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Coronavirus und Rheuma: Unterbrechung der Heilmittel-Therapie

| News
Physiotherapie Heilmittel
Bislang durften vom Arzt verordnete Heilmittel-Therapien maximal 14 Tage unterbrochen werden. Wegen der Corona-Pandemie wird die Frist vorerst nicht mehr geprüft.

Wegen der Coronavirus-Pandemie können Heilmittel-Therapien derzeit für einen längeren Zeitraum als gewöhnlich unterbrochen werden.

Heilmittel wie Physio- und Ergotherapie sind ein wichtiger Bestandteil der Therapie bei Menschen mit Rheuma. Wegen der Coronavirus-Pandemie können Heilmittel-Therapien derzeit für einen längeren Zeitraum als gewöhnlich unterbrochen werden.

Bislang durften vom Arzt verordnete Therapien maximal 14 Tage unterbrochen werden und zwischen Verordnung und Therapiebeginn maximal 14 Tage liegen. Diese Fristen sollen derzeit nicht mehr geprüft werden, empfehlen die Krankenkassenverbände auf Bundesebene. Die Empfehlung gilt vorerst bis zum 30. Juni 2020.

Das müssen Rheuma-Betroffene wissen

Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, Vorstandsmitglied der Deutschen Rheuma-Liga, gibt für eine Unterbrechung folgende Hinweise:

1. Der Therapeut oder der Patient kann die Termine absagen.

2. Die vorhandene Verordnung kann später weiter genutzt werden, wenn eine Therapie wieder möglich ist.

3. Aus ärztlicher Sicht sollten Heilmittelbehandlungen in der Regel abgesagt werden, auch wenn sie als Hausbesuch erfolgen, da eine Infektion durch einen Therapeuten auch bei Schutzkleidung und Hygienemaßnahmen nicht sicher auszuschließen ist.

Auch kommt es in den Praxen oder auf dem Weg dorthin meist zu Fremdkontakten. Besonders Patienten, die mit Methotrexat, Biologika oder anderen immunsuppressiven Therapien behandelt werden, sollten ihre Heilmittel-Therapien möglichst unterbrechen.

Thema "Coronavirus und Rheuma"

 

4. Es gibt Fälle, bei denen eine Unterbrechung der Therapie problematisch ist: Zum Beispiel nach einer Operation oder einer Verletzung, wenn unmittelbar Einsteifungen von Gelenken drohen. In diesen Fällen ist zu empfehlen, das Vorgehen mit dem behandelnden Arzt abzusprechen.

5. Der behandelnde Arzt kann gegebenenfalls die Schmerzmedikation anpassen.

6. Alle Patienten mit rheumatischen Erkrankungen sollten in dieser Zeit selbst für die notwendige Bewegung sorgen und selbst unter Beachtung der bisher erfolgten ergo- und  physiotherapeutischen Hinweise aktiv sein. Betroffene sollten dabei die Übungen anwenden, die sie in der Therapie, beim Funktionstraining oder während der Reha erlernt haben. Sie sollten sich gegebenenfalls von den Angehörigen oder anderen Bezugspersonen helfen lassen, zum Beispiel bei Übungen zum Treppensteigen.

Per Videobehandlung oder telefonischer Beratung dürfen Therapien aktuell ausnahmeweise durchgeführt werden. Das gilt für die Physiotherapie – zum Beispiel für das orthopädische Turnen – und auch in der Bewegungstherapie für das Beispiel „Atemgymnastik auf neuropysiologischer Grundlage“. Außerdem darf online therapiert werden bei der Stimm-, Sprech-, Sprach- und Ernährungstherapie. Zuvor müssen jedoch der Betroffene und der Therapeut zustimmen.

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