Weiße Finger: Das Raynaud-Syndrom

Gefrorene Hagebuttenzweige

Sie können einem den malerischsten Winterspaziergang vermiesen: kalte Finger und Füße. Nicht wenige Rheumatiker leiden dazu an dem sogenannten Raynaud-Syndrom, bei dem in Kälte einzelne Fingerkuppen oder auch die Finger weiß und taub werden. Auch die Zehen und sogar die Nase oder Ohren können betroffen sein.

Grund für die Symptomatik sind Gefäße, die sich bei Kälte zusammenziehen. So kommt es, dass Finger oder einzelne Fingerkuppen oder Zehen nicht mehr richtig durchblutet sind und weiß oder blau werden, was bis zu einer halben Stunde anhalten kann. Bei entzündlichem Rheuma und Kollagenosen wie zum Beispiel Sklerodermie tritt das Raynaudsyndrom häufig als Begleiterscheinung auf.


Halten Sie sich warm!  

Ein beständiger Kälteschutz im Winter ist eine Grundvoraussetzung beim Raynaudsyndrom. Schützen Sie Ihre Hände vor den niedrigen Temperaturen, dabei wirken Fäustlinge besser als Fingerhandschuhe. Wichtig sind ebenso Schal und Mütze.
Einige Unternehmen bieten Wärmekissen für die Handschuhe oder die Manteltasche an. Diese Wärmekissen findet man im Internet von verschiedenen Herstellern. Auch kann man sie in Geschäften für Outdoor-Sport, für Jagd- und Anglerbedarf und in manchen Sanitätshäusern finden. Wichtig ist es, darauf zu achten, wie lange sie warm halten.


Vorbeugende Maßnahmen 

Alles was die Gefäße verengen könnte, wie zum Beispiel Rauchen, sollten Sie vermeiden. Auch Stress kann ein Auslöser sein.
Halten Sie sich fit! Regelmäßige Bewegung, Wechselbäder und Sauna sind nicht nur gesund, entspannend und fördern die Kreislauffunktion sondern auch die Durchblutung an Händen und Füßen.


Foto: Udo Juhre