne und nach hinten, recken und strecken Sie sich. Setzen Sie sich auch mal umgekehrt auf einen Stuhl, die Arme stützen Sie auf der Rückenlehne ab. Oder  verschränken Sie die Hände hinter dem Kopf und lehnen Sie sich über die Stuhllehne nach hinten, das schafft einen Ausgleich.

10. Bewegung ja – Belastung nein

Üben Sie regelmäßig sportliche Betätigung mit Spaß und Freude aus. Sie sollte die Beschwerden nicht verstärken. Das Bewegungsprogramm sollte auf Sie persönlich abgestimmt sein. Aktivität ist äußerst wichtig, um Ihre Muskelkraft und Beweglichkeit und damit Ihre Selbstständigkeit zu erhalten.

Ratgeber-Broschüre "Gelenkschutz im Alltag"

Die Broschüre "Gelenkschutz im Alltag" informiert über Hilfsmittel und gibt viele Tipps zur Entlastung und Mobilisierung der Gelenke. Den Ratgeber gibt es kostenlosen zum Download und kann über den Publikationsshop kostenlos bestellt werden.

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