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Aktiv und motiviert die Herausforderung angenommen

| News
Mona Heyen
Mona Heyen geht offen mit ihrer Erkrankung um. (Bild: Benedikt Ziegler/Deutsche Rheuma-Liga)

Als Mona Heyen die Diagnose Rheuma erhielt, machte sie sich direkt auf die Suche nach Unterstützung. Geholfen hat ihr auch der Selbstmanagementkurs.

Mona Heyen hat die Herausforderung Rheuma angenommen. Mit 39 Jahren erhielt sie die Diagnose rheumatoide Arthritis und Psoriasis-Arthritis. „Ich hatte keine Ahnung von der Erkrankung, aber mir war auch klar, dass sie nicht mehr weggeht“, sagt sie, „und deshalb musste ich mir selbst helfen. Ich wollte einfach aktiv werden.“  

Die Selbsthilfe sei da naheliegend gewesen. Sie wandte sich an die Rheuma-Liga Hessen und kam zum ersten Mal beim Stammtisch der Arbeitsgemeinschaft Gießen mit anderen Betroffenen in Kontakt. Wenn Mona Heyen von der Anfangszeit mit ihrer Erkrankung erzählt, merkt man, dass sie das Motto der Selbstmanagement-Kurse der Rheuma-Liga “Nimm dein Leben in die Hand” lebt. 

Von Kommunikation bis Ernährung 

Bei ihrer Suche nach Angeboten stieß sie auf die Kurse und meldete sich gleich an.  Dort erfahren Betroffene nicht nur Wissenswertes über rheumatische Erkrankungen, sondern auch über Arzt-Patienten-Kommunikationen, Bewegung, Entspannung und Ernährung. “Durch den Kurs habe ich vor allem angefangen, über mich selbst nachzudenken: Was tut mir gut, was nicht”, erinnert sie sich, "es kamen einfach viele kleine Dinge zusammen, die mir im Umgang mit einer Erkrankung geholfen haben.”

Acht bis zwölf Teilnehmende treffen sich an einem Wochenende oder wohnortnah über einen Zeitraum von sechs Wochen für je 2,5 Stunden. Geleitet werden die Kurse immer von zwei ehrenamtlichen Trainerinnen bzw. Trainer, die selbst mit einer rheumatischen Erkrankung leben. 

“Dass man sich nicht nur mit den Trainerinnen unterhält, sondern mit anderen Betroffenen, macht eine Menge aus”, erzählt Mona Heyen: “Ein Arzt kennt Rheuma aus der Theorie und Erzählungen, ein Betroffener aber vom eigenen Erleben: Ein Betroffener weiß, wie sich der Schmerz anfühlt und man damit umgehen kann.” 

Die Tipps und Erfahrungen der anderen Teilnehmenden hätten ihr viel bedeutet: “Im Kurs sind einfach Menschen, die dir zuhören und dich verstehen. Daraus schöpft man Kraft.” 

Mit Offenheit durchs Arbeitsleben 

Im Selbstmanagement-Kurs lernen die Teilnehmenden auch, wie wichtig es ist, um Hilfe zu bitten und diese auch anzunehmen. Genau das hat Mona Heyen getan. So konnte sie in ihrem Beruf als Bilanzbuchhalterin in einer Klinik weiterarbeiten. Dabei helfen ihr ein höhenverstellbarer Schreibtisch, ein spezieller Bürostuhl und eine multibewegliche Stehhilfe. Zudem erleichtern eine spezielle Tastatur und ein Trackball anstelle einer normalen Computermaus die Arbeit. 

„Zudem kann ich ohne schlechtes Gewissen dringende Arzttermine während der Arbeitszeit wahrnehmen, aufgrund eines starken Krankheitsschubs zu Hause bleiben oder auch eine Reha-Maßnahme besuchen“, erklärt Mona Heyen erleichtert. Sie und ihr Arbeitgeber sind für den erfolgreichen Abbau von Hindernissen im Beruf 2020 mit dem RheumaPreis, der auch von der Rheuma-Liga unterstützt wird, ausgezeichnet worden. 

Aber nicht nur gegenüber ihrem Arbeitgeber ist sie offen mit ihrer Erkrankung umgegangenen. Auch ihren Kolleginnen und Kollegen hat sie von ihrer Diagnose erzählt. “Offenheit war für mich von Anfang an klar”, berichtet sie, “die Menschen sehen ja auch, wenn es einem nicht gut geht, und man beispielsweise nicht richtig laufen kann.” Nur durch die Offenheit könne die Umgebung dann auch reagieren. “Meine Kolleginnen und Kollegen zeigen Verständnis und fragen oft “Brauchst du Hilfe?” 

Von der Teilnehmerin zur Selbstmanagement-Trainerin 

Ihr Wissen und ihre Motivation im Umgang mit der Erkrankung gibt sie an andere Betroffene weiter. Mittlerweile ist sie selbst Selbstmanagement-Trainerin: “Von Betroffenen für Betroffene - ich bin von dem Angebot so begeistert, dass ich mich für den Trainer-Kurs gemeldet hab.” Und dann fügt sie lachend hinzu: “Und schwätzen kann ich auch, habe ich gedacht.” Das Train-the-Trainer-Seminar hat sie erfolgreich bestanden: “Jetzt bin ich eine von zwei Trainerinnen in Hessen.” Wegen Corona konnte sie leider erst einen Kurs selbst geben: “Aber bald geht es bestimmt weiter.” 

Diesen Optimismus und einen Rat möchte Mona Heyen allen Menschen, die die Diagnose Rheuma erhalten, mit auf den Weg geben: “Man sollte sich niemals aufgeben und muss selbst etwas für sich tun.” 

Selbstmanagement-Kurse der Rheuma-Liga

So managen Sie Ihr Leben mit Rheuma: Die Selbstmanagement-Kurse der Deutschen Rheuma-Liga helfen Ihnen dabei. Sie lernen, Ihr Leben mit den Herausforderungen einer rheumatischen Erkrankung selbst zu gestalten.   

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