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"Ich bin so alt, wie ich bin, und das ist nicht alt"

Der 43-jährige Christian hat Rheuma und ist einer der Protagonisten der Kampagne „Rheuma ist jünger als du denkst“.

„Nichts ist mehr, wie es war“, sagt Christian. Und das, obwohl er „nur“ Rheuma hat – diese Alte-Leute-Krankheit, die mit Heizdecke, Angoraunterwäsche und Franzbranntwein doch wieder in den Griff zu bekommen ist, oder? „Das sind Dinge, die habe ich wirklich schon zu hören bekommen“, sagt der 43-Jährige. „Aber ich bin so alt, wie ich bin, und das ist nicht alt. Und mir hilft auch keine Heizdecke.“ Um das einmal klarzustellen und zu zeigen, wie es wirklich ist, in jungen Jahren mit Rheuma zu leben, ist Christian eines der beiden Gesichter der Kampagne „Rheuma ist jünger als du denkst“ geworden. Sie startet am Welt-Rheuma-Tag – Samstag, 12. Oktober 2019.

Dann wird Christian gemeinsam mit der zweiten Protagonistin der Kampagne, Britta, auf Instagram wöchentlich mehrfach aus seinem Alltag mit Rheumatoider Arthritis berichten. „Ich hoffe, dass sich die Menschen als ein Fazit aus der Kampagne einmal die Zeit nehmen, sich mit Rheumakranken zu unterhalten. Ich würde mir auch wünschen, dass sie Rheuma nicht mehr so lapidar abtun. Rheuma kann jeden jederzeit treffen und es hat viele Gesichter.“

Komplexe Krankheit mit vielen Ausprägungen

Er musste erst am eigenen Leib, durch Gespräche mit Betroffenen sowie dem Lesen von Fachliteratur feststellen, dass sich hinter „Rheuma“ eine so komplexe Krankheit mit so vielen  verschiedenen Ausprägungen versteckt. „Ich war sportlich, ich habe jeden Tag Krafttraining gemacht, bin Marathon gelaufen – auch bei 45 Grad Außentemperatur bei meinen Auslandseinsätzen“, erzählt der Notfallsanitäter. Alles begann mit Gelenkschmerzen in der linken Schulter. „Die Schulter ist mir beim Hanteltraining eingebrochen, tat immer weh und ich wurde zusehends erschöpfter. Du wirst einen Burnout haben, hieß es beim Arzt. Aber ich habe mich nicht so gefühlt, das musste etwas anderes sein“, erinnert er sich an den Beginn seiner Diagnose-Odyssee, die erst nach vier Jahren im Dezember 2018 mit dem Befund „Rheumatoide Arthritis“ endete.

Obendrein ist Christian müde, sehr müde. Denn Rheuma, so lernte er dann, kommt selten allein. Häufig schmerzen nicht nur die Gelenke, sondern Betroffene fühlen sich permanent erschöpft und haben Probleme, sich zu konzentrieren. Das nennt man Fatigue. Selbst viel Schlaf und Erholung können dieses Gefühl nicht vertreiben. „Beim Lesen eines Buchs schaffe ich zwei Seiten, dann kann ich mich nicht mehr konzentrieren. Die wenige Energie, die ich noch habe, widme ich meiner Familie“, sagt Christian. „Aber mein Rheuma lässt unser gesamtes Familienleben leiden, es nimmt mir auch die Lust auf Begegnungen mit anderen Menschen.“

Rheumatoide Arthritis und ihre Begleiterkrankungen

Rheumatoide Arthritis ist eine der häufigsten Formen der entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und eine Gelenkentzündung, die dauerhaft (chronisch) ist. Die Erkrankung beginnt meist schleichend: Anfangs sind oftmals die kleinen Finger- und Zehengelenke betroffen, aber auch Knie, Schultern oder Fußgelenke. Sie fühlen sich überwärmt an, schwellen an, schmerzen und sind steif. Morgens ist es meist besonders schlimm. Viele Betroffene können dann kaum den Wasserhahn im Bad aufdrehen. Der Verdacht auf eine Rheumatoide Arthritis besteht, wenn die Morgensteifigkeit über 60 Minuten anhält und mehr als zwei Gelenke geschwollen sind. Bis zu zu 80 Prozent der Patienten mit einer Rheumatoiden Arthritis leiden überdies an mindestens einer Begleiterkrankung, wie zum Beispiel dem Fatigue-Syndrom, einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, Osteoporose, Depressionen, Erkrankungen der Nieren, der Lunge oder des Magen-Darm-Trakts.

Pressestelle

Annette Schiffer

Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0228 - 76606 11
Fax: 0228 - 76606 20
E-Mail: schiffer(at)rheuma-liga.de

Neun Monate lang berichten Britta und Christian auf der Social-Media-Plattform Instagram aus ihrem Leben. Hier geht es zum Account.