Gegen das Votum der Patientenvertretung hat der Gemeinsame Bundesausschuss beschlossen, dass Apotheken in Zukunft ohne das Wissen der behandelnden Ärztinnen und Ärzte verordnete Biologika austauschen können.
„Die nun beschlossene Regelung schafft eine gefährliche Lücke bei der Arzneimittelsicherheit“, sagt Corinna Elling-Audersch, Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga, „die Deutsche Rheuma-Liga positioniert sich seit Jahren gegen die nun beschlossene Regelung.“
Diese Gefahren sieht die Rheuma-Liga durch den Austausch
Der Selbsthilfeverband sieht Probleme unter anderem durch eine unzureichende Einweisung in neue Pens oder Fertigspritzen. Außerdem fehlen durch die neue Praxis Informationen an Ärztinnen und Ärzte. So wird ein Austausch zum Beispiel nicht automatisch rückgemeldet. Damit gehen wichtige Informationen verloren, die für Register wie das RABBIT-Register oder für die Meldung von Nebenwirkungen unerlässlich sind.


