Künstliche Gelenke - Endoprothesen

Ein künstliches Gelenk (Gelenkendoprothese) kann nach jahrelanger Erkrankung der Gelenke (z.B. durch Arthrose oder rheumatoide Arthritis) den Erkrankten wieder mehr Lebensqualität geben, die bis dahin nur unter Schmerzen gehen und kaum Sport machen konnten.

Für und Wider abwägen

Dennoch fällt die Entscheidung für eine Endoprothese nicht immer leicht, denn jede Operation birgt Risiken. Daher sollte der Patient für sich im Vorfeld abklären: Mit welchen Operationsrisiken muss ich rechnen? Wie lange dauert der Heilungsprozess? Wie groß ist der Leidensdruck? Habe ich Erkrankungen, die durch ein künstliches Gelenk gleichzeitig gebessert würden, etwa dadurch, dass ich mich besser bewegen kann (z. B. Blutzuckerkrankheit)?

Das Merkblatt "Endoprothesen" der Deutschen Rheuma-Liga informiert über die Operation und verschiedenen Anästhesiearten, berät über die Risiken, gibt Tipps zur Reha und dem Leben mit einem künstlichen Gelenk. Zum Merkblatt Endoprothesen

Endoprothesenregister

Der Einsatz von jährlich mehr als 400.000 künstlichen Hüft- und Kniegelenken gehört zu den häufigsten Operationen, die in Deutschland durchgeführt werden. Ziel des Endoprothesenregisters ist es, die Qualität der Versorgung mit künstlichen Hüft- und Kniegelenken zu sichern und zu verbessern und die Zahl unnötiger Wechseloperationen zu senken. Das Register ist ein Gemeinschaftsprojekt von Ärzten, Kliniken, Krankenkassen und Industrie.

Implantate: Neu ist nicht immer besser

Ende 2018 machten Medienberichte über Implantate Schlagzeilen, darunter auch Endoprothesen. Müssen sich jetzt alle Betroffenen mit Kunstgelenken Sorgen machen? Lesen Sie das Interview mit Dr. Holger Haas, dem Vorsitzenden der Zertifizierungskommission EndoCert der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie.