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50 Jahre Deutsche Rheuma-Liga – Einsatz für Menschen mit Rheuma

Wir sind für Menschen mit Rheuma da. Seit fünf Jahrzehnten machen wir uns für sie stark, informieren und klären auf, beraten, geben Hilfe zur Selbsthilfe, fördern Wissenschaft und Forschung zum Thema Rheuma und wirken in Politik und Gesundheitswesen mit, wo Entscheidungen fallen, die Menschen mit Rheuma betreffen.

Die Deutsche Rheuma-Liga feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Der Start ins Jubiläumsjahr am Welt-Rheuma-Tag, 12. Oktober 2020, ist dem Engagement der Ehrenamtlichen gewidmet. Seit 1970 klärt die Deutsche Rheuma-Liga über die Volkskrankheit Rheuma auf und steht den Betroffenen zur Seite.

Von Betroffenen für Betroffene – Ehrenamt in der Rheuma-Liga

"Das ginge nicht ohne die rund 10.000, zumeist selbst von Rheuma betroffenen Menschen, die sich ehrenamtlich, kontinuierlich und unentgeltlich in den Landes- und Mitgliedsverbänden der Deutschen Rheuma-Liga einsetzen", sagt Rotraut Schmale-Grede, Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga, "ohne diese Menschen hätten wir in den letzten 50 Jahren nicht so erfolgreich arbeiten können."

Von Bewegungsangeboten bis Rheumaforschung

Die Liste von wichtigen Aufgaben, die Ehrenamtler mit viel Einsatz in der Deutschen Rheuna-Liga übernehmen, ist lang: Sie organisieren das Funktionstraining, Vorträge und Bewegungsangebote, leisten Aufklärungsarbeit und informieren über rheumatische Erkrankungen. Sie leiten darüber hinaus Gesprächskreise und fördern Erfahrungsaustausch sowie Begegnungsangebote.

Viele von ihnen engagieren sich in den Gremien des Vereins und in den Interessenvertretungen. Sie setzen sich als Trainer von Selbstmanagementkursen ein, als Patient Partners, die angehende Mediziner und Menschen in Gesundheitsberufen über rheumatische Erkrankungen aufklären. Sie engagieren sich zudem als Forschungspartner, die ihre Erfahrung mit Rheuma in wissenschaftlichen Forschungsprojekten einbringen.

Der Rheuma-Podcast

Seit mehr als 20 Jahren engagiert sich René Witt in der Rheuma-Liga, unter anderem am Beratungstelefon des Verbandes, dem Rheumafoon, und als Selbstmanagement-Trainer. Im Rheuma-Podcast erzählt er, was das Ehrenamt ausmacht. 


Die Geschichte der Deutschen Rheuma-Liga

(In einigen Browsern wechselt der Zeitstrahl nach einigen Sekunden automatisch zum nächsten Bild. Sie können aber auch mit den Pfeilen zum nächsten Bild wechseln. In der mobilen Ansicht wischen Sie einfach nach links, um zum nächsten Punkt in der Geschichte der Rheuma-Liga zu gelangen.)

Seit mittlerweile 50 Jahren setzt sich die Deutsche Rheuma-Liga für Menschen mit rheumatischen Erkrankungen ein. Bundesweit engagieren sich rheumakranke Menschen, Angehörige, Therapeuten, Ärzte sowie haupt- und ehrenamtliche Helfer in einer großen Gemeinschaft. Herz des Verbands sind die Ehrenamtlichen. 

(Foto: Deutsche Rheuma-Liga/Volker Lannert)

1970

Als überwiegend Ärzte die Deutsche Rheuma-Liga am 9. Dezember 1970 in Frankfurt am Main gründeten, war die Situation für Rheumakranke desolat: Es gab kaum Rheumatologen und nur wenige Medikamente und Therapien. Erster Präsident der Rheuma-Liga wurde Professor Bruno Schuler, damaliger Chef der Rheumaklinik Bad Aachen (linkes Foto).

Fünf Jahrzehnte später ist die Deutsche Rheuma-Liga mit über 300.000 Mitgliedern die größte Selbsthilfeorganisation im Gesundheitswesen. Rotraut Schmale-Grede steht seit 2016 als ehrenamtliche Präsidentin dem Bundesverband der Rheuma-Liga vor (rechtes Foto).

1972

Am 12. Juni 1972 gründete sich in Schleswig-Holstein der erste Landesverband der Rheuma-Liga: Ortsgruppen in Kiel und Bad Bramstedt machten den Anfang. 1973 folgten Hessen und Hamburg, bis 1981 gab es in allen westlichen Bundesländern Landesverbände der Rheuma-Liga.

Nach der Wende gründeten sich innerhalb weniger Monate in den fünf östlichen Bundesländern neue Landesverbände. Heute sind in 16 Landesverbänden rund 770 Arbeitsgemeinschaften mit mehr als 8700 ehrenamtlichen Helfern und Unterstützern organisiert. In den drei Mitgliedsverbänden – Sklerodermie Selbsthilfe, Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew und Lupus Erythematodes Selbsthilfegemeinschaft – engagieren sich mehr als 1000 Ehrenamtler. Die Deutsche Rheuma-Liga hat bundesweit rund 300.000 Mitglieder.

1973

Bewegung ist für Menschen mit Rheuma wichtig. Ab 1973 bot die Deutsche Rheuma-Liga die ersten Gymnastikkurse an – natürlich auch im Wasser. Heute gibt es bundesweit mehr als 19.000 Funktionstrainingsgruppen, davon 8000 Trockengymnastik- und 11.000 Warmwassergymnastikkursen. Darüber hinaus haben die Landes- und Mitgliedsverbände viele andere Bewegungsangebote im Programm wie Nordic-Walking, Tai-Chi und Yoga.

1974

Die erste Ausgabe der Mitgliederzeitschrift "mobil" erscheint 1974. Mehr als 270 Ausgaben sind seitdem für die Mitglieder der Deutschen Rheuma-Liga entstanden. Die Mitgliederzeitschrift informiert alle zwei Monate über Themen aus Medizin, Therapie, Politik und vieles mehr. Viele Erfahrungsberichte von Betroffenen für Betroffene machen den Lesern Mut und geben wichtige Tipps.

1988

Wenn jemand von der Krankheit "Rheuma" spricht, dann haben die meisten Menschen gleich ein Bild von ihren Großeltern mit der Rheumadecke vor Augen. Schon 1988 hat die Deutsche Rheuma-Liga in einer Broschüre Vorurteile über rheumatische Erkrankungen aufgegriffen, eines davon "Rheuma ist eine Alte-Leute-Krankheit". 2019 rückte die Rheuma-Liga dieses Vorurteil mit der Kampagne "Rheuma ist jünger als du denkst" in den Blickpunkt. Rund 20.000 Kinder und Jugendliche leiden in Deutschland an rheumatischen Erkrankungen.

1997

1997 gehen die Mitglieder der Rheuma-Liga erstmals protestierend auf die Straße. »Regierung wirft chronisch Kranke über Bord« mahnte die Rheuma-Liga in eine zentralen Demo in Bonn gemeinsam mit zahlreichen anderen Organisationen. Der Protest richtete sich gegen gegen die Streichung von Heilmitteln und Reha aus dem Katalog der Gesetzlichen Krankenversicherung. Die Mitglieder der Rheuma-Liga sammeln 100.000 Protestunterschriften. 3.000 Teilnehmer versammelten sich in der Bonner Beethovenhalle. Im Ergebnis hatte der Protest Erfolg. Heilmittel und Reha blieben im Leistungskatalog der GKV.

Heute setzt sich die Rheuma-Liga immer noch für die Interessen rheumakranker Menschen bei Politik und Selbstverwaltung ein. Seit 2004 beraten Patientenvertreter der Rheuma-Liga im Gemeinsamen Bundesausschuss mit. Dort haben sie zum Beispiel 2019 erreicht, dass 100 neue Zulassungen für dringend benötigte Rheumatologen möglich sind

1997

Bereits seit 1997 bietet die Deutsche Rheuma-Liga Informationen für Menschen mit rheumatischen Erkrankungen auch im Internet an (Screenshot oben 1999). Auch dort hat sich in den letzten Jahren einiges getan: 2019 wurde die Website komplett überarbeitet. 19 Rheumabetroffene wurden für das neue Bildkonzept zu ehrenamtlichen Fotomodels. Sie schwammen, wanderten und turnten, denn die Bewegung stand im Mittelpunkt – gemäß dem Leitsatz der Rheuma-Liga „Gemeinsam mehr bewegen“. 

2009

Bewegungsübungen, Informationen über rheumatische Erkrankungen, Tipps zum Gelenkschutz: Seit 2009 informiert die Deutsche Rheuma-Liga auf ihrem eigenen Youtube-Kanal zum Leben mit Rheuma. Schauen Sie mal rein!

Zum Youtube-Kanal

2012

Wie man im Alltag mit den Schmerzen und Einschränkungen besser klar kommt, das erfährt man in den Selbstmanagementkursen „Herausforderung Rheuma – nimm dein Leben in die Hand“. Seit 2012 bietet die Rheuma-Liga bundesweit diese Kurse an, die von Rheumabetroffenen geleitet werden. Mehr als 60 Trainerinnen und Trainer sind seit Beginn des Projekts ausgebildet worden. 

2020

Bundesweit begeht die Deutsche Rheuma-Liga den Welt-Rheuma-Tag am 12. Oktober mit einem besonderen Motto und Kampagnenschwerpunkt. 2020 widmet der Selbsthilfeverband den Jahrestag dem Engagement der 10.000 Ehrenamtlichen. Gleichzeitig ist der Welt-Rheuma-Tag der Start ins Jubiläumsjahr der Rheuma-Liga.

Grußwort

Grußwort von Jens Spahn, Bundesminister für Gesundheit, zum 50-jährigen Bestehen der Deutschen Rheuma-Liga und zum Welt-Rheuma-Tag am 12.Oktober:

Hier lesen

Video "Coronavirus und Rheuma"

Die Rheuma-Liga Berlin lud am Welt-Rheuma-Tag zu Vorträgen von medizinischen Experten zum Thema "Coronavirus und Rheuma" ein. Wer die Veranstaltung verpasst hat, kann sich die Vorträge hier im Video anschauen.

Der Welt-Rheuma-Tag

Der Welt-Rheuma-Tag wurde erstmals 1996 von der Arthritis and Rheumatism International (ARI) ins Leben gerufen, der internationalen Vereinigung von Selbsthilfeverbänden Rheumabetroffener. Ziel ist es, die Anliegen rheumakranker Menschen an diesem Tag in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Der Welt-Rheuma-Tag (engl. world arthritis day) findet immer am 12. Oktober weltweit statt. Die Deutsche Rheuma-Liga hat den Jahrestag in Deutschland erstmals 2005 eingeführt .

Der Rheuma-Podcast

Wissen im Hörformat: Mikros an und los, hieß es für viele Ehrenamtler und Mitarbeiter in den Landes- und Mitgliedsverbänden der Deutschen Rheuma-Liga. Sie haben nämlich den ersten Rheuma-Podcast aufgenommen. In den Folgen geben die Sprecherinnen und Sprecher einen Blick hinter die Kulissen des Selbsthilfeverbandes.

Jetzt reinhören

Der Jahresbericht 2019 informiert über Mitgliederentwicklung und den Einsatz der Deutschen Rheuma-Liga.