Studienaufrufe

Forschungsprojekte, die zur Verbesserung der Situation von Menschen mit rheumatischen Erkrankungen beitragen, unterstützt die Deutsche Rheuma-Liga durch Aufrufe.
Anfang 2012 hat sich die Deutsche Rheuma-Liga Regeln gegeben, die ein Auswahlverfahren der Studien, die wir auf dieser Seite veröffentlichen, festlegen.
Sie finden deshalb nur Aufrufe zur Beteiligung an Studien, die durch die Gremien der Deutschen Rheuma-Liga begutachtet werden. Dabei achten wir darauf, dass die hier aufgeführten Studienaufrufe vor allen der Lebenssituation der betroffenen Menschen zu Gute kommen.
Das Projekt möchte Erfahrungen und Einstellungen von Betroffenen zu Gruppenbehandlungen mit Physio- und Ergotherapie abfragen.
Bei dieser Studie handelt es sich um: eine Online-Umfrage des Universitätsklinikums Freiburg. Das Ethikvotum liegt vor. Forschungspartner der Deutschen Rheuma-Liga arbeiten in dem Projekt mit. Das Projekt wird vom Gemeinsamen Bundesausschuss gefördert.
Ziel der Studie: In der Physio- und Ergotherapie können Behandlungen oft sowohl allein als auch in Gruppen durchgeführt werden. Allerdings gibt es bisher nur wenige Gruppentherapieangebote. Ziel des Projekts ist es, dies zu ändern, indem Dafür plant das Projekt, einen Leitfaden zu entwickeln, der erklärt, wie man eine gute Gruppentherapie organisiert. Um zu erfahren, was aus Sicht der Betroffenen eine „gute“ Gruppentherapie kennzeichnet, sollen die Erfahrungen und Einstellungen von Betroffenen zu Gruppentherapien im Rahmen eine online Umfrage abgefragt werden.
Ablauf der Studie: Interessierte können unter dieser Adresse an der Umfrage teilnehmen: Hier geht's zur Umfrage.
Die Umfrage beginnt mit wenigen Fragen und führt dann zur Einwilligungserklärung. Danach wird auf einfachem Wege ein Identifizierungscode erstellt, bevor die eigentliche Umfrage beginnt. Nach Abschluss der Befragung aller Teilnehmenden werden die Daten anonymisiert.
Das Ausfüllen des folgenden Fragebogens dauert ca. 20 Minuten.
Eingeschlossen werden: Rheuma-Betroffene (Erwachsene und Kinder / Jugendliche von 11-17 Jahren). Bei Teilnehmenden, zwischen 11-17 Jahren muss noch zusätzlich eine Einwilligung der Eltern eingeholt werden.
Laufzeit: Rheuma-Betroffene können bis zum 31.03.2026 teilnehmen. Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier.
Bei Fragen / Unklarheiten wenden Sie sich bitte an:
Dr. Sebastian Voigt-Radloff
bemb.priopeg(at)uniklinik-freiburg.de
Universitätsklinikum Freiburg, Sektion Versorgungsforschung und Rehabilitationsforschung (SEVERA)
Hugstetter Straße 49
79106 Freiburg
0761 270 74470
Die EULAR möchte durch diese Befragung erfahren, welche Auswirkungen rheumatische Erkrankungen haben und wie die Betroffenen ihr Leben meistern.
Bei dieser Studie handelt es sich um: eine Online-Umfrage der Europäischen Rheuma-Liga EULAR („European Alliance of Associations for Rheumatology“). Vertreter von PARE, der Patientenvertretung innerhalb der EULAR, haben die Umfrage mitgestaltet.
Ziel der Studie: Mit dieser Online-Befragung möchte die EULAR dokumentieren, welche Auswirkungen rheumatische Erkrankungen auf das soziale und berufliche Leben haben und wie die Betroffenen ihr Leben meistern. Die Betroffenen haben die Möglichkeit zu beschreiben, was ihnen hilft und was sie herausfordert. Es werden Fragen zu Krankheiten, Beschwerden, Therapien sowie zur beruflichen, sozialen und familiären Situation gestellt. Die Erfahrungen der Betroffenen sind entscheidend für das Verständnis, welche Prioritäten in der Gesundheitsversorgung, der Forschung und der Interessenvertretung zukünftig gesetzt werden sollen.
Ablauf der Studie: Interessierte können unter dieser Adresse an der Umfrage teilnehmen:
https://surveys.eular.org/surveys/?s=3NMEW7ATPARW8C97
Oben rechts in der Ecke steht entweder „English“, „French“ oder „German“. Durch Anklicken kann man hier die gewünschte Sprache wählen. In der Mittel des Bildschirms kann man wählen, in welcher Sprache man die Erläuterungen zur Einwilligungserklärung lesen möchte, woraufhin sich eine entsprechende pdf-Datei öffnet. Unten auf dem Bildschirm kann man dann anklicken, ob man mit der als pdf zur Verfügung gestellten Einwilligungserklärung einverstanden ist. Die Umfrage startet dann, wenn man am Ende „Continue to the survey“ anklickt.
Sie können die Beantwortung jederzeit unterbrechen und später wieder aufnehmen. Sie müssen nicht alle Fragen beantworten, wenn Sie dies nicht möchten oder können. Das Ausfüllen benötigt etwa 30 – 45 Minuten.
Eingeschlossen werden: Rheuma-Betroffene ab 18 Jahren.
Laufzeit: Rheuma-Betroffene können bis zum 30.06.2026 teilnehmen.
Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier (deutsch) und hier (englisch).
Bei Fragen / Unklarheiten wenden Sie sich bitte an:
Dr. Coralie Signorell oder Klara Kolicova
E-Mail: RMDimpactsurvey(at)eular.org
EULAR Office
Seestrasse 240
CH-8802 Kilchberg
Switzerland
Rheuma-Betroffene werden gebeten, einen Chatbot zu rheumatischen Erkrankungen zu testen und zu verbessern.
Bei dieser Studie handelt es sich um: eine Online-Umfrage der Universität Marburg. Das Projekt wird gefördert von der Deutschen Rheumastiftung. Forschungspartner der Deutschen Rheuma-Liga sind in das Projekt eingebunden.
Ziel der Studie: Im Rahmen des Projekts werden sogenannte „Chatbots“ erprobt. Chatbots sind Computerprogramme, die mittels künstlicher Intelligenz mit Personen kommunizieren. Im Projekt beantworten die Chatbots Krankheitsfragen zu häufigen Rheuma-Erkrankungen, die von den Teilnehmern selbst gestellt werden. Die Beantwortung erfolgt anhand aktueller medizinischer Leitlinien. Das Projekt möchten untersuchen, wie hilfreich, verständlich und alltagsrelevant die Antworten der Chatbots aus Sicht der Teilnehmer sind und an welchen Stellen die Inhalte verbessert werden sollten. Mit den Rückmeldungen der Teilnehmer können die Chatbots weiter optimiert und die Informationsangebote für Betroffene langfristig verbessert werden.
Ablauf der Studie: Die Teilnahme erfolgt online. Aus der Liste der vorhandenen Chatbots (siehe unten) wird anhand der Erkrankung der passende Chatbot ausgewählt. Die Teilnehmer sollen selbständig Fragen stellen und anschließend die Antworten auf die Fragen bewerten. Am Ende kann noch an einer Umfrage teilgenommen werden. Die Teilnahme dauert insgesamt etwa 5–10 Minuten. Wichtiger Hinweis: Der Chatbot ersetzt nicht das ärztliche Gespräch. Da sich das System noch in der Testphase befindet, können die Antworten unvollständig oder fehlerhaft sein.
Eingeschlossen werden: Volljährige Betroffene, die selbst an einer der jeweiligen Erkrankungen leiden oder bei denen eine entsprechende Verdachtsdiagnose besteht.
Art der Teilnahme: Wählen Sie einen Chatbot aus, der zu Ihrer Erkrankung passt:
Rheumatoide Arthritis: https://tinyurl.com/yx4y5zwv
Gicht: https://shorturl.at/O357F
Osteoporose: https://shorturl.at/0IJ6b
Kleingefäßvaskulitis: https://shorturl.at/wDO8I
Myositis: https://shorturl.at/R17fw
Still Syndrom: https://tinyurl.com/mv96wdhf
Polymyalgia rheumatica https://shorturl.at/5Dz3N
Großgefäßvaskulitis: https://shorturl.at/2UY9j
Systemische Sklerose: https://tinyurl.com/3jufha8u
Systemischer Lupus: https://shorturl.at/fRtB3
Axiale Spondylarthritis: https://shorturl.at/WYwJz (Morbus Bechterew)
Sie werden nach dem Anklicken direkt zur Frageseite geleitet und können unten am Bildschirm Ihre Frage eingeben. Die Antwort erscheint und Sie können die Antwort mit den Symbolen (Daumen hoch / Daumen herunter) bewerten. Sie unterstützen die Forscher, wenn Sie mindestens drei Fragen stellen. Bei jeder Antwort erscheint auch die Bitte, an einer weiteren Evaluation teilzunehmen. Die Teilnehmer werden aber gebeten, möglichst erst an der Evaluation teilzunehmen, wenn drei Fragen gestellt worden sind. Es ist aber prinzipiell auch vorher schon möglich.
Laufzeit: Die Teilnahme ist bis zum 28. Februar 2026 möglich. Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier.
Bei Fragen / Unklarheiten wenden Sie sich bitte an:
PD Dr. Johannes Knitza
UKGM Marburg
Institut für Digitale Medizin
Baldingerstrasse
35043 Marburg
E-Mail: digitalmedizin(at)uni-marburg.de
Ziel der Studie ist es zu untersuchen, ob es im Krankheitsverlauf von Morbus Bechterew geschlechterspezifische Unterschiede gibt, um ggf. die Zeit vom Auftreten der Erstsymptome bis zur Diagnosestellung zu verkürzen.
Bei dieser Studie handelt es sich um: eine online Umfrage der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Krankenhaus St Adolf Stift Reinbek. Die Genehmigung der Ärzte-Kommission des Landes Schleswig-Holstein liegt vor.
Ziel der Studie: Mit dieser Umfrage soll die subjektive Wahrnehmung der Erkrankung seitens der Betroffenen abgefragt werden. Ziel ist es dann herauszufinden, ob es im Krankheitsverlauf des Morbus Bechterew geschlechterspezifische Unterschiede gibt. Falls diese gefunden werden, sollen die Bewertungswerkzeuge für Morbus Bechterew entsprechend an Männer und Frauen spezifisch angepasst werden. Dies soll dann in Zukunft dazu dienen, die Zeit vom Auftreten der Erstsymptome bis zur Diagnosestellung zu verkürzen.
Ablauf der Studie: Das Ausfüllen des Online-Fragebogens dauert ca. 15 bis 20 Minuten. Die Befragung ist anonym. Eine Erhebung von E-Mail-Adressen, IP-Adressen oder Standortdaten ist ausgeschlossen.
Eingeschlossen werden: Gesucht werden Teilnehmer und Teilnehmerinnen ab 18 Jahren mit Morbus Bechterew.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Art der Teilnahme:
Die Umfrage findet sich hier.
Laufzeit: Interessierte können bis zum 31.01.2026 an der Umfrage teilnehmen.
Bei Fragen / Unklarheiten wenden Sie sich bitte an:
Thore Winter
Assistenzarzt für Orthopädie und Unfallchirurgie Krankenhaus Reinbek St Adolf Stift
Hamburger Straße 41 21465 Reinbek
040-7280-5398
Ziel der Studie ist zu untersuchen, wie gut die Wirksamkeit und Verträglichkeit der Impfung gegen Gürtelrose bei Personen mit Schuppenflechte (Psoriasis) bzw. Schuppenflechte mit Gelenkentzündung (Psoriasis Arthritis) ist.
Bei dieser Studie handelt es sich um: eine Untersuchung des Impfstoffs gegen Gürtelrose. Das Projekt wurde von der Ethik-Kommission der Universität Münster genehmigt.
Ziel der Studie: Patientinnen und Patienten, die an einer Psoriasis (Schuppenflechte) oder Psoriasis Arthritis (Schuppenflechten-Arthritis) leiden, haben ein höheres Risiko, eine Gürtelrose zu entwickeln, als Personen ohne diese Erkrankungen. Zur Vorbeugung einer Gürtelrose ist bereits seit einigen Jahren eine Impfung verfügbar. Die Wirksamkeit dieser Impfung wurde bisher hauptsächlich an Personen ohne Autoimmunerkrankungen getestet. Über die Wirksamkeit der Verwendung des Herpes zoster-Impfstoffs bei Patientinnen und Patienten mit einer Autoimmunerkrankung wie der Psoriasis oder Psoriasis Arthritis liegen deshalb bislang keine detaillierten Informationen vor. Offen ist auch, ob die Impfung einen Einfluss auf den Krankheitsverlauf der Psoriasis bzw. Psoriasis Arthritis nimmt. Aus diesem Grund möchten wir den Gürtelrose-Impfstoff in der Studie auf seine Wirksamkeit und Sicherheit bei Patientinnen und Patienten mit Psoriasis bzw. Psoriasis Arthritis untersuchen.
Ablauf der Studie: Interessierte mit einer Psoriasis oder Psoriasis Arthritis können sich an die beteiligtendermatologischen oder rheumatologischen Studienzentren wenden:
https://www.rheumathek.de/projekte/shivap
Die Teilnehmenden werden über 64 Wochen nach Einschluss in die Studie begleitet. Dadurch soll untersucht werden, wie gut eine Impfung vertragen wird, ob das Immunsystem ausreichend auf die Impfung anspricht und die Impfung vor einer Gürtelrose schützt. Die Kosten für die Impfung werden im Rahmen der Studie getragen.
Eingeschlossen werden: Personen ab 18 Jahre mit bestätigter Diagnose einer Psoriasis bzw. Psoriasis Arthritis, die in den letzten Monaten keine Änderung ihrer Therapie hatten.
Laufzeit: Interessierte können bis zum 30.06.2026 teilnehmen.
Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier: https://www.rheumathek.de/projekte/shivap
Bei Fragen / Unklarheiten wenden Sie sich bitte an:
Mail: studien-rheuma(at)ukmuenster.de
Die Studie wird gemeinsam von PD Dr. Rebecca Hasseli-Fräbel (Universitätsklinikum Münster), Dr. Mirko Steinmüller (Rheumateam Lahn-Dill-Siegerland - Praxis für Rheumatologie und Infektiologie, Wetzlar) und dem Koordinierungszentrum für Klinische Studien, Marburg /Gießen durchgeführt.
Das Forschungsteam der Studie bietet zwei Info-Veranstaltungen zur Studie via zoom an.
1. Termin: 21. Januar 2025 um 16:00 Uhr
2. Termin: 30. Januar 2025 um 18:30 Uhr
Weitere Informationen gibt es hier.
Fachbegriffe bei Studien
Gut zu wissen
Sobald Wirkstoffe am Menschen getestet werden, spricht man von „klinischen Studien“ oder „klinischen Prüfungen“. Diese gliedern sich in drei Phasen:
Phase 1: Als Erstes wird ein möglicher Wirkstoffkandidat an gesunden Freiwilligen getestet. Dabei geht es weniger um die Wirkung, als vielmehr darum, zu verstehen, was mit dem Wirkstoff im menschlichen Körper passiert: Wie viel von der Substanz wird aufgenommen, wie lange bleibt die Substanz im Körper, welche Abbauprodukte entstehen dabei? Meist wirken zwischen 60 und 80 Studienteilnehmer mit.
Phase 2: Ab dieser Stufe kommen erstmals betroffene Patienten mit ins Spiel: Typischerweise nehmen zwischen 100 und 500 Patienten daran teil. Idealerweise erhält die Hälfte von ihnen den neuen Wirkstoff, die andere ein Scheinmedikament (Placebo) oder aber die bislang bestmögliche Therapie, gegen die sich der neue Wirkstoff bewähren muss. Mediziner und Wissenschaftler überprüfen, ob sich die gewünschte Wirkung belegen lässt, ob Nebenwirkungen auftreten. Eine weitere Fragestellung betrifft die ideale Dosis.
Phase 3: Nun wird das Medikament an Tausenden Patienten erprobt. Das ist wichtig, weil sich seltene Nebenwirkungen unter Umständen erst zeigen, wenn Tausende Patienten den Wirkstoff erhalten. Ein neues Arzneimittel oder eine neue Therapie wird die Zulassung in der Regel erst dann erhalten, wenn Daten aus Phase 2 und 3 beweisen, dass die Therapie hilfreich ist.
Checkliste für Studienteilnehmer
Darauf sollten Sie achten:
Wenn Ihr Arzt Sie fragt, ob Sie an einer klinischen Studie teilnehmen möchten, sollten Sie genau wissen, worauf Sie bei Ihrer Entscheidung achten müssen. Deshalb ist es sowohl für den Arzt als auch für Sie sinnvoll, dass Sie vorab alle wichtigen Fragen klären.
