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Erwerbsminderungsrente für Rheuma-Betroffene

Viele Menschen mit einer rheumatischen Erkrankung kämpfen jahrelang gegen ihre Krankheit. Und erreichen dennoch einen Punkt, an dem Arbeiten unmöglich wird. Eine Erwerbsminderungsrente federt in diesem Fall finanzielle Einbußen ab. 

Um eine Erwerbsminderungsrente zu beantragen, sollten Sie bei einer örtlichen Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung einen kostenlosen Beratungstermin vereinbaren. Mitarbeiter analysieren ihre Situation, füllen Formulare aus und leiten Unterlagen weiter. 

Diese Bedingungen müssen Antragssteller erfüllen

Nicht jeder Rheuma-Betroffene kann einen Antrag auf die Erwerbminderungsrente stellen. Generell gilt der Grundsatz „Rehabilitation vor Rente“. Vor einem Antrag müssen Sie alle Rehabilitationsmöglichkeiten ausschöpfen. Erst wenn die Ärzte attestieren, dass Ihre volle Erwerbsfähigkeit nicht wiederherstellbar ist, können Sie eine Erwerbsminderungsrente beantragen. Inwieweit Sie die formellen Voraussetzungen für eine vorzeitige Rente erfüllen, können Sie Ihrem Versicherungsverlauf entnehmen, der jährlich Ihnen von der DRV zugesandt wird. Weitere Informationen  finden Sie in dieser Broschüre

Teilweise oder volle Erwerbsminderung

Sind Sie noch erwerbsfähig? Die Rentenversicherung beantwortet diese Frage anhand der Zeit, die Sie täglich arbeiten können. Und zwar nicht nur in Ihrem Hauptberuf, sondern in irgendeinem Beruf auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

  • Sie haben keinen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente, wenn Sie in ihrem Beruf als Bauarbeiter nach ärztlicher Feststellung überhaupt nicht mehr, aber beispielsweise noch sechs Stunden täglich als Aushilfskraft in einem Büro arbeiten können.
  • Sie können eine teilweise Erwerbminderungsrente beantragen, wenn sie nur noch drei bis unter sechs Stunden täglich in irgendeinem Beruf erwerbsfähig sein können.
  • Bei unter drei Stunden täglicher Arbeitszeit haben Sie Anspruch auf die volle Erwerbsminderungsrente.

Höhe der Erwerbminderungsrente weist erhebliche Spanne auf

Die Höhe der Erwerbminderungsrente berechnet sich – wie bei der Altersrente – nach der sogenannten Rentenformel, die sich im Wesentlichen aus den Beiträgen, die der Versicherte während seines Berufslebens gezahlt hat, zusammensetzt. Für junge Menschen, die bereits in jungen Jahren eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit beziehen mussten, gilt die sogenannte Zurechnungszeit. Der Versicherungsträger behandelt sie, als seien sie bis zur Vollendung des 61. Lebensjahrs berufstätig gewesen. Die Zurechnungszeit endet für Renten, die ab 1. Januar 2019 bezogen werden mit 65 Jahren und 8 Monaten. Die Höhe der Erwerbsminderungsrente wird also  so gerechnet, als hätte man bis zum Alter von 65 Jahren und 8 Monaten gleichbleibend wie bisher gearbeitet. Die Zurechnungszeit soll bis 2031 schrittweise auf das 67. Lebensjahr angehoben werden. Damit erhöht sich für Rentenbezieher ab 2019 die Erwerbsminderungsrente.

Die Höhe der Erwerbsminderungsrente variiert beträchtlich.

Autorin: Meike Schoeler, Rechtsanwältin